Gebet
Tagesaktuelles Gebet
EWIGER, mein Gott, / du weißt das ja alles, aber ich brauche und suche die Klarheit.// Ich habe eine neue, ganz andere Aufgabe, und ich tue sie gerne. Und ziemlich unerwartet beginnen da jetzt schon Menschen, kleine und große, mir ihre Sorgen und Lasten zu erzählen.// „Ich kann jetzt auch schreiben, aber ich kann nur meinen Namen.“/ „Sie schmeißen unseren Großen praktisch von der Schule. Jetzt gibt es für ihn nur noch die S****-M****, aber die ist viel zu teuer.“/ „Wir haben gedacht, wir haben alles gut zusammen. Aber jetzt musste meine Schwiegermutter doch ins Pflegeheim. Und wir haben das Haus doch zusammen mit den Schwiegereltern gekauft.“//
Lauter Sorgen. Und andere noch drumherum und drohend und dunkel dahinter. Existenzangst und Sorge um die Zukunft für sich selbst und andere.// Was ist mein Auftrag, was tue ich mit alledem und für diese Menschen? Sie sollen wissen, dass ich an sie denke, das alles nicht vergesse und so ein klein wenig mittragen will.// EWIGER, mein Gott, gib mir die Klarheit, ein bisschen Weisheit und die Kraft dazu./ Durch Jesus Christus, den Lastenträger. Amen.
Stefan Maser, Marburg
Du Gott in der Zeit // so vieles ist unheil in unserer Welt / so vieles, was wir ändern könnten / aber auch so vieles, was wir nicht ändern können / Lehre uns das eine vom anderen zu unterscheiden / zeige uns den Ort, wo wir gebraucht werden und zu brauchen sind / mache uns fähig und bereit, das nahe Himmelreich in Wort und Tat zu bezeugen //
Du Gott in der Ewigkeit / so vieles ist unheil in unserer Welt / so vieles, was uns Angst macht / so vieles, was unseren Glauben erschüttert / höre unsere Klage / über Unvernunft und Herrschsucht / über Gewalt und Folter / über Krieg und Unterdrückung / über Hass und Streit / über unheilbare Krankheit / über unser Verfallensein an den Tod // Lass uns nicht verzweifeln / wo wir machtlos sind uns selbst oder anderen zu helfen / bleib nicht so ferne, wo das Leid zum Himmel schreit / mach uns gewiss, dass du am Ende der Zeit auf uns wartest. // AMEN
Gudrun Kuhn
Selma Dorn
Komm, Heiliger Geist, / es wird Zeit, das du kommst und uns milde stimmst, / und versöhnlich und nachgiebig und hoffnungsfroh. / Es wird Zeit das du kommst / und uns den Glauben stärkst / und auch die Liebe, / denn ohne die Liebe ist doch auch der Glaube nichts. / Komm, Heiliger Geist, / und bete du in uns. / Dein unaussprechliches Seufzen / wird von Gott erhört. //
Rücke uns die ins Blickfeld, die wir übersehen, / bring uns ins Gedächtnis die, die wir vergessen haben, / entwirre unsere verworrenen Gedanken, / korrigiere unsere unbeholfenen Ausdrücke, / ergänze unsere unvollständigen Sätze, / weite unsere engen Wünsche.//
Komm, Heiliger Geist, / lehre uns, deine Worte zu weiterzusagen, / so, dass sie verstanden werden, / so, dass sie geachtet werden, / so, dass sie beherzigt werden, / so, dass sie neue Wege eröffnen, / dass sie versöhnen, wo man hasst, / und Vertrauen geben, wo man zweifelt. //
Komm, Heiliger Geist, / es wird Zeit, / die Seelenfenster stehen offen / für ein bisschen frischen Wind. Amen.
Jürgen Kaiser
Meike Waechter
Frieden wird wenn auch die draussen / die Türe nach drinnen gefunden haben / weil sie willkommen sind in den Stuben // Du bist der gute Türöffner / Jesus / Danke
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Sylvia Bukowski
Aber das hat uns anfällig gemacht. / Und naiv. Wir sind wehrlos gegenüber der Gier von oben und von unten. / Wir sind hilflos, wenn Gefühle und Stimmungen in der Politik mehrheitsfähig sind. / Wir sind ratlos, wie der Krieg in der Ukraine zu einem guten Ende gebracht werden kann. / Und ob die Energiewende jemals gelingt? //
Kein Wunder, dass kleine Themen populärer sind. / Timmy natürlich, der dann doch ein Weibchen war. / Der Abstiegskampf in der Bundesliga. / Julian Nagelmanns Auswahl für die Nationalmannschaft. / Der vorvorletzte Platz im ESC. / All das regt uns auf. / Dabei müsste uns anderes aufregen. / Und im Grunde unseres Herzens wissen wir das auch. / Aber unser Herz ist ratlos. //
Darum rufen zu Dir als dem Tröster. / Komm, Schöpfer Geist. / Lass uns teilhaben an der Wahrheit, die frei macht. / Lass die Seufzer dieser Welt Erhörung finden. / Gib Zusammenhalt in den Gemeinden. / Und lass in unserer Welt der Schlagzeilen / Deine gute Botschaft vernehmbar sein und zu Herzen gehen. // Amen.
Klaus Bröhenhorst
Gott, wir vertrauen darauf, / dass du in deiner grossen Güte und ewigen Treue / uns nicht vergisst. // Darum kommen wir vor dich / und bitten dich für die, / die trauern / um Menschen, mit denen sie ihr Leben geteilt haben / und die ihnen weggestorben sind, / richte du sie wieder auf mit deinem Trost; / wir bitten dich: erhöre uns! //
die erschöpft und müde sind / von der Arbeit und von den Zumutungen des Lebens, / gib ihnen neue Kraft, / dass sie der Kraft des Lebens wieder trauen können; wir bitten dich: erhöre uns! //
die nicht wissen, / woher sie zu essen und zu trinken / und ein Dach über dem Kopf bekommen sollen, / gib, was sie nötig haben; / wir bitten dich: erhöre uns! //
deren Denken gefangen ist / von ihnen selbst, / weil andere die Gedanken kontrollieren und bestimmen wollen, / sei du die Freiheit, die wir brauchen; / wir bitten dich: erhöre uns! //
die oben sind und das Geschick der Welt / zu lenken und bestimmen haben, / sei du ihr Herz und ihre Seele, / dass es zum Wohle aller wird, was sie entscheiden; / wir bitten dich: erhöre uns! //
Gott, wir danken dir, / dass du uns hörst / und gibst, was wir brauchen, / durch Christus Jesus. Amen.
Walter Wickihalder
Gudrun Kuhn
Kathrin Rehmat
Meike Waechter
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Sylvia Bukowski
Lieber Gott, ich möchte am Ende dieser Woche für mehr Gerechtigkeit beten. Ich will dafür keine Prophetensprüche, die Bergpredigt oder das Gebot der Nächstenliebe bemühen. Nein, ich weiß nicht, was dein Wille ist und welche Sozialpolitik du machen würdest. Aber so kann es doch nicht gehen: Behinderte, Kinder, Alleinerziehende, Arbeitslose, Arme und Geringverdienende werden gerade dafür bestraft, dass Machtbesessene und Verrückte Kriege anzetteln und unseren Wohlstand in Gefahr bringen.
Warum können nicht die, die viel oder sogar zu viel haben, in so einer Situation solidarisch sein oder zur Solidarität gezwungen werden? Warum muss bei denen gespart werden, die eh wenig oder fast nichts oder es schwer im Leben haben? Was sind wir für eine erbärmliche Gesellschaft, die das mitmacht? Wir trauen uns nicht, den Mund aufzumachen, weil wir Angst haben, ausgelacht zu werden; dass wir Gutmenschen oder Sozialromantiker genannt werden.
Ich weiß, dass auch ich ungerecht bin in meiner Wut und meiner Enttäuschung. Aber ich muss es dir so sagen. Ich bete dafür, dass es anders wird – wie auch immer. Und ich schäme mich und bitte dich, dass du mich mutiger machst. Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Herr Gott, bitte gib uns Frieden./ Wir haben es satt mit den Kriegen./ All der Hunger um Brot,/ Gib es ihnen, den Menschen in Not./ Amen
Meike Waechter, Berlin
Himmelfahrt - Gottes Wort verlässt die Erde und lässt uns sprachlos zurück?! / Gott, so fühlte es sich diesmal an. / Sprachlos verfolge ich Nachrichten aus Kriegsgebieten, / höre von ermordeten Grundschulkindern, / lese Berichte über Rassismus, / sehe den Prozessausgang / nach menschenverachtenden Worten eines Pfarrers. / Sprachlos macht mich all das. //
Ich will aber nicht sprachlos sein. / Ich will gegen den Krieg anschreien und vom Frieden singen. / Ich will erzählen von Vielfalt, Liebe und Toleranz. / Ich will reden für die, die sich nicht trauen, und die, die nicht mehr können. / Ich will, dass Schweigeminuten nicht mehr nötig sind / und wir stattdessen Kinderlachen, Greisenkichern, Liebeslieder in allen Sprachen hören. //
Gott, du sagst, dein Wort war und ist und bleibt in Ewigkeit. / Daran ändert Himmelfahrt nichts. / Daran ändert auch unsere Sprachlosigkeit nichts. / Erinnere uns daran, / wenn uns die Worte fehlen / und das Elend in der Welt uns die Sprache verschlägt: / Dein Wort bleibt und damit auch unsere Hoffnung. // Amen.
Carolin Springer
Gott! // Ein Schutz bist du uns, wenn andere uns drängen, / ein Schirm, ein Schild, eine Burg, / wenn Arges naht, / wenn Schlimmes kommt, / wenn Böses droht. // Du gibst Acht auf uns, / das kann keiner wie du. / Führe uns nur nicht in Versuchung / und lass nicht zu, / dass andere es tun. // Und dann, wenn wir weitergehen müssen, / raus aus der Burg, wenn wir den Schirm verlassen / und aus deinem Schatten treten müssen, / dann werden uns deine Engel tragen, / wohin du willst. // Amen.
Jürgen Kaiser
Klaus Bröhenhorst
Allmächtiger Vater, /wir wünschen uns, dass es auf der Welt keinen Rassismus gibt. /Wir beten für die Menschen in der Türkei, die ohne Grund eingesperrt wurden./Bitte hilf allen Menschen, ihre Freude am Leben nicht zu verlieren.
Gütige Herrin, Schöpferin der Welten,/wir wünschen uns, dass es keine Radikalisierung mehr gibt und keine Terroranschläge mehr verübt werden.
Unser Vater, Gott,/wir bitten dich für andere Menschen z.B. die Armen, die kein Geld haben, um richtiges Essen zu kaufen und für Kinder und Erwachsene, die auf der Straße wohnen. /Bitte zeige uns Menschen den richtigen Weg. /Bitte kümmere dich um die Kinder, dass sie ein zuhause haben, wo sie sich wohl fühlen. /Bitte pass auf die Kranken auf./Ich liebe und lobe dich.
Allmächtige Mutter,/wir wünschen uns, dass jeder Mensch ein zuhause hat, in dem er sich wohl fühlt./Wir wünschen uns auch, dass jeder zu seiner eigenen Meinung stehen kann, ohne sich dafür zu schämen./Amen
Meike Wächter
Gudrun Kuhn
Simon Froben
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Jürgen Kaiser
Herr des Himmels und Erden. / Mache dich auf und eile uns zur Hilfe. / So viel Gewalt, / so viel Krieg, / so viel Zerstörung. // Tod gebiert Tod. / Herrenlose Gewalten sind am Werk, / denen wir das uns menschenmögliche entgegenstellen. // Aber unsere Kräfte sind zu klein HERR. / Die lebensfeindlichen Kräfte sind stärker als wir. / Allein Du kannst ihnen Einhalt gebieten. // Komm in unsere Mitte, / gieß deinen Geist aus. / Vertreib die Mächte der Finsternis. / Und leite unser Denken und Handeln auf deine Wege. // Unsere Mütter und Väter haben dich so erlebt: / als Retter, als Friedefürst, als Heiland. / Wir würden diese Erfahrung gerne auch machen. // Amen
Klaus Bröhenhorst
