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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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Wochenrückblick

Tagesgebet für Friedenszeiten 

Der Augenblick des Zurückschreckens am Morgen: / Der Krieg so nah! / Welche Gräuel kommen aus der Nacht?

Das Kreisen der Sorgen im Anlauf des Tages: / Was wird nur werden? / Wie kann es weitergehen?

Die Leere der Ohnmacht zur Mittagsstunde: / Wie lässt sich gegen den Krieg und seine Mächte / für den Frieden arbeiten?

Am Nachmittag der Kampf gegen die Gewöhnung: / Weil Kriegsnot und Flüchtlingselend weltweit / immer alle betreffen.

Im Dämmern der Abendstunden die Einbettung der Ängste: / Wo Hoffnungen Grund und Anlass suchen, / wo Zuversicht Notwendigkeit wird.

Zur Nacht das Schöpfen und Erträumen der Ruhe: / Wenn Leitern bis zum Himmel reichen, / kann es Frieden werden für den Menschen.

Ach, Gott, / wenn doch nur endlich die Waffen schwiegen! / Die Tage bringen Last genug. / Gib Frieden, Gott, gib Frieden! / Amen! 


Simon Froben, Bayreuth
18. März 2022 Gütiger Gott, wenn wir helfen wollen, dann schenke uns das richtige Maß, dass wir uns nicht verausgaben oder den Empfängern der Hilfe auf die Nerven gehen. Wir brauchen Engagement und Begeisterung, müssen aber auch unsere und die Grenzen Anderer wahren.
Georg Rieger, Nürnberg
17. März 2022 Gott, / du bist barmherzig. / Wir bitten dich: / Erinnere dich an dein Erbarmen und an deine Güte / und sieh nicht auf unsere Schuld, / damit wir einen Freiraum haben, / in dem ein Neuanfang möglich ist. / Dies bitten wir dich im Namen Jesu Christi. 
RefLit
16. März 2022 Gott, bist du in Kiew und Mariupol, in Cherson und Charkiw? Bitte, sei bei den verzweifelten Menschen, den mutigen, den ängstlichen, den verletzten. Sei da mit deinem Trost, deiner Kraft und schenke Leben. Bitte, sei bei denen, die den Auftrag haben zu töten. Fall ihnen in den Arm. Lass sie den Wahnsinn erkennen und innehalten. Sei du da und rette Leben. Amen
Meike Waechter, Berlin
15. März 2022 Barmherziger Gott! / Du wartest auf mein Gebet. Ich falte die Hände, ich schließe die Augen und oft passiert nichts. Kein Wort dringt aus meiner Seele auf zu dir. Nur ein Schweigen. / Dann warte ich auf deine Stimme in mir, die mir die Worte gibt. So gib mir die Worte, mit denen ich zu dir beten soll. Sprich du selbst mir geistlich Armen das Gebet zu dir. Lehre mich beten, durch Jesus, deinen Sohn. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
14. März 2022

Mein Gott! stehst du genauso ohnmächtig wie wir vor diesem Ausbruch der Gewalt?  / Wir würden so gerne erfahren, dass du dem Gewalttätigen mit Blitz und Donner den Garaus machst. Und den Bomberpiloten und Panzergrenadieren die Einsicht vermittelst, dass sie die Motoren abstellen, aussteigen und nachhause gehen sollten. Ist das Wunschdenken?  / Wenn du das Meer teilen würdest, durch das die Menschen flüchten könnten, in ein Land, wo die Wohnungen sicher sind und in den Krankenhäusern Menschen behandelt werden können.

So viel Leid und so viel Mut erleben wir gerade bei denen, deren Lebensraum zerstört wird. Und wir nehmen allen Mut zusammen und helfen, wo wir können. Wer kann räumt ein Zimmer um und macht ein Bett frei. Für eine Mutter mit ihren Kindern, die noch nicht wissen, ob sie Mann und Vater noch mal in die Arme schließen können.

Wir bitten dich von Herzen, wir flehen dich an Vater in den Himmeln: Vertreib die Dämonen. Zeig den Mächten und Gewalten, die nur Zerstörung und Tod können, die Rote Karte. Und bereite dir Menschen vor, die jetzt schon eine Idee davon entwickeln, was sein könnte, wenn die Waffen endlich schweigen und etwas Neues entstehen darf. Wenn Lebensraum wieder aufgebaut werden kann. Und aus Feindschaft der Wille zum Zusammenleben erwachsen muss.

Ohne Hoffnung kann kein Mensch leben. Du bist der Grund für unsere Hoffnung. Du bist der Fels, auf den wir trauen, auch wenn der Boden unter den Füßen bedrohlich wankt. Amen


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
13. März 2022 Ein kleiner Anfang ist gemacht; / Die Erde ist noch sehr voll Nacht. / Ach brich hervor zu unsrer Zeit, / Du Sonne der Gerechtigkeit!
Liederschatz 1082,15
Wochenrückblick Barmherziger Gott, / in diesen Tagen steigen Gebete auf zu Dir: / Gebete von Flüchtenden, / von Menschen im Bunker, / von Soldaten, die überleben wollen, / von Schwangeren in Notunterkünften, / von Angehörigen, die auf Nachricht warten, / von Trauernden, / von Händlern, deren Existenz bedroht ist. //
Sie alle sehen mit Grauen, / wie dieser Krieg alle Gewissheiten zerfrisst, / wie der sehnlich erwartete Frühling durch Kriegspropaganda beschmutzt ist: / Waffenlieferungen, Atomraketen, chemische Waffen, Vakuumbomben, Atomreaktoren. / Uns wird ganz schwindelig bei jedem Wort. / Ahnen wir doch, was das alles bedeutet. //
Barmherziger Gott, / wenn wir Dich bitten, / dem ein Ende zu machen, / legen wir alle Verantwortung in Deine Hände. / So, als ob wir mit unserem Wegsehen nicht mitgetan und unseren Vorteil gezogen hätten. / So, als ob wir wieder mal nichts machen könnten und uns wenigstens darin beruhigen dürften. //
Darum weck uns auf aus dieser Erstarrung! / Lass uns die Wege, / die wir schon längst hätten einschlagen wollen, / gehen in der Zuversicht, / dass auf diesen Wegen Verheißung liegt! / Verheißung für eine andere Welt, / für eine Welt, / in der Du alle Tränen trocknen wirst / und alle Gebete sammelst in Deiner Treue. // Amen.
Achim Detmers, Hannover
11. März 2022

Du unser Gott, / auf den wir hoffen, / dein Schutz ist stärker / als unsere Angst, / dein Trost viel größer / als unser Kummer, / und deine Liebe reicht weiter / als unser  Leben. / Auf diese Gewissheit gründest du uns. / Aber wenn uns nächtliche Gedanken quälen, / und Worte uns im Alltag treffen / wie giftige Pfeile, / verlieren wir leicht diesen Halt.

Gott, / bleib du uns Zuflucht vor allem Bösen, / schick deine Engel, / dass sie uns behüten / durch alle Anfechtung. / Erbarme dich über unsere geängstigte Seele.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
10. März 2022

Nein, um Wunder bitte ich nicht – Gott. / Du lehrst mich durch die Geschichte: / Gewalt und Leid hören nicht auf. / Dein Erwählter am Kreuz. / Die sechs Millionen zur Asche.  / Die Opfer von Kriegen ohne Zahl. / Nein, um Wunder bitte ich nicht. /  / Hör meine Klage – Gott. / Die Toten preisen dich nicht. / „Hast du nicht andern Segen?“

Komm Gott / Keuche mit den Fliehenden / Schrei mit den Verwundeten / Stirb mit dem Sterbenden! / Komm Gott / Zeig uns dein Weinen / Überzeug uns von deinem Mit-Leiden! 

Nein, um Wunder bitte ich nicht – Gott.  / Du lehrst mich durch die Geschichte / Gewalt und Leid hören nicht auf. / Aber auch:  / die Vernunft kämpft um ihr Recht / der Widerspruch verstummt nicht / die Gerechtigkeit gibt das Ziel an / die Liebe leistet Übermenschliches / die Hoffnung überwindet. / Komm Gott / Sei mit uns Mutlosen ... / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
9. März 2022

Gott, ich wache morgens auf. Draußen singen Vögel. Ich habe gut geschlafen. Mein erster Gedanke geht in die Ukraine. Ich denke an die Frauen und Männer, die die Nacht nicht in einem Bett geschlafen haben, sondern im Luftschutzkeller oder auf dem U-Bahnhof. Ich denke an die Kinder, die weinen, hungrig sind und nach Hause wollen. Ich denke an die Vögel, deren Gesang von Geschützen übertönt wird. Ich fürchte, niemand hat gut geschlafen. Gestern nicht, heute nicht, morgen auch nicht. Gott, ich klage dir das Leid der Menschen im Krieg. Mach dem ein Ende. Amen


Meike Waechter, Berlin
8. März 2022 Gott,  / du erhörst Gebete.  / Wir bitten dich:  / Höre uns, wenn wir zu dir rufen,  / damit unser Vertrauen zu dir wächst.  / Dies bitten wir dich durch Jesus Christus,  / der mit dir und dem Heiligen Geist regiert in alle Ewigkeit.
RefLit
7. März 2022 Enough, Lord,
Enough hate.
Enough violence.
Enough pain.
More humanity.
More love.
More peace.
Teach us good Lord.
And quickly.
Susan Brown, Dornoch, Schottland
6. März 2022

Was irgendwo verdorben ist / In der Gemeine Dingen, / Womit du nicht zufrieden bist, / Wollst du in Ordnung bringen. / Die eigne Hilfe tauget nicht, / Wir können nichts bereiten; / Drum sende du dein Recht und Licht, / Uns wieder einzuleiten!


Liederschatz 1027,3
Wochenrückblick

5. März 2022

Gott, sag, hast du die Narren diese Woche gesehen? / Ich meine nicht die, die glauben, sie könnten die Welt beherrschen. / Ich meine die, die nicht aufhören an den Frieden zu glauben, auch wenn ihnen bang ist. / Ich meine die, die auf die Straßen gehen und leise demonstrieren gegen Machtgebrüll und Kanonenlärm. / Ich meine die, die aufbrechen, um zu trösten, wo die Trostlosigkeit herrscht. / Ich meine die, die Position beziehen und um Lösungen ringen, wo alles zu eskalieren scheint. / Ich meine die, die dir mit Gebeten in den Ohren liegen, auch wenn sie selbst nicht mehr an die Macht der Gebete glauben. / Gott, steh deinen Narren bei! / 


Carolin Springer, Berlin
4. März 2022

Barmherziger Gott, Herr des Himmels und der Erden / und um Jesus Christus willen auch für uns / Vater und Mutter in den Himmeln. / Wir suchen deine heilsame Nähe im Gebet.

Wir beten für deine Kinder, die sich nicht so unbedrängt wie wir  / zu dir bekennen können, für die das auch lebensgefährlich sein kann. / / Wir beten für die, die verzweifelt sind, für diejenigen, die keinen Weg mehr sehen. / Wir beten für die Kranken und Sterbenden.

Herr der Stunden und der Jahre. / Wenn jeder neue Tag, wenn die Zeit die kommt und vergeht  / Chancen, Möglichkeiten und Hoffnungen enthält,  / die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen sollen und dürfen.  / Wenn wir erwachen und aufstehen, zugreifen und etwas Neues schaffen dürfen,  / dann öffne uns die Augen dafür, HERR.  / Und stärke unsere müden Glieder. / Und Zuversicht brauchen wir von Dir. / Neue Zuversicht, dass aus dem, was wir schaffen Frucht wächst.  / Frucht, die Dir Ehre macht.  / Darum bitten wir dich für heute. Und für morgen.  / Amen. 


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
3. März 2022

Nicht wie du

Ich bin nicht du
Ich bin nicht wie du
Du bist Gott
Ich bin Mensch
Das ist wie es ist
Ich kann auch nie göttlich werden
Ich kann nicht vollkommen sein
Ich bin von Anfang an unvollendet
Auf Fehler programmiert
Das entlastet mich
Ich muss nicht mehr sein als ich bin
Das zu akzeptieren ist menschlich
Denn du liebst mich wie ich bin
Ich liebe mich auch so
Versöhnlich
Dann bin ich frei
Mehr mit mir zu wagen
Über mich ein wenig hinauszuwachsen
Hin zu dir


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
2. März 2022

Gott, wir fordern keine Wunder, aber wisse: Wir haben auch nichts dagegen! Es liegt ja so vieles an uns und nicht an dir. Aber trage das Deine dazu bei, dass uns das Wunder gelingt, Gerechtigkeit in der Welt zu säen, damit Friede wächst. Amen.


Jürgen Kaiser, Berlin
1. März 2022

Du, unser Gott, / wenn du uns nicht beistehst, / wie kann dann verhindert werden, / dass sich Krieg und Gewalt immer weiter ausbreiten, / dass immer mehr Menschen verwundet werden und sterben müssen, / und unfassbares Leid über Europa kommt.

Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine, / die den russischen Angriffen ausgeliefert sind: / für die Mütter, die um das Leben ihrer Kinder bangen, / für die Männer, die ihre Familien nicht schützen können, / für alle, die fliehen müssen aus ihrem Zuhause, / für das Land, dessen Traum von Freiheit brutal zerstört wird. / Gott, lass die Betroffenen nicht ohne Beistand!

So viele junge Männer auf beiden Seiten / müssen nun ihr Leben riskieren / für einen Krieg, / der nichts bringt als Unheil und Leid, / der ihr Gewissen zerstört / und sie gefangen hält in unmenschlichen Befehlsstrukturen. / Gott, auch um ihretwillen bitten wir dich um ein Ende des Krieges. /  / Wir bitten dich für alle, die Macht haben,  / Einfluss zu nehmen auf das Geschehen,  / und dem Größenwahn Putins Grenzen zu setzen: / stärke ihre Gemeinsamkeit, / gib ihnen Weisheit, richtige Entscheidungen zu treffen, / und Mut, daran festzuhalten, / selbst wenn ihnen andere in den Rücken fallen.

Wir bitten dich auch für Putin selbst und seine Lakaien, / dass sie zur Besinnung kommen / und die Gewalt beenden, / die Europa und die ganze Welt bedroht. / Gott, wir haben Angst vor dem, / was noch kommen kann, / Plötzlich ist auch unser Leben in Frieden, / das uns so selbstverständlich war, / gefährdet, / plötzlich erleben wir eine Bedrohung, / die sonst immer nur weit weg von uns zu spüren war. / Steh du uns bei, / und stärke unser Vertrauen auf dich und deine Güte, / aller Angst zum Trotz.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
28. Februar 2022

Nein, um Wunder bitte ich nicht – Gott.
Du lehrst mich durch die Geschichte:
Gewalt und Leid hören nicht auf.
Dein Erwählter am Kreuz.
Die sechs Millionen zur Asche.
Die Opfer von Kriegen ohne Zahl.
Nein, um Wunder bitte ich nicht.

Hör meine Klage – Gott.
Die Toten preisen dich nicht.
„Hast du nicht andern Segen?“

Komm Gott
Keuche mit den Fliehenden
Schrei mit den Verwundeten
Stirb mit dem Sterbenden!

Komm Gott
Zeig uns dein Weinen
Überzeug uns von deinem Mit-Leiden!

Nein, um Wunder bitte ich nicht – Gott.
Du lehrst mich durch die Geschichte
Gewalt und Leid hören nicht auf.
Aber auch:
die Vernunft kämpft um ihr Recht
der Widerspruch verstummt nicht
die Gerechtigkeit gibt das Ziel an
die Liebe leistet Übermenschliches
die Hoffnung überwindet.

Komm Gott
Sei mit uns Mutlosen ...

AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
27. Februar 2022

Du Gott des Friedens,

wir sind gerade in heller Aufregung angesichts des Krieges in der Ukraine. Gerne würden wir etwas tun, um die Aggression zu stoppen und das Leiden zu verhindern.

Doch wir ahnen, dass selbst alles Beten nichts nützt. Die Raketenbeschüsse und der Vormarsch werden weitergehen und es wird noch viele Tote geben.

Wenn wir dennoch zu dir beten, Gott, dann weil wir glauben, dass immer noch einen Rest Hoffnung gibt. Wie du den Lauf der Dinge lenkst, übersteigt unsere Vorstellungskraft. Vielleicht kannst du in vielen Situationen der Mitmenschlichkeit eine Chance geben. Oder gar diejenigen, die Entscheidungen treffen, zur Vernunft bringen.

Beim Beten merken wir aber auch, dass wir Grund haben, über uns selbst nachzudenken: Warum bekommen wir es nicht hin, friedlich miteinander zu leben? Was haben wir in der Vergangenheit versäumt und was können wir künftig tun?

Mach uns konsequent darin, Machthungrigen die Stirn zu bieten. Lass markige Sprüche ins Leere laufen. Schenke uns Vertrauen und Mut, so dass wir uns ein Zusammenleben ohne Grenzen vorstellen können.

Gott, lass uns über unserer Betroffenheit die eigene Verantwortung nicht vergessen: die Menschen, um die wir jetzt bangen, brauchen auch dann unsere Solidarität und Unterstützung, wenn die Berichterstattung sie aus den Augen verliert. Und das gilt für Menschen in vielen Ländern der Erde, in denen jetzt auch Krieg ist.

Amen!


Georg Rieger, Nürnberg
Wochenrückblick

26. Februar 2022

Ach mein Herr, Gott des Friedens!/  KRIEG, und das so nah! FEUER im europäischen Haus! Einem Land wird in Wort und Tat das Existenzrecht in seinen Grenzen abgesprochen. Es wird böse umzingelt und mörderisch überfallen. / Mir kommen Bilder von zerfetzten, brennenden und sterbenden Menschen, von fliehenden, verängstigten, zutiefst verstörten Kindern.

Ich gestehe ein: Ich weiß über dies Land nur wenig Aktuelles. Im letzten Jahrhundert war es Ort beispielloser Verbrechen. Acht Jahre Krieg und Besetzung eines Teiles des Landes habe ich nur am Rande zur Kenntnis genommen. / Wer hat was verkehrt gemacht, Verhängnisvolles geredet oder getan? / Jetzt ist Krieg. Wo führen wieder Wege zum Frieden? Und was soll ich denken und tun? / Die Diakonie einer reformierten Kirche dort in der Ukraine bittet um Hilfe für ihre Projekte. Als Jugend- und Konfirmandengabe 2022 ist diese Hilfe geplant. / Meine rheinische Kirche hat Verbindungen nach Pskow, in Russland an der Grenze zu Estland. Eines der ersten modernen Behindertenzentren in Russland, entstanden nach Versöhnungsbegegnungen in der einst von Deutschen grausam besetzten Stadt, Verbindung auch mit der russisch-orthodoxen Kirche.

Friedenswege, Friedenschancen noch im Krieg? / Herr, gib du mir Klarheit für das, was ich jetzt tun kann und soll. Mach mich stark gegen Lüge, Kriegsgeschrei, Feigheit, zynische Fühllosigkeit und gegen nur scheinbar logische, aber verhängnisvolle Konsequenzenmacherei. / Halte mich beim großen Traum von deinem Schalom. Aber lass mich keine Zeit vergeuden mit eigenen Friedensträumereien. Mach mich widerständig und wirklich solidarisch mit denen, die jetzt leiden! / Und wehre du denen, die so Böses planen und tun.

"Jesus, sammle meine Sinne, dass die Seele nicht zerrinne in den Schreckensbildern dieser Welt. Sei du selbst die gute Wache, die im innersten Gemache des Gemütes Ordnung hält."// (nach EKG 305, 4)


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
25. Februar 2022 - aus aktuellem Anlass

Friedensgebet zum Krieg in der Ukraine

Gott, / nun ist Krieg in Europa, die Appelle wurden nicht gehört. Nur du kannst noch helfen. Darum beten wir zu dir und bitten dich: / Hindere die Soldaten am Schießen. Lass die Raketen auf leeren Feldern einschlagen. Lenke die Panzer in ihre Kasernen zurück.  / Halte deine Hand über den Menschen in der Ukraine. Beschütze sie.  / Gebiete Putin Einhalt, reden ihm ins Gewissen, und wenn er keines hat, gib ihm eins.  / Ermutige und stärke alle Menschen in Russland, die die Aggression Putins nicht mitgehen wollen.  / Gib Geschlossenheit, Klarheit, Entschiedenheit den Politikerinnen und Politikern in Europa und den USA, um diesen Dämon einzugrenzen.  / Gib Frieden, Herr gib Frieden. Es ist ja doch kein anderer, der gegen die Macht der Finsternis und der Lüge streiten könnte! Gib Frieden, Herr gib Frieden, wir bitten Dich!


Jürgen Kaiser, Berlin
24. Februar 2022 - Gebete aus aktuellem Anlass

Für den Frieden in Europa 

Gott, voller Sorge kommen wir vor dich.  / Wir haben Angst um den Frieden in Europa. / Da droht ein Krieg vor unserer Tür. / Gott, wir verstehen so vieles nicht. / Truppen ziehen auf, / Waffen werden getestet – auch atomfähige. / Im Osten der Ukraine wächst die Gewalt,  / Menschen werden evakuiert, / Angriffe werden vorhergesagt.

Auf Erleichterung folgt neue Spannung.  / Was wird werden, Gott? / Was wird werden, wenn Recht und Vernunft versagen. / Wenn Waffen fliegen, Menschen leiden, vertrieben werden, sterben. / Wenn junge Männer und Frauen eingezogen werden. / Wenn Wirtschaftssanktionen den Alltag belasten.

Unsere Alten wissen noch, wie es war, vor 80 Jahren. / Sie kennen noch die Gräuel von Bombennächten, Flucht und Vertreibung, / die Trauer an Gräbern. / Danach haben wir uns geschworen: Nie wieder!  / Und nun: Ist das Versprechen vergessen?  / Gott, gib deine gute Geistkraft. / Gib sie den Diplomaten, die ringen. / Gib sie den Menschen, die nicht aufhören zu beten. / Zeige Wege aus der Verklammerung. / Wege, in denen niemand das Gesicht verliert. / Gib der Vernunft eine Chance / und lass Versöhnung wachsen – / in den Herzen, in den Worten, in den Taten. /  / Gib Frieden, Gott, gib Frieden / Amen. 

 

Friedensgebet zum Krieg in der Ukraine

Gott, / nun ist Krieg in Europa, die Appelle wurden nicht gehört. Nur du kannst noch helfen. Darum beten wir zu dir und bitten dich: / Hindere die Soldaten am Schießen. Lass die Raketen auf leeren Feldern einschlagen. Lenke die Panzer in ihre Kasernen zurück.  / Halte deine Hand über den Menschen in der Ukraine. Beschütze sie.  / Gebiete Putin Einhalt, reden ihm ins Gewissen, und wenn er keines hat, gib ihm eins.  / Ermutige und stärke alle Menschen in Russland, die die Aggression Putins nicht mitgehen wollen.  / Gib Geschlossenheit, Klarheit, Entschiedenheit den Politikerinnen und Politikern in Europa und den USA, um diesen Dämon einzugrenzen.  / Gib Frieden, Herr gib Frieden. Es ist ja doch kein anderer, der gegen die Macht der Finsternis und der Lüge streiten könnte! Gib Frieden, Herr gib Frieden, wir bitten Dich!


Susanne Bei der Wieden / Jürgen Kaiser, Berlin
23. Februar 2022 Gott,  / du teilst deine Güte großzügig aus.  / Wir bitten dich:  / Lass unter uns deine Menschenfreundlichkeit  / und Geduld gedeihen. 
RefLit
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