Gebet
Tagesaktuelles Gebet
lebendiger Gott, / um deines Sohnes Jesus Christus willen / auch für uns Vater und Mutter im Himmel. // wir danken dir für die Menschen, / die erkennbar aus deiner Vergebung leben, / die erfahren haben, / das Du retten kannst / aus Lebensgefahr / und völlig verfahrenen Lebenswegen, / und uns Vorbild sind / im Vertrauen darauf, / dass Du es gut mit uns meinst, / auch wenn das, / was vor Augen steht, / eine andere Geschichte erzählen will. //
Wir bitten dich, / dass Du uns in Menschen verwandelst, / die Wegweiser zur dir hin sind, / zu glaubwürdigen Zeugen / deiner Liebe zu allen Menschen, / aber vor allem zu denen , / die mühselig und beladen sind. / Wir bitten dich für die Machtlosen, / die den Aufstand wagen, / und wir bitten dich, / dass du die Mächtigen rechtzeitig / an die Gefahren der Macht erinnerst. //
Zeig, dass du da bist, Herr der Welt, / und schaffen kannst, was dir gefällt. / Du bist nicht, wie die toten Götzen / aus Gold und Silber Menschenwerk. / Du bist die Zuflucht im Entsetzen / und richtest treu dein Augenmerk / auf Lob und Bitte, Qual und Schrei / und stehst uns hundertfältig bei.* //
Lobe den HERRN, meine Seele / und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. / Amen
Fürbittengebet von Gerhard vd Heyden mit Versen von Detlev Block
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Gott, du Schöpfer unseres Lebens, / du bist der Anfang unseres Daseins / und schenkst uns jeden Tag, / was wir zum Leben brauchen. // Und wenn uns etwas fehlt, / dann bist du da, / dass wir uns beschweren können. / Wir bitten Dich, / dass du die Not von Menschen linderst / und dafür sorgst, / dass die nötigen Güter / gleichmäßiger verteilt sind. // Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, was immer uns bewegt, / im Auf und Ab der Welt - / auf dich vertrauen wir / und bitten dich um alles, was wir brauchen: //
Für die, / die krank sind und im Sterben liegen, / lass sie Geborgenheit erfahren; / wir bitten dich: erhöre uns! // für die, / die leiden, wie die Welt und wie das Leben ist, / lass sie vertrauen, dass du hilfst; / wir bitten dich: erhöre uns! // für die, / die auf der Flucht sind / vor den Kriegen, / vor den Katastrophen dieser Welt, / lass sie Zuflucht finden; / wir bitten dich: erhöre uns! // für die, / die zu bestimmen haben / in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, / lenke du ihr Herz und ihren Sinn; / wir bitten dich: erhöre uns! //
Gott, wir danken dir, / dass du uns hörst / und gibst, was wir brauchen, / durch Christus Jesus. / Amen
Walter Wickihalder
Kathrin Rehmat, Zürich
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, ich bin ratlos über die Dummheit der Menschen, die ganz offensichtlich ihr eigenes Unglück wählen. Die Stimmen werden immer lauter, die Beschränkungen von Freiheit fordern, Armut vergrößern und die Zerstörung der Umwelt bewusst in Kauf nehmen. Und die Zustimmung wächst. Gegen jede Vernunft. Selbstzerstörerisch.
Dietrich Bonhoeffer nannte die Dummheit die größere Gefahr als die Bosheit. Und aus seiner Erfahrung des Dritten Reichs war das gut beobachtet. Aber mir kommt es arrogant vor, so zu denken.
Es muss doch einen Ausweg aus diesem Dilemma geben! Kannst du uns den zeigen, gnädiger Gott?! Wir müssen wieder zusammenkommen und zur Vernunft; Entscheidungen treffen zum Wohl der Menschen und der Welt.
Hilf uns die Eskalation vermeiden, auf die alles hinausläuft. Mach uns mutig, aber nicht überheblich! Schenke uns deinen Frieden und die Liebe zu dir, zu uns und zu den anderen.
Georg Rieger, Nürnberg
Unbegreiflicher, unerforschlicher Gott, / wir wissen nicht, wohin uns die Worte tragen, / wenn sie dich suchen: / Du, Gott Vater, Grund von allem, / was ist und was lebt, / du, Gott Sohn, Hoffnung der Welt, / du, Gott Heiliger Geist, / Trost derer,die auf dich warten, / lass unser Gebet zu dir gelangen. //
Wir bringen vor dich unsere brüchige Welt, / die Opfer von Krieg und Gewalt, / die Ofer der Ungerechtigkeit, / die Opfer der zerstörten Schöpfung. //
Wir fragen nach unserer Verantwortung und nach dir: / Wer hat des Herrn Sinn erkannt? / Wir werden still vor dir: / Wir bringen vor dich uns zerbrechliche Menschen, / Dein Sohn, Jesus, ist unser Bruder geworden, / der Bruder der Armen, der Leidenden, / der Traurigen und der Ohnmächtigen. / Wir fragen, wie wir ihm in unserem Leben entsprechen, / nach der Wahrheit unseres Lebens und nach dir: / Wer hat des Herrn Sinn erkannt? //
Wir werden still vor dir: / Wir fragen, wo dein Geist unter uns wirkt, / wie er uns zusammenbringt und versöhnt. / wem wir die Verantwortung überlassen, / wo wir Verantwortung übernehmen. / Wir fragen nach dem Geist, / der uns treibt und nach dir: / Wer hat des Herrn Sinn erkannt? //
Wir werden still vor dir: / Unbegreiflicher, unerforschlicher Gott, / Grund von allem, was ist, Hoffnung der Welt, / du, Trost derer, die auf dich warten, / höre unser Gebet. / Du allein bist unsere Wahrheit, / unsere Kraft und unser Erkennen. / Dir sei Ehre in Ewigkeit. / Amen
Kathrin Oxen, Berlin
Herr, / über den Himmeln thronst Du hoch / und siehest doch die Tiefgebeugten. / Deine Größe hindert Dich nicht, / das Kleine wahrzunehmen / zu schätzen / zu achten / und groß zu machen. // Ehrfürchtig stehen wir vor Dir, / weil wir eine Ahnung davon haben, / dass Dein Weg zu uns / allein Gnade ist / und nicht unser Verdienst. / Dass Du Dich mit uns einlässt / hat mit Deiner Sehnsucht / und mit Deiner Liebe zu uns Menschen zu tun. / Es war Deine Entscheidung zu uns zu kommen. / Es ist Dein Wille, dass wir Leben haben. // Dein heiliger Name, / ist der Grund unserer Hoffnung. / „Ich bin mit Dir“ rufst Du uns zu / und wir hören Dein machtvolles Wort / mitten hinein in unsere Angst, / in unsere Schuld, / in unsere Unsicherheiten. // Sende Deinen Geist, / der uns Dein Wort groß macht, / der ihm Gewicht gibt, / damit es uns befreit / von allem, was uns hindert, / Deinem Sohn Jesus Christus / ins Leben zu folgen. / Amen
Jochen Denker
Allmächtiger Gott! / Dieweil wir in dieser Welt / solchergestalt unsere Pilgerschaft haben müssen... // ... dass wir täglich der Lehre und Leitung deines Geistes bedürfen, //
so bitten wir dich, / du wollest uns verleihen, / dass wir uns in rechter Bescheidenheit v/ on deinem Worte und deinem verborgenen Antrieb / abhängig halten, / auf dass wir ja nicht zuviel / für uns selbst in Anspruch nehmen, / sondern uns unserer Unwissenheit und Blindheit, / ja, unserer Stumpfheit / bewusst bleiben / und darum allezeit / zu dir unsere Zuflucht nehmen, //
auch nicht von des Satans / und der gottlosen Menschen List / uns hierhin und dorthin reißen lassen, / sondern also in deiner Wahrheit befestigt bleiben, / dass wir nimmermehr von ihr weichen, / bis du uns durch den ganzen Lauf / unserer Berufung hindurchleitest / und wir solchergestalt / zu der Herrlichkeit deines Reiches gelangen, / die uns erworben ist / durch das Blut deines eingeborenen Sohnes. / Amen
Johannes Calvin
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / Toleranz, / so lernen wir es in der Schule und in der Gemeinde, / sei ein hohes Gut. / Ohne Toleranz könne das Zusammenleben der Menschen nicht gelingen - / nicht im Kleinen und nicht im Großen. / Und doch lesen und hören wir fast jeden Tag, / jetzt sei es genug mit der Toleranz. / Statt bunter Farben nur noch schwarz-weiß oder schwarz-rot-gold. //
Dabei wissen wir, / dass Du uns alle geschaffen hast, / so wie wir sind, / und mit allem, / was uns prägt und was wir daraus machen. / Nicht nur die Farben unseres Körpers gehören zur Vielfalt Deiner Schöpfung, / auch die Erfahrungen, / die wir machen, / tragen zur Vielfalt unserer Welt bei. / Es gibt Ängste und Hoffnungen, / Träume und Visionen, / fast so viele wie wir Menschen sind. / Nicht alles dient Deiner Ehre, / aber in allem steckt die Sehnsucht nach Anerkennung und Geborgenheit. //
Barmherziger Gott, / Toleranz, so lernen wir, / ist mehr als herablassende Duldung. / Denn die Vielfalt Deiner Schöpfung befreit uns von der Blindheit, / die nur einen Weg für alle sieht. / Die Vielfalt Deiner Schöpfung lehrt uns Anerkennung und Annahme des Anderen. / Darum befreie uns von dem Denken in schwarz-weiß. / Schenke uns den Geist der Neugier und Solidarität. / Nimm uns die Angst, / etwas zu verlieren, wenn wir die selbst gezogenen Grenzen hinterfragen. / Lass uns aufeinander zugehen in Respekt und Freiheit, / lass uns arbeiten an der Versöhnung, / damit die Früchte Deines Reiches wachsen können in Vielfalt und im Übermaß. / Amen.
Achim Detmers
Gott – du bist streng / Gott – du bist gütig // Uns ist gesagt, dass du / jedem und jeder von uns zutraust, / nach deinem Willen zu handeln. / Aber es gelingt uns nicht, // weil wir eingebunden sind in geopolitische Entwicklungen, / die wir nicht beeinflussen können, / weil wir in unserem Wissen beschränkt sind, / weil uns so viele Verpflichtungen gleichzeitig beanspruchen, / weil wir keine Helden und Heldinnen des Glaubens sind. //
Wir bitten dich: / die Jungen – / um Phantasie und Tatkraft, / dass du an ein gutes Ende bringst, / was wir anfangen / die Alten – / um Gelassenheit und Vertrauen, / dass du zurechtrückst, / was wir versäumen. // Gönne uns immer wieder / deine inspirierende Nähe. / Wir brauchen dich, / um dieses Leben in Jesu Sinn zu bestehen. // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, du Sorgender, / du überlässt uns nicht uns selbst, / sondern gibst uns jeden Tag / das Gefühl gebraucht zu sein. / Weil das so ist, / müssen wir uns nichts selbst beweisen. / Und auch nicht den Anderen. / Wir bitten dich, / dass du unseren Ehrgeiz dahin lenkst, / dass wir aus Dankbarkeit handeln / und nicht, / um uns das Himmelreich zu verdienen. / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Guter Gott, / alles, was du tust, / ist Lieben, ist Schenken, ist: / deine Hände auftun / und uns mit Gutem versorgen. / Alles, was wir zu tun haben, / ist Annehmen, Danken und Teilen. // Wir sind ganz und gar in deiner Hand, / das erkennen und bekennen wir. //
Wir falten unsere Hände zum Gebet / und preisen deine Güte. / Wir greifen nach deiner ausgestreckten Hand / und lassen uns von dir leiten. / Wir reichen einander die Hände zur Versöhnung; / denn du bist unser Friede, / du bist unser Vater / und wir deine Kinder, Menschengeschwister. //
Wir erheben die Hände zum Schwur / und versprechen, / uns nicht länger an der Schöpfung zu vergreifen. / Wir öffnen unsere Hände / und geben weiter von dem, / was wir empfangen haben, / an jene, / die ebenso bedürftig sind wie wir / und ohne unsere Solidarität nicht leben können. //
Halte deine Hand über uns: / - Über deine Kirche: / Dass sie nicht mut- und kraftlos werde, / sondern entschlossen und beherzt / das Kommen deines Reiches bezeugt. // - Über unsere Stadt und unser Land: / Dass Verständnis und Frieden wachse / und Spaltung und
Has überwunden werde. // - Über unseren Kontinent und den gesamten Globus: Dass wir sorgsam / mit den endlichen Ressourcen / umzugehen lernen / und alle Menschen / sich wechselseitig als deine Ebenbilder betrachten. //
Stärke unsere Hände, / zu tun, was in unseren Kräften steht, / um deinen Willen auf Erden / in die Tat umzusetzen. / Wir rufen dich gemeinsam an mit den Worten, / die uns Jesus Christus, dein Sohn, unser Herr, / unser Bruder, gelehrt hat: //
Unser Vater ...
Stephan Schaar
Lord, listen to the babies crying! / They were ripped from their mother’s arms, / pulled off their father’s laps / and locked up with strangers - / as a warning, as a weapon of war. // Lord, listen to those babies. / Jesus showed us your heart for children. / He told us that if any of us put a stumbling block / before one of these little ones, / we might as well have a great millstone / fastened around our necks / and be drowned in the depths of the sea. / That’s what he said. // Lord, listen! / Yes, I’m listening, too. / I won’t shut my ears. // There are babies in my life, / babies at the borders of Europe. / Lord…
Catherine MacMillan
Bei dir / Im Gebet // Das ist der Himmel / So stelle ich mir ihn vor / Ein freier Raum / Wo alles seinen Platz findet. / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Lebensmächtiger und barmherziger Gott, / du hast dich mit dem jüdischen Volk auf ewig verbündet, / begleitest es durch alle Zeiten, / lehrst es Gerechtigkeit und Güte, / bist sein Trost in Verfolgung und Schmerz, / und Quelle von Hoffnung auf Erlösung. //
Wir danken dir, / dass du uns die Augen öffnest / für deine Treue zu Israel / und für das Viele, das uns verbindet. / Wir lernen aus der jüdischen Weisheit, / und haben begonnen, Jesus, den Juden, / neu zu verstehen. / Nach jahrhundertelanger Feindschaft / erkennen wir uns endlich als Geschwister / im Glauben und Hoffen. //
Auch deshalb lässt uns nicht kalt, / was jüdischen Menschen widerfährt: / wenn sie in unserem Land angegriffen werden, / mit giftigen Worten und mit körperlichen Attacken, / wenn ihre Friedhöfe geschändet werden, / und ihre Synagogen Polizeischutz brauchen. //
Wir nehmen Anteil an dem, was in Israel geschieht, / dem kleinen Land mit so vielen Feinden, / und können nur ahnen, / was das Massaker des 7. Oktobers ausgelöst hat, / dort und in der weltweiten jüdischen Gemeinschaft: / wieviel Trauer um die Toten, / wieviel alte Angst vor Vernichtung, wieviel Wut, / und wieviel unerträgliches Bangen / um das Leben der Geiseln. //
Die harte Antwort Israels / hat nun so viel Leid in Gaza geschaffen, / so viel Zerstörung, soviel Verzweiflung, / soviel neuen Hass. //
Unser Herz schlägt für die zahlreichen Israelis, / die Woche für Woche auf die Straße gehen / für die Befreiung der Geiseln, / und für das Ende dieses Krieges, / der auch Israel mit in den Abgrund reißt. / Schaff diesen Menschen Gehör bei den Mächtigen / und erhalte ihnen die Widerstandskraft. //
Erbarme dich der Familien in Gaza, / die so viel verloren haben, / die keine sichere Bleibe mehr haben, / die ihre Kinder nicht schützen können / und ihr Leben riskieren, / wenn sie um Nahrung anstehen. / Ihr Schmerz schreit doch zu dir in den Himmel / und fordert Hilfe, auch von uns. //
Gott, gebiete du all denen Einhalt, / die immer weiter zu Hass aufrufen / und Gewalt ausüben, / sei es gegen Menschen in Israel, / oder gegen Menschen in Gaza / und im Westjordanland. / Schaff in ihnen ein mitfühlendes Herz / und gib ihnen einen neuen, friedlichen Geist. //
Stärke die Tapferen auf beiden Seiten, / die sich immer noch weigern, / Feinde zu sein, / und die nicht aufhören, / an Versöhnung zu glauben. / Breite deinen Frieden aus, / wie du versprochen hast, / über Israel und seine Nachbarn / und über alle Völker unserer zerrissenen Welt. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / Gipfeltreffen und Krisendiplomatie standen in der zurückliegenden Woche auf dem Spielplan. / An der Choreografie wurde intensiv gearbeitet. / Schöne Bilder sollten in die Welt hinausgehen: / Kampfjets, rote Teppiche, Handshakes, Outfits und ein Brief der First Lady. / Und mittendrin der selbstermächtigte König mit den überhängenden Krawatten. //
Hast Du auch zugeschaut, Gott, wie König Goldfinger Lord Voldemort die Aufwartung machte? Wie er seine Seele an den Kriegsverbrecher und Massenmörder verkaufte für nichts? / Die verstörenden Bilder aus Alaska haben sich ins Gedächtnis eingebrannt / so wie die Bomben, die Tag für Tag in der Ukraine einschlagen. //
Und, Gott, hast Du auch gesehen, wie die europäische Notdelegation zu König Goldfinger reiste, / damit der kleine Mann in ihrer Mitte nicht erneut im golddrappierten Darkroom der Hauptstadtjournaille zum Fraß vorgeworfen wird? / Hast Du gesehen, / wie sie versuchten, König Goldfinger mit Ehrerbietung und Lobhudelei zu besänftigen? //
In was für Zeiten lässt Du uns da leben, Gott? / Das sind Szenen wie gemacht dafür, / später in den Geschichtsbüchern auf die nachfolgenden Katastrophen zu verweisen. / Ist der Wahnsinn nicht schon genug? / Warum, Gott, warum setzt Du dem kein Ende? / Warum gibst Du denen Recht, / die bei sich denken: / »›Auch das hat Gott bereits vergessen! / Er hat ja sein Gesicht bedeckt, / die ganze Zeit schon nichts gesehen!‹ Steh auf, Herr! Greif ein, Gott! / Vergiss die Elenden nicht! (Ps 10,11f). Amen.
Achim Detmers, Hannover
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Kathrin Rehmat, Zürich
Im Gebet stehen wir vor Dir / Du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs / und durch Jesus Christus auch für uns Vater und Mutter im Himmel. / aber ehrlich gesagt: mir gehen die Worte aus; / was sollen wir noch beten HERR? //
So lange schon der Krieg in und um die Ukraine, / viel zu viel Tote und Verletzte, / zerstörter Lebensraum / und jeden Tag und jede Nacht / Angst vor neuen Bomben und Explosionen. //
So lange schon der Krieg in Israel und Palästina; / unzählige Gebete für die Geiseln / in den Tunneln der Hamas-Faschisten, / für die Palästinenser, / die von ihrer eigenen Regierung geopfert werden. / der Bürgerkrieg im Sudan, die Hungersnot im Jemen... / ...mächtige Männer, die handeln, / als wären sie Götter. //
Wie lange willst du noch schweigen HERR? / wie lange noch? //
Ach wenn es doch mehr Menschen gäbe, / von denen man hört, das du mit ihnen bist, / denen man sich gerne anschließen möchte. *) / weil das so eine Art Keimzelle ist für ein zeichenhaftes Leben, / weil dort Ströme lebendigen Wassers fließen und Brot des Lebens zu finden ist. //
Menschen bei denen man Trost findet, wenn einem das Leben schwer wird. / Kraftorte, an denen man zur Ruhe kommt / und sich sammeln kann. / Lebensraum, den Du regierst. // Dass deine Kirche wieder zu etwas wird, / dem man sich gerne anschließt, / weil dort deine heilsame Nähe erfahren werden kann, / daran wollen wir gerne mitarbeiten. //
All das Leid und den Krieg in dieser Welt, / können wir nicht verhindern, / das kannst alleine Du – / und daran werden wir dich immer wieder erinnern. / Aber wenn Du mit uns bist / – und darum bitten wir dich – / werden wir zu einer Gemeinde, der man sich gerne anschließt. //
Dein Wille geschehe HERR! Dein Wille geschehe! / Amen
Gerhard von der Heyden
Gott, / Warum bist du eigentlich in den entscheidenden Momenten so weit weg? / Warum fühle ich mich dir so fern? // Das ist unfair. / Du hast versprochen, da zu sein. / Vor allem wenn es hapert. // Lass mich nicht allein. / Ich will ja auf dich vertrauen. / Ich versuche es. / Aber komm mir doch auch ein Stück entgegen. / Amen.
Selma Dorn, Leer
Gudrun Kuhn
