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26. Dezember 2022

Mitten im Dunkel / feiern wir das Licht, / das Jesus in die Welt gebracht hat. / Mitten in schlechten Nachrichten / feiern wir die gute Botschaft / von Gottes Menschenfreundlichkeit. / Mitten im Seufzen der Kreatur / feiern wir die Hoffnung, / dass Leid und Tod nicht das letzte Wort behalten. / Mitten in unseren Abhängigkeiten / feiern wir die Freiheit, / zu der uns Christus befreit hat / durch seine bedingungslose Liebe. / Aller Welt Enden sollen sich in dieser Nacht / freuen an der Herrlichkeit / unseres Gottes!

Großer Gott, / richte unseren Blick / auf das Kind in der Krippe / und lehre uns deine Herrlichkeit sehen / im Unscheinbaren. / Öffne unsere Ohren / für die Worte der Himmelsboten, / die unserer geschundenen Erde / Frieden ansagen. / Füg uns zu denen, / die sich aufmachen, / den Christus zu finden / in Menschengestalt. / Füll unser Herz / mit den Lobgesängen / der heiligen Nacht, / und tauche unser Leben / in dein gnädiges Licht.

Du Gott der Fülle: / in schäbige Armut / wurde dein Sohn hineingeboren, / bedroht war sein Leben / von Anfang an. / Das Los eines Flüchtlings / musste er teilen / schon als kleines Kind. / Fremden war er ausgeliefert / auf Gedeih und Verderb. / Nichts Menschliches ist ihm also fremd. / Aber du schenkst uns die Gewissheit: / nichts kann uns scheiden / von der Macht seiner Liebe, / die Böses mit Gutem überwindet, / die mitten im Elend Hoffnung eröffnet / und die Schatten des Todes vertreibt / aus unseren Herzen / und aus unserer Welt. / Dafür danken wir dir, Gott, / und preisen den Namen deines Sohnes, / voller Lebensfreude / im heiligen Geist.


Sylvia Bukowski, Wuppertal