Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Meike Waechter, Berlin
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Jahresausblick (Gebet zur Jahreslosung Mk 9,24)
Hilf meinem Unglauben, Gott!
Denn ich schaue nicht wirklich zuversichtlich in die Zukunft.
Mein Vertrauen ist erschüttert. In die Menschen? In dich? Ich weiß es nicht.
Ich glaube, dass du deine schützende Hand über mich hältst und über die Welt, in der ich lebe.
Diese Zuversicht tröstet mich aber nicht darüber hinweg, dass ich die Lebensgrundlagen, den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und den Frieden in der Welt bedroht sehe.
Ich glaube auch, dass du uns Menschen Auswege zeigst, dass du uns nicht ins Verderben führst. Doch ich muss in diesen Tagen immer wieder an Zeiten denken, in denen auch viele meinten, es könne nichts Schlimmes passieren.
Hilf meinem Unglauben, Gott!
Ich kann diesen Satz aus der Jahreslosung nicht so verstehen, dass ich an das Gute im Menschen glauben und mich nicht aufregen soll. Anderseits will ich mich auch nicht zu wichtig nehmen, sondern mich in deinen Dienst stellen.
Ich glaube, dass du die richtige Einsicht in die Dinge vermittelst, dass ich von dir die nötige Kraft zum Streiten erbitten darf, und dass du das richtige Maß schenkst. Denn ich will nicht verbittert werden und trotz allem fröhlich und ausgelassen sein können.
Ich glaube an dich, Gott! Du bist die Zuflucht aller meiner Gedanken und der Grund aller Lebensfreude. Du bist es auch, der mir meinen Unglauben verzeiht und mir immer wieder hilft, mit ihm umzugehen. Dafür danke ich dir, Gott!
Georg Rieger, Nürnberg
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Gudrun Kuhn, Nürnberg
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
Karl Barth (1886-1968)
Gudrun Kuhn, Nürnberg
God the Creator, Thou hast made the bread. / Christ the Redeemer, Thou hast changed it. / Holy Spirit, the Binder, Thou dost convey it: / bread for our touching, food for our souls: / Even as our lives are bound together in Thee. // God the Creator, Thou hast made the wine. / Christ the Redeemer: Thou hast changed it: / Holy Spirit, the Binder, Thou dost convey it: the cup from hand to hand, the life blood from heart to heart: / Even as our lives are bound together in Thee. // God the Creator, Thou hast changed us. / Christ the Redeemer, Thou hast changed us. / Holy Spirit, the Binder, Thou dost keep us changed: / Even as now we are bound together in Thee. / Amen.
George F. Macleod, Iona / Scotland 1987
28. Dezember 2019
Ach Du großer Gott, / heilige Tage liegen hinter uns! / Nicht, weil wir diese Tage heilig oder auch nur heil gemacht hätten; / nicht, weil wir alles besonders schön vorbereitet / oder diese Tage in seligem Frieden gefeiert hätten; / auch nicht, weil wir im Lichterglanz von Herzen schön gesungen / oder besonders zahlreich die Gemeinschaft im Gottesdienst gesucht hätten; / und noch nicht einmal wegen unserer großen Bereitschaft, / aus vollen Händen den Armen zu geben / oder wegen der Aufrichtigkeit unserer Gebete / um Frieden und Gerechtigkeit auf dieser Welt / bis hin zu den Kindern von Lesbos. / / All das ist wichtig, wo es geschah. / All das vermissten wir schmerzlich, wo es ausblieb. / Doch heilig sind diese Tage nur durch Dich: / Du, / großer Gott, / Friedefürst / versöhnst unser Leben / als Retter / runzlig rot / inmitten dieser Welt. / / Dafür danken wir dir! / / Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Gott, du Licht auf unseren Wegen – Wir möchten manchmal singen, wie uns die Alten sungen. / Wir möchten die Lieder und Geschichten der Weihnachtszeit mitnehmen in unseren Alltag. / Hilf uns, sie in unser Denken und Handeln zu übersetzen. // Gott, du Anker für unser Schwanken – Wir möchten aufrecht und standfest die Aufgaben bewältigen, die sich uns stellen. Wir möchten unser Christsein in Taten umsetzen.Hilf uns, nicht in Resignation und Zukunftsangst unterzugehen. // Gott, du Trost im Leben und im Sterben – Wir wissen nicht, wie wir uns und andere vor Verbitterung schützen können. Wir wissen nicht, wie wir Leid aushalten können. / Ach, sei doch den Verzweifelnden nicht so ferne. Gib den Helfenden Mut. / Lass uns nicht alleine. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Lieber Gott, danke für diesen schönen Tag heute. Ich bin so froh, daß dem kleinen Spatz, der an unsere Fensterscheibe geflogen ist, nichts passiert ist. Bitte mach, daß meine Freundin bald wieder gesund wird. Bitte mach, daß das Päckchen mit den Kleidern, das unsere Kirchgemeinde nach Polen geschickt hat, ankommt. Danke. Amen. Annemarie, Messel (11 J.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
Gott, du Grund aller Freude, / du hast durch die Geburt Jesu / einen hellen Schein in unsere dunkle Welt gegeben. / Hilf, dass dieses Licht auch uns erleuchtet. / Lass es ausstrahlen in allem, was wir tun, / dass wir dich ehren in Ewigkeit.
RefLit
Great Bunji God, you sent your Son Jesus to be our Saviour, our Guide and our Friend. At the dawn of this new day we pray for strength to follow in his steps, and to be true witnesses for him among our people who love the great earth mother, your gift to them from dreamtime. We pray for all people of all countries, that they may become one great family with Jesus as Saviour. As we come to the evening of this day, may we go to our rest in the quiet hours of the night knowing that, in spite of our human weaknesses, we have truly walked with Jesus. This prayer we offer in the name of Jesus, our Good Friend, Amralba.
Lazarus Lamilami, Northern Territories, Australien 1988
21. Dezember 2019
Barmherziger Gott, / in diesen Tagen wollen wir in die ›Weihnachtstimmung‹ abtauchen / und am liebsten abschütteln, was uns das ganze Jahr über bedrängt: / die Befindlichkeiten in den Familien zu den Festtagen, / die Sticheleien am Arbeitsplatz, / die Nachrichten aus Xinjiang, London, Washington und Madrid. //
Wenigstens ›zwischen den Jahren‹ soll das alles zurücktreten, / denn in Bethlehem beginnt die Verwandlung der Welt von neuem. / Dein Stern leuchtet auf, wo es sonst dunkel ist. / Und die Tyrannen dieser Welt stehen für kurze Zeit im Schatten. / Darauf warten wir am Heiligen Abend, / dass Dein Stern wieder leuchtet / nicht nur für kurze Zeit, sondern für alle Zeit. //
Ach, barmherziger Gott, / Ein Kind ist uns geboren. / Die Weisen sind auf dem Weg. / Die Tyrannen senden ihre Späher aus (Mk 2,16ff). / Behüte Du alles, wonach sie greifen: / die Hoffnung auf Überwindung von Krisen, / das Miteinander für eine bessere Welt, / die Herrschaft von Recht und Gerechtigkeit. //
Darauf warten wir am Heiligen Abend, / dass Du unsere Dunkelheiten erhellst, / dass Du uns einstimmen lässt in den Jubel Deiner Engel / und uns hinüberträgst in das schwierige Neue Jahr. / Amen.
Achim Detmers, Hannover
Erhelle du die Gedanken derer, die im Osten und im Westen an der Macht sind und, / wie es scheint, heute alle nicht recht ein noch aus wissen! Gib den Regierenden und / Volksvertretern, den Richtern, Lehrern und Beamten, gib den Zeitungsschreibern in unserem Vaterland die Einsicht und die Nüchternheit, die sie für ihr verantwortungsvolles Tun nötig haben! Lege du selbst denen, die in dieser Weihnachtszeit zu predigen haben, / die rechten, die nötigen, die hilfreichen Worte auf die Lippen und öffne dann auch die Ohren und Herzen derer, die sie hören!
Karl Barth (1886-1968)
Wie die Träumenden werden wir sein, wenn Du uns befreist. Kein Hass mehr, kein Neid, kein Schmerz und keine Totenklage. Alle Tränen werden abgewischt sein, alles Verletzte verbunden und auf dem Weg der Heilung. Wenn wir Dir hier und jetzt schon vertrauen und dein Heiliger Geist uns leitet, bricht etwas von dieser Befreiung heute schon auf. Wir üben noch HERR, sei und bleibe unser Trainer. Dein Reich komme HERR, dein Reich komme. Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Ach Herr - sieh in unsere Herzen. Sie sind voller Briefe. / Ermunterungen und Erniedrigungen. / Liebeserklärungen und Verabschiedungen. Gute Vorsätze und Schuldscheine. / Wir schleppen uns ab damit. // Ach Herr - such dir ein neues Blatt und schreib dich darauf mit deinem Trost und mit deinen Weisungen. / Nimm alle Verzagtheit von uns. / Alle Blindheit, in der wir behaupten, deine Schriftzüge nicht lesen zu können. / Allen Hochmut, mit dem wir nur unsere eigenen Tagebücher achten. / Alle Niedergeschlagenheit, in der wir nichts mehr von dir erwarten. // Und, Herr, wir werden nicht aufhören, dir unsere Briefe zu schicken. In sie ist alles eingezeichnet, was wir Tag für Tag erleben. / Überglücklich die einen / Verzweifelt die anderen. / Dankbriefe und Trauerbriefe sind es, Protestschreiben und Klageschriften, Versprechen und Geständnisse. // Lass sie an dein Herz dringen. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Herr, Gott, ich bitte dich an diesem Nachmittag: Hilf mir bei meinen Hausaufgaben. Gib mir Kraft zum Verstehen und Geduld zum Lernen. Amen. Hendrik, Erlangen (2. Kl.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
Gott, / himmlischer Vater, / wir bitten dich: / Hilf uns, dass wir deinem Sohn den Weg auf Erden bereiten / und ihn aufnehmen in unsere Herzen, / in unsere Häuser, in unsere Welt. / Dir sei Ehre durch Jesus Christus im Heiligen Geist.
RefLit
Lord Jesus / Bless all who serve us, / who have dedicated their lives / to the ministry of others / all the teachers of our schools / who labor so patiently with so little appreciation; / all who wait upon the public, / the clerks in the stores who have to accept criticism, / complaints, bad manners, and selfishness / at the hands of a thoughtless public. / Bless the mailmen, the drivers of streetcars / and buses who must listen to people who / lose their tempers. / Bless every humble soul who, in these / days of stress and strain, preaches sermons / without words. Amen.
Peter Marshall, Washington 1949
14. Dezember 2019
Ach Herr, für mich nur wenig Advent und viel Hetze der Vorweihnachtszeit? Ach, Sie haben noch nicht ... Wir brauchen doch noch ... Ihr Vorgänger hat immer ... Es ist doch schon am Dienstag ... ? // Ach Herr, Blicke in diesem Advent. Der hilflos-entschuldigende der Frau, die ich zum Alten-Advent abholen will, und ihr Haushalt und ihre Kleidung sind nicht mehr vorzeigbar. / Auf dem zugesandten Plakt das Mädchen in Syrien zwischen zerstörten und verbrannten Häusern, auf den Zehenspitzen ausblickend, wer und was da kommt. / Und auf dem Morgen-Computer das Kleine in der Ärmchen-Messstation im Südsudan, rot bedeutet verhungernd, schon zu schwach um zu gucken. // Du Gott, der auf mich zukommt, Vater, Bruder, mütterlicher Geist, lenke du meine Schritte, meine Aufmerksamkeit, mein Gedächtnis, mein Tun und Lassen in deinem Advent. Amen.
Stefan Maser, Hoerstgen
