Gebet
Tagesaktuelles Gebet
RefLit
Du sprichst mit uns. Du sprichst mit mir. „Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei!“ So sprichst du mich heute Morgen an. Diese Erfahrung tut gut. Du meinst mich, diesen Gedanken will ich zulassen, ich glaube dir, HERR. Du machst mich stark. Du bist an meiner Seite. In allem was mich herausfordert. Jetzt kann ich dem, was mich erdrücken will, was mir die Luft zum Atmen und die Lust am Leben nimmt, mutig entgegentreten. Du lenkst meinen Blick und meine Schritte in Richtung deiner Wege für mich. Wege, die ins Leben führen, in die Freiheit der Kinder Gottes. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Kathrin Rehmat, Zürich
Ewiger, wir bringen vor dich unsere Klage über Gewalt, Krieg, Missbrauch, Hass und viel, viel Leid, Schrecken und Zerstörung in der Welt. Vieles ist nicht zu ertragen. Wir brauchen dich und deinen Frieden jeden Tag aufs Neue.
Meike Waechter, Berlin
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Liederschatz 2059,1
Einige können ihrem Leben mit Glück eine winzige Spanne hinzufügen. / Anderen bleibt nicht viel Zeit zum Leben. / Wenn wir der Verstorbenen gedenken, / steht uns diese Ungerechtigkeit vor Augen. //
Zuerst denken wir da an die, / die uns nahestanden, / mit denen wir so gerne noch etwas Zeit verbracht hätten, / mit denen wir gerne noch etwas beredet hätten. / Sie fehlen uns. / Ihr Verlust schmerzt sehr, besonders in diesen dunklen bedrückenden Tagen. //
Und dann denken wir an die vielen Menschen, / die durch Gewalt und Unrecht gestorben sind. / Wir kennen ihre Namen nicht, / wir wissen nichts von ihrem Leben / und ahnen nur, / was ihr Verlust für andere bedeutet. //
Ewiger Gott, / wir gedenken vor Dir unserer Verstorbenen / und vertrauen darauf, / dass Du ihre Namen kennst und ihre Lebensspanne, / so kurz oder lang sie gewesen sein mag, / vor Augen hast. //
Tröste uns, / wenn wir an all das Unabgeschlossene denken, / an all das gewaltsam beendete und an das Leiden der Vielen. / Wir vertrauen darauf, / dass unsere Zeit in Deinen Händen steht / und Dein Weg mit uns über den Tod hinausführt. // Amen.
Achim Detmers, Hannover
Im Anfang
War das Ende schon da / Immer nah / Der Augenblick dazwischen aber reich / Voller Anfänge und Enden unendlich reich / Du Gott des Anfanges und des Endes / Du lässt uns Neues beginnen und Altes beenden / Wir lassen uns und alles zurück / In deinen Händen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Jürgen Kaiser, Berlin
RefLit
Eternal God, in Jesus Christ your light shines in our darkness, bringing joy to our sorrow and presence to our loneliness. We pray for all who are homesick, missing friends and family. We pray for those who are ill and for those who are grieving a loss. Comfort us during these long nights of winter and lead us into the light of day.
Ewiger Gott, in Jesus Christus scheint dein Licht in unserer Dunkelheit und bringt unserer Traurigkeit und Gegenwart unserer Einsamkeit Freude. Wir beten für alle, die Heimweh haben, Freunde und Familie vermissen. Wir beten für diejenigen, die krank sind und für diejenigen, die einen Verlust erleiden. Trösten Sie und führen Sie und uns in das Licht des Tages. Amen
Catherine McMillan, Schweiz
Dass du, Jesus Christus, / unsere Welt richtest, / ist uns ein fremder Gedanke geworden. / Dass du auch uns einmal prüfen wirst, / schürt in uns Unbehagen und Angst. / Wer wird vor dir bestehen können? / Wer deinen Ansprüchen genügen? / Wir sind doch alle verstrickt in Böses, / alle untauglich als deine Zeugen.
Richte uns mit Barmherzigkeit! / Lass uns erkennen, / was wir versäumt und verschuldet haben, / aber vergib uns, / und bring uns in Einklang / mit deinem Willen. / Wir bitten dich: / erbarme dich unser.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Heil’ge Einfalt, Gnadenwunder! / Tiefste Weisheit, grösste Kraft! / Schönste Zierde, Liebeszunder! / Werk, das Gott alleine schafft! // Alle Freiheit geht in Banden, / Aller Reichtum ist nur Wind, / Alle Schönheit wird zu Schanden, / Wenn wir ohne Einfalt sind.
Liederschatz 1981,1-2
12. November 2022
Manchmal geht es mir zu schnell, / ist zu viel los in zu kurzer Zeit. / Zu viel zu erinnern, erleben, erspüren. / Zu viel zu erzählen, bedenken und feiern. / Ich schleiche hinterher. Schleiche mit den vergangenen Tagen im Herzen durch die Zeit. / / Noch mal die Ereignisse des 9. November erinnern. / Noch mal die Martinilieder und das Kinderlachen hören. / Noch mal der Hand der Sterbenden in meiner nachspüren. / Gott, hilfst du mir dabei, mein Tempo zu finden? / Manchmal geht es mit zu schnell, / ist zu viel los in zu kurzer Zeit.
Carolin Springer, Leer
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott – schöpferisch und zukunftsoffen / Du bist Ursprung der Welt und in ihr am Werk / Lass uns nicht verzweifeln über dem, was noch nicht vollkommen ist / Lass uns nicht an dir zweifeln, weil wir so vieles nicht verstehen können.
Gott – in Jesus erkennbar / Du bist das Reich, das nahe herbeigekommen ist / Lass uns nicht verzweifeln über dem, was uns im Mitwirken misslingt / Lass uns nicht an dir zweifeln, weil noch nicht alle Tränen getrocknet sind.
Gott – wirkende Geistkraft / Du durchwehst Zeit und Raum / Lass uns nicht verzweifeln über dem, was unveränderbar scheint / Lass uns nicht an dir zweifeln, weil wir so oft nur Rückschritte in Krieg und Barbarei erleben / / Werde und bleibe DU unser Trost im Leben und im Sterben.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Georg Rieger, Nürnberg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Barmherziger Gott, / Herr der Heerscharen und Herrscher über alle Mächte und Gewalten / im Himmel und auf Erden.
Wir hatten uns eingerichtet und fanden das alles total normal: / der Strom kommt aus der Steckdose, / das Gas zum Heizen aus der Leitung, / das Benzin gluckert in den Tank. / Und die Regale im Supermarkt sind sowieso immer gut gefüllt. / Wir hatten den Eindruck: / die Mächte der Finsternis sind gebannt, wenigstens in Europa. / Und jetzt: Apokalypse Now.
Vielleicht willst du ja nur unsere Blindheit heilen, / den Nebel lüften, / den die Gottvergessenheit unserer Tage über uns gelegt hat? / / Eile uns zur Hilfe HERR! / Den Frauen im Iran, die den Aufbruch wagen / und dafür buchstäblich ihr Leben aufs Spiel setzen; / den in Afghanistan vergessenen; / den Menschen in den Regierungen und Ministerien, / die übermenschliche Kräfte brauchen / auf der Suche nach Antwort auf die Herausforderungen; / den Menschen, die dem Kriegsterror ausgesetzt sind. / in Äthiopien, in der Ukraine, im Jemen.
Wir bitten dich für deine Kirche HERR! / die ist so sehr mit sich selbst beschäftigt. / Licht sollen wir sein, Leuchttürme / und wie Wasserstellen für die Lebensdurstigen, / Lazarett für die, die Heilung suchen.
Wir trauen deinen Verheißungen: / Menschliche Macht und Willkür werden nicht das letzte Wort haben, / du wirst den Gewalttätern ihr morden und zerstören / nicht einfach durchgehen lassen. / wir glauben HERR, hilf unserem Kleinglauben. / Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Liederschatz 1954,1
5. November 2022
Gott meines Lebens, // Novembertage. Wenig Licht. Viele Fragen, Traurigkeiten, Schreckensnachrichten, Erwartungen, Herausforderungen. // Du hast mir dein Wort gegeben, das Wort deiner Liebe und Treue./ Gib es mir immer wieder für mein müdes Herz, meinen kleinen Mut, meine fast verschwundene Hoffnung. Gib es mir auch zum Weitersagen für die anderen nah und fern. / Und am Ende dieser Novembertage lass ich schon jetzt das Adventslicht sehen, das Licht deiner Liebe und Treue. Für Herz und Mut und Hoffnung. / Amen.
Stefan Maser, Kamp-Lintfort
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Jürgen Kaiser, Berlin
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Georg Rieger, Nürnberg
