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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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22. Februar 2022 Ob du uns lenkst wie Marionetten / Sind wir dein Kasperletheater / Kennst du das Spiel auswendig und führst es aus von oben her oder von hinten / Was wärst du für ein Gott / Wofür das Theater / Ob du für uns eine Olympiade veranstaltest / Wir sind auf dem Prüfstand aber wüssten es nicht / Nur die Willigsten und die Schnellsten wären auserwählt  / Für das himmlische Podest / Wofür eine solche Olympiade / Was wärst du für ein Gott / Du hast dich mit uns verschwistert / Du hast dich für uns engagiert / Hast dich für uns kreuzigen lassen / Wenn das nur ein Spiel gewesen wäre / Wofür deine Hingabe dein Herzblut dein Todeskampf / Wenn nicht für eine Welt in der das Leben sich lohnt / Du hast für uns einen Weg frei gelitten / Den wir auch heute gehen können / Wir stolpern wir fallen hin wir stehen wieder auf / Auf dem Weg zum Frieden / Wir machen uns auf / Komm du mit  / Ohne dich kommen wir nicht weit  / Mediator des Friedens / 
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
21. Februar 2022

Zu dir, HERR, trage ich, was mir auf der Seele liegt. Die Unordnung meiner Existenz, das Durcheinander meiner Gedanken. Wie soll ich Wege finden, wenn ich das Ziel aus den Augen verloren haben, nicht mehr beschreiben kann, wohin ich denn unterwegs bin. Zu dir, HERR, flüchte ich mich, weil du schon immer den Sündern den Weg gezeigt hast, den Armen geholfen hast zu tun was recht ist und Unterdrückte auf den Weg in die Freiheit geführt hast. Bei dir, HERR, will ich zur Ruhe kommen. Orientierung suchen. Nach deinem Willen fragen. Was erwartest du von mir? Wenn der Boden unter den eigenen Füßen nicht mehr trägt, wenn Menschen in der Nähe abgeholt werden und Abschiebung droht, wenn hochgerüstete Armeen in Kampfbereitschaft versetzt werden? Und die verfasste Kirche mit sich selbst beschäftigt ist? Bei dir, HERR, suche ich Zuflucht. Behüte mich in meinem Tun. Weise mir, HERR, deinen Weg. Denn ich hoffe auf dich. Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
20. Februar 2022 Es wird an mir gesehen / Dein Tod und Auferstehen, / Dein Kampf und Ueberwinden, / Dein Suchen und dein Finden!
Liederschatz 987,12
19. Februar 2022 Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,  / Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht. / Und ja: er weht stürmisch. Der Unterricht in den Schulen fällt aus.  / Züge fahren nicht. Wälder sollen nicht betreten werden. / Der Sturm wird sich legen. Davon gehen wir aus. / Ob wir ihn als ein erneutes Warnzeichen nehmen müssen? / Vermutlich ja. / Es wird immer unwirtlicher. Es ist schon in Landstrichen dieser Erde / völlig unwirtlich geworden.  / Was wir brauchen, ist, dass auch Dein Geist stürmisch weht. / Damit der Kleingeist aufhört. / Damit die, die über Leben und Zusammenleben / zu entscheiden haben, ihrer Verantwortung gerecht werden. / Damit Menschen etwas einfällt: / zum Konflikt an der Grenze Europas, / zur Pandemie, / zur Geldentwertung durch die Inflation, / zur Bewahrung des Lebens. / Wir sehen Bemühen, aber keinen Durchbruch. / Sei Du mit allen, die nicht aufgeben. / Und hilf begreifen, was zu tun und zu lassen ist. / So segne uns. / Amen. / 
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
18. Februar 2022 Du Quelle des Segens, / wenn wir sehen, / wie armselig das kirchliche Leben / in unserer reichen Gesellschaft ist, / denken wir manchmal, / du hast dich uns gegenüber verschlossen. / Mehr noch als unter kritischen Stimmen / leiden wir unter der Gleichgültigkeit, / die uns so oft entgegenschlägt. / Unsere kleinen Zahlen / machen uns manchmal furchtbar mutlos / und nur mit Sorge / blicken wir auf die Zukunft unserer Kirche. / / Gott, bewahre uns vor Resignation. / Schenke uns Mut und neue Ideen, / um Menschen einzuladen / in unsere Gemeinschaft / und in deine Nachfolge.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
17. Februar 2022 Viele Götter / werben um meine Gunst, Gott, versprechen mir Erfolg und Wohlstand / verführen mich mit langem Leben / Ich stelle mich zu dir weil mich Jesus von Nazareth überzeugt hat / Er hat mit dem Einsatz seines Lebens dich auf Erden vorgelebt / Sein Gesicht ist offen / Er lügt nicht / Er spielt sich nicht auf / Seine Autorität kommt nicht aus Machtgehabe sondern aus der Intimität mit dir / Sein Interesse an den Menschen ist echt / Er ist da für sie ohne Hintergedanken / Er holt sich seine Lobby nicht bei den Wohlhabenden sondern bei den Nichtsgeltenden  / Er fürchtet sich nicht mit ihnen in Kontakt zu kommen sondern lässt sich von ihnen berühren und berührt sie / Unrecht rächt er nicht mit Gewalt aber er setzt sich für Recht und Würde ein / Er ist kein religiöser Schwafler er tut was er glaubt mit Mut und Überzeugung / Er hat auch mich überzeugt und darum bin ich da, Gott, und glaube und freue mich dass du derselbe bist seit je / Amen / 
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
16. Februar 2022 Beloved God / we fear your judgement: / teach us to know it as our friend. / Your word has pierced us to the bone; / we are exposed, laid open to your sight. /  / Therefore, let us bless you / for you come to us when we are most ashamed, / and when we long to hide our face from you / you will nut suffer us to turn away. / You call us by our name / you touch us , raise us, / invite us into shameless love. / God our lover, know us, judge us, / turn us, wound us, demand of us, / forgive us. / We are yours. / We abandon ourselves to your love. / We trust you. / 
The Iona Community
15. Februar 2022

Du Ewige/r forderst es heraus: ich denke an dich, und daran dir zu gefallen. In der Weise wie du mir gefällst, unerreichbar und annäherungswürdig wie nichts Anderes. Am Morgen und am Abend, beim Blick in die Weite des Landes, wenn ich die Berge in der Ferne betrachte und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, die weint um ihren Sohn und um alles was in ihrem Leben nicht so wurde, wie sie es gehofft hatte. Komm bitte, halte dein Versprechen: wisch die Tränen ab, weck die erkaltete Liebe, lass die Schönheit der Schöpfung in allen Farben und Zeiten leuchten und Gerechtigkeit erfahren. 


Kathrin Rehmat, Zürich
14. Februar 2022 Gott, / du bist unser Vorbild für die Liebe. / Alles, was wir für Andere empfinden und was wir mit uns selbst spüren dürfen, ist ein Geschenk von Dir. / Dafür wollen wir Dir danken. / Auch für die körperliche Liebe wollen wir Dir danken, dass Du uns diese schönen Empfindungen schenkst, die wir bei Berührungen haben. Die Glücksgefühle, die uns dabei begleiten. Dass wir uns für eine Zeit lang selbst vergessen dürfen, uns unseren Gefühlen hingeben. / Das Reden darüber fällt uns schwer. / Wir sind es gewohnt, Gott, von dir mit uns selbst konfrontiert zu werden. Doch du machst das behutsam, so dass wir etwas gewinnen. Auch dafür danken wir dir. / Mach uns offen für Ungewohntes und bewahre uns vor Verletzungen. / Sei mit deiner Liebe bei uns. / Amen. / 
Georg Rieger, Nürnberg
13. Februar 2022

Herr, dein Wort, die edle Gabe, / Dieses Gold erhalte mir! / Denn ich zieh’ es aller Habe / Und dem grössten Reichtum für. / Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, / Worauf soll der Glaube ruhn? / Mir ist’s nicht um tausend Welten, / Aber um dein Wort zu thun.


Liederschatz 831,1
12. Februar 2022 Gott,  / mit Sorge schauen wir in die Ukraine und nach Russland. / Wir bitten dich für alle, die in die politischen und diplomatischen Verhandlungen involviert sind. / Wir bitten dich um Weisheit und Geduld und den unbeirrbaren Willen zum Frieden. / Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine, in Russland und in ganz Osteuropa: / Wo Härte und militärische Stärke vorherrschen, schaffe du, Gott, dir Raum mit deiner Sanftheit und Güte und der Liebe zum Kleinen und Schwachen. / Wo Angst und Misstrauen sind, schaffe dir Raum mit deiner Großzügigkeit, mit der Hoffnung und dem Vertrauen. / Wo vergangene Ereignisse und Entfremdung Wunden geschlagen haben, da schaffe dir Raum mit deinem heilsamen Geist der Versöhnung. / Schaffe dir Raum, Gott, und deinem Shalom, deinem Frieden, der alle Menschen sieht und allen gilt. / Amen. / 
Evangelische Kirche im Rheinland
11. Februar 2022 Treuer Gott, / fest steht deine Gnade, unverbrüchlich und ewig. / Darum bitten wir dich: / Verlass uns nicht, wenn andere uns verlassen, wenn wir niedergeschlagen sind, wenn wir die Hoffnung aufgegeben haben, wenn wir den Mut verloren haben, wenn uns das Wasser bis zum Hals reicht, wenn alle uns meiden. Verlass uns nicht, wenn die anderen uns im Stich lassen. / Sei allen gnädig und auch denen, die immer wieder Fehler machen, immer wieder den gleichen, weil sie nicht aus ihrer Haut können, weil sie nicht lernen können, weil sie sich nicht beherrschen können oder weil es ihnen niemand gesagt hat, dass sie einen Fehler machen. / Deine Gnade soll nicht weichen, auch wenn Berge weichen und Hügel hinfallen. Aber lass die Berge und die Hügel, wo sie sind. Bewahre alle Welt vor Erdbeben und Vulkanausbrüchen, vor Hangabrissen und Lawinen. Amen. / 
Jürgen Kaiser, Berlin
10. Februar 2022 Lieber Gott, danke, daß mein Papa eine Arbeitsstelle hat. Ich danke, daß ich gesund bin und mit meiner Schwester spielen kann. Sibylle, Erbach (3. Kl.)
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
9. Februar 2022 Gott, im Licht deiner Herrlichkeit  / tritt auch das Dunkel hervor. / Lass uns die dunklen Seiten / in unserem Leben und in unserer Welt / vor dir aussprechen und benennen, / damit sie sich wandeln können in deinem Licht: / unsere Ungeduld und Rechthaberei, / die Unfähigkeit, zur eigenen Schuld zu stehen / und sie vor anderen zuzugeben, / die Angst vor dem Urteil anderer,  / die uns hindert, nach unserem Gewissen zu handeln, / den Mangel an Mut, an Liebe, an Willen zum Frieden. / Wir bitten dich: / Lass das Dunkle nicht überhand nehmen. / Befreie uns von der Last unserer Schuld. / Gib, dass die Menschen uns verzeihen, / denen wir wehgetan haben. / Und vergib du uns um Jesu Christi willen. Amen.
RefLit
8. Februar 2022

Segen

Mensch
Tritt aus
Aus den Wirren der Angst
Tritt ein
In den Segen Gottes
Und zieh in Frieden


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
7. Februar 2022 O ]esu, Fürst des Lebens, lehre uns mutiger mit dir zu wandeln, / der Welt und allen unsern Feinden getrost unter die Augen treten, und durch keinerlei Stürme der Anfechtung geschreckt werden. / Laß unsere Augen mit festem Glauben auf dich gerichtet sein, und es dir zuversichtlich zutrauen, daß du uns bewahren, erretten und durchhelfen werdest / nach der Macht deiner Gnade und nach dem Reichtum deiner Barmherzigkeit. / 
Gerhard Tersteegen (1697-1769)
6. Februar 2022 Gieb mir doch nach deinem Bilde, / Jesu, treue Willigkeit, / Dass ich mit dem Glaubensschilde / Stehe bis zum letzten Streit! / Was kann Tod und Sünde machen? / Wer darf mir zuwider sein? / Ich will alle Macht verlachen, / Denn du bist und bleibest mein.
Liederschatz 572,8
Wochenrückblick

5. Februar 2022

Versöhnender Gott! /  / Lass mich getrost sein / in einer Welt der Ängste. / Vor dem Virus oder der Impfung. / Vor der Aufspaltung unseres Miteinanders / durch faule Lügen und einen Extremismus, / dem nicht widersprochen wird. /  / Lass Menschen Trost erfahren / in einer Welt des Leides. / Nach Gewalt und Übergriffen. / Nach Verschweigen und Vertuschen / durch Rechtfertigungen und Relativierungen, / die Schmerz und Demütigung erneuern. /  / Lass uns alle die Hoffnung nicht verlieren / in einer Welt des Unfriedens. / Mit Krieg als einer Option der Macht. / Mit der Ausweitung des Konfliktes / durch militärische Drohgebärden und eine Rhetorik, / die Menschen zu Feinden werden lässt. /  / Versöhnender Gott! / Überwinde die Ängste, das Leid, den Unfrieden dieser Welt, / lass uns in Deinem Frieden leben. / Amen! / 


Simon Froben, Bayreuth
4. Februar 2022 Gott, zu dir muss ich keinen Abstand halten, wenn ich zu dir bete, muss ich keine Maske tragen. Wenn ich dich reden höre, werde ich nicht krank. Du wirst mich nicht anstecken, nicht mit bösen Viren, aber mit guter Hoffnung. Hauch mich an mit deinem Geist, sprich dein Wort, dann bleibt meine Seele gesund und der Leib verschont. Du bist meine Zuversicht in den Zeiten der Not. Amen. 
Jürgen Kaiser, Berlin
3. Februar 2022 Gnädiger Gott, / du hast dem Leben vieler Menschen / eine neue Wendung gegeben, / hast verborgene Talente geweckt / und ungeahnte Kräfte erschlossen. / Wir glauben manchmal, / wir seien am Ende, / alles sei für uns gelaufen, / es gäbe nichts mehr zu erwarten. / Wenn wir uns aufgeben, / gib du uns nicht auf. / Hilf uns, / uns selbst neu zu entdecken / im Licht deiner herrlichen Güte.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
2. Februar 2022

Richte uns auf, damit wir verstehen, dass du es gut mit uns meinst und gut mit uns machst. In unserem Alltag halten wir uns für die „Macher“. Wir müssen so vieles bewältigen und sehen doch noch so viel, was unerledigt bleibt. Der Druck ist manchmal kaum auszuhalten. Mach uns genügsam, aufmerksam für die wirklich wichtigen Dinge im Leben und bewahre uns davor, uns zu wichtig zu nehmen.


Georg Rieger, Nürnberg
1. Februar 2022 Entsprungen / Aus deinem Geist / Grosser Geist / Ich  / Ich kleines Ich / Dein Hauch mit mir / Inspiration / Sie umhüllt mich / Sie durchdringt mich / Sie wirbelt mich hinaus in die Einsamkeit / Ich lerne still / Wer du bist / Dein Wort / Mein Juwel / Amen / 
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
31. Januar 2022 Gott,  / du kannst durch ein besonderes Ereignis  / in unser Leben einbrechen.  / Wir bitten dich:  / Lass uns hören, was du uns sagen willst;  / lass uns die Möglichkeit nicht verpassen,  / dich neu kennenzulernen. 
RefLit
30. Januar 2022 Er, des Tod die Sonne schwärzet, / Hängt bei Wölfen als ein Lamm; / Er, des Durst den Vater schmerzet, / Trinkt aus einem Essigschwamm. / Jedes Wort wird ihm verkehret, / Dessen Worte ewig sind; / Der der Menschen Tage mehret, / Den erwürgt das Menschenkind.
Liederschatz 529,2
Wochenrückblick mit Corona

Barmherziger Gott, / jetzt hat es auch uns erwischt. / Zuerst unsere schulpflichtige Tochter, / dann wurde ich krank und nun meine Frau. // Das Warten auf den letzten PCR-Test ist nur noch eine Formsache, / die Quarantäne ist seit Tagen Realität. / In der Wohnung begegnen wir uns mit Maske, / bringen dem anderen das Essen an die Tür. / Nachbarn kaufen ein, wenn es nötig wird. //
Nach den vergangenen zwei Jahren ist das nun eine nächste Stufe der Selbsteintrübung und Lebensverlangsamung. / Wenn es nicht die Hoffnung auf ein 'Danach' gäbe, / bliebe jetzt nur die wütende Resignation. //
Ach ja, das 'Danach'. / Wie wird es aussehen? / Nie gekannte Infektionszahlen? / Schulschließungen und Stillstand in neuen Bereichen? / Weitere Lieferengpässe? / Schmerzhafte Preissteigerungen? / Steigender Hass auf den Plätzen? //
Barmherziger Gott, / bist Du gerade ansprechbar oder wegen der Vergehen Deiner Hirten selbst in Quarantäne? / Oder wie schützt Du Dich vor der Durchseuchung Deiner Kirche? / Trotzdem, es wird Zeit, das Handeln nicht dem Virus und den überforderten Systemen zu überlassen. / O.k., wenn wir Glück haben, wird das Virus an seinem Erfolg ersticken. / Aber was ist mit den Systemen, in denen wir uns eingerichtet haben? / Selbsteintrübung und Lebensverlangsamung sind keine guten Bedingungen, / um hier neue Wege zu finden. //
Barmherziger Gott, / Du hast das Elend Deines Volkes längst gesehen. / Drum steig' herab, / Führe uns heraus (2. Mose 3,7-10)! / Amen.


Achim Detmers, Hannover
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