Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Lord, listen to the babies crying! / They were ripped from their mother’s arms, / pulled off their father’s laps / and locked up with strangers - / as a warning, as a weapon of war. // Lord, listen to those babies. / Jesus showed us your heart for children. / He told us that if any of us put a stumbling block / before one of these little ones, / we might as well have a great millstone / fastened around our necks / and be drowned in the depths of the sea. / That’s what he said. // Lord, listen! / Yes, I’m listening, too. / I won’t shut my ears. // There are babies in my life, / babies at the borders of Europe. / Lord…
Catherine MacMillan
Bei dir / Im Gebet // Das ist der Himmel / So stelle ich mir ihn vor / Ein freier Raum / Wo alles seinen Platz findet. / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Lebensmächtiger und barmherziger Gott, / du hast dich mit dem jüdischen Volk auf ewig verbündet, / begleitest es durch alle Zeiten, / lehrst es Gerechtigkeit und Güte, / bist sein Trost in Verfolgung und Schmerz, / und Quelle von Hoffnung auf Erlösung. //
Wir danken dir, / dass du uns die Augen öffnest / für deine Treue zu Israel / und für das Viele, das uns verbindet. / Wir lernen aus der jüdischen Weisheit, / und haben begonnen, Jesus, den Juden, / neu zu verstehen. / Nach jahrhundertelanger Feindschaft / erkennen wir uns endlich als Geschwister / im Glauben und Hoffen. //
Auch deshalb lässt uns nicht kalt, / was jüdischen Menschen widerfährt: / wenn sie in unserem Land angegriffen werden, / mit giftigen Worten und mit körperlichen Attacken, / wenn ihre Friedhöfe geschändet werden, / und ihre Synagogen Polizeischutz brauchen. //
Wir nehmen Anteil an dem, was in Israel geschieht, / dem kleinen Land mit so vielen Feinden, / und können nur ahnen, / was das Massaker des 7. Oktobers ausgelöst hat, / dort und in der weltweiten jüdischen Gemeinschaft: / wieviel Trauer um die Toten, / wieviel alte Angst vor Vernichtung, wieviel Wut, / und wieviel unerträgliches Bangen / um das Leben der Geiseln. //
Die harte Antwort Israels / hat nun so viel Leid in Gaza geschaffen, / so viel Zerstörung, soviel Verzweiflung, / soviel neuen Hass. //
Unser Herz schlägt für die zahlreichen Israelis, / die Woche für Woche auf die Straße gehen / für die Befreiung der Geiseln, / und für das Ende dieses Krieges, / der auch Israel mit in den Abgrund reißt. / Schaff diesen Menschen Gehör bei den Mächtigen / und erhalte ihnen die Widerstandskraft. //
Erbarme dich der Familien in Gaza, / die so viel verloren haben, / die keine sichere Bleibe mehr haben, / die ihre Kinder nicht schützen können / und ihr Leben riskieren, / wenn sie um Nahrung anstehen. / Ihr Schmerz schreit doch zu dir in den Himmel / und fordert Hilfe, auch von uns. //
Gott, gebiete du all denen Einhalt, / die immer weiter zu Hass aufrufen / und Gewalt ausüben, / sei es gegen Menschen in Israel, / oder gegen Menschen in Gaza / und im Westjordanland. / Schaff in ihnen ein mitfühlendes Herz / und gib ihnen einen neuen, friedlichen Geist. //
Stärke die Tapferen auf beiden Seiten, / die sich immer noch weigern, / Feinde zu sein, / und die nicht aufhören, / an Versöhnung zu glauben. / Breite deinen Frieden aus, / wie du versprochen hast, / über Israel und seine Nachbarn / und über alle Völker unserer zerrissenen Welt. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / Gipfeltreffen und Krisendiplomatie standen in der zurückliegenden Woche auf dem Spielplan. / An der Choreografie wurde intensiv gearbeitet. / Schöne Bilder sollten in die Welt hinausgehen: / Kampfjets, rote Teppiche, Handshakes, Outfits und ein Brief der First Lady. / Und mittendrin der selbstermächtigte König mit den überhängenden Krawatten. //
Hast Du auch zugeschaut, Gott, wie König Goldfinger Lord Voldemort die Aufwartung machte? Wie er seine Seele an den Kriegsverbrecher und Massenmörder verkaufte für nichts? / Die verstörenden Bilder aus Alaska haben sich ins Gedächtnis eingebrannt / so wie die Bomben, die Tag für Tag in der Ukraine einschlagen. //
Und, Gott, hast Du auch gesehen, wie die europäische Notdelegation zu König Goldfinger reiste, / damit der kleine Mann in ihrer Mitte nicht erneut im golddrappierten Darkroom der Hauptstadtjournaille zum Fraß vorgeworfen wird? / Hast Du gesehen, / wie sie versuchten, König Goldfinger mit Ehrerbietung und Lobhudelei zu besänftigen? //
In was für Zeiten lässt Du uns da leben, Gott? / Das sind Szenen wie gemacht dafür, / später in den Geschichtsbüchern auf die nachfolgenden Katastrophen zu verweisen. / Ist der Wahnsinn nicht schon genug? / Warum, Gott, warum setzt Du dem kein Ende? / Warum gibst Du denen Recht, / die bei sich denken: / »›Auch das hat Gott bereits vergessen! / Er hat ja sein Gesicht bedeckt, / die ganze Zeit schon nichts gesehen!‹ Steh auf, Herr! Greif ein, Gott! / Vergiss die Elenden nicht! (Ps 10,11f). Amen.
Achim Detmers, Hannover
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Kathrin Rehmat, Zürich
Im Gebet stehen wir vor Dir / Du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs / und durch Jesus Christus auch für uns Vater und Mutter im Himmel. / aber ehrlich gesagt: mir gehen die Worte aus; / was sollen wir noch beten HERR? //
So lange schon der Krieg in und um die Ukraine, / viel zu viel Tote und Verletzte, / zerstörter Lebensraum / und jeden Tag und jede Nacht / Angst vor neuen Bomben und Explosionen. //
So lange schon der Krieg in Israel und Palästina; / unzählige Gebete für die Geiseln / in den Tunneln der Hamas-Faschisten, / für die Palästinenser, / die von ihrer eigenen Regierung geopfert werden. / der Bürgerkrieg im Sudan, die Hungersnot im Jemen... / ...mächtige Männer, die handeln, / als wären sie Götter. //
Wie lange willst du noch schweigen HERR? / wie lange noch? //
Ach wenn es doch mehr Menschen gäbe, / von denen man hört, das du mit ihnen bist, / denen man sich gerne anschließen möchte. *) / weil das so eine Art Keimzelle ist für ein zeichenhaftes Leben, / weil dort Ströme lebendigen Wassers fließen und Brot des Lebens zu finden ist. //
Menschen bei denen man Trost findet, wenn einem das Leben schwer wird. / Kraftorte, an denen man zur Ruhe kommt / und sich sammeln kann. / Lebensraum, den Du regierst. // Dass deine Kirche wieder zu etwas wird, / dem man sich gerne anschließt, / weil dort deine heilsame Nähe erfahren werden kann, / daran wollen wir gerne mitarbeiten. //
All das Leid und den Krieg in dieser Welt, / können wir nicht verhindern, / das kannst alleine Du – / und daran werden wir dich immer wieder erinnern. / Aber wenn Du mit uns bist / – und darum bitten wir dich – / werden wir zu einer Gemeinde, der man sich gerne anschließt. //
Dein Wille geschehe HERR! Dein Wille geschehe! / Amen
Gerhard von der Heyden
Gott, / Warum bist du eigentlich in den entscheidenden Momenten so weit weg? / Warum fühle ich mich dir so fern? // Das ist unfair. / Du hast versprochen, da zu sein. / Vor allem wenn es hapert. // Lass mich nicht allein. / Ich will ja auf dich vertrauen. / Ich versuche es. / Aber komm mir doch auch ein Stück entgegen. / Amen.
Selma Dorn, Leer
Gudrun Kuhn
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Ach, Gott, // es ist zu heiss. / Die Erde glüht / und auch so viele Gemüter sind überhitzt. / Es wird gestritten und verletzt. / Sogar Menschenleben / werden in Kauf genommen. / Warum? / Weil Macht, Geld und Ego scheinbar wichtiger sind?! //
Ach, Gott, // ich sehne mich so nach deinem Geist, / deinem Windhauch. // Wir brauchen ihn / an so vielen Orten / und in so vielen Herzen. / Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort des Friedens / in die Ohren der Politiker haucht, / die dieser Tage wieder / über Menschenleben entscheiden. //
Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort der Hoffnung und des Trostes / in die Ohren der Verzweifelten haucht. // Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort der Verantwortung und Liebe / in unser aller Ohren haucht. / Und weiter weht mit aller Kraft, / unser Innerstes durcheinanderwirbelt / und uns mitten ins Herz trifft. //
Ja, / vielleicht brauchen wir / längst mehr als einen Hauch. / Also lass deinen Geist kräftig stürmen. // Amen
Carolin Springer
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Georg Rieger, Nürnberg
Gott – du Anfang und Ende der Schöpfung // ich suche dich – ich brauche dich / Wie sehr würde ich mir wünschen, / dass du wie der König im Märchen / losziehen würdest, / gegen alles, was mir Angst macht. / Gegen alles und gegen alle. // Jesus – du Ebenbild ewiger Liebe / ich suche dich – ich brauche dich / Wie sehr würde ich mir wünschen, / dass alle so leben würden, wie du es gezeigt hast, / dass ich so leben würde / und alle, die mir Angst machen. //
Heilige Geistkraft – du Vollendung von allem, was ist / Ich suche dich – ich brauche dich / Wie sehr würde ich mir wünschen, / dass du die Welt veränderst. / Überall. Und sofort. // Du Gott – vielfältig und unbegreiflich / Lass mich verstehen, / dass du dich dort finden lassen willst, / wo wir unsere Erwartungen sein lassen / und auf dein unvorhersehbares Kommen vertrauen. / Mitten im Alltag, / wo wir gesucht und gebraucht werden. / Mit unserer Tatkraft oder mit unserer Geduld. / Oder mit beidem. // Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Wir danken dir, Gott, wir danken dir. / Vater von uns allen, / in Jesus Christus deinem Sohn, / unserem Bruder. / Wir danken dir für die Erfahrungen deiner heilsamen Nähe, / für die Wunder, die du immer wieder tust. // Paulus fordert uns auf zu prüfen, / das Gute zu behalten und zu tun, / und uns auf das Böse nicht einzulassen. / Er fordert uns auf, /zu unterscheiden / zwischen Wahrheit und Irrtum. // Unser Vater im Himmel: / das ist alles andere als eine leichte Aufgabe, / das ist Arbeit, / manchmal mühsam, / öfter mal mit streiten verbunden und Konflikt. / Du traust uns das offensichtlich zu. // Du traust uns das zu, / wenn wir darüber streiten, / wie Kirche sich ändern muss, / damit sie Salz und Licht bleibt und wird. // Amen
Gerhard von der Heyden
Wach auf meine Seele und spüre / die zärtliche Nähe Gottes. / Wach auf meine Seele und höre / auf die unendliche Stille der Schöpfung. / Wach auf meine Seele und singe / trotz des Missklangs unserer Zeit. / Wach auf meine Seele und lebe / in der Gewissheit, dass deine Melodie / einzigartig und unverzichtbar ist.
Brigitte Wedderburn
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Stefan Maser, Hoerstgen
Kathrin Oxen, Berlin
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Allmächtiger Gott, / wir danken dir für dein Wort. / Es ist gesagt, es ist geschrieben, / es ist gedruckt, als wäre es ewig unveränderlich. / Doch Du bist anders. / Du bist lebendig. / Lass uns das nie vergessen! / Daraus erwächst uns Hoffnung! // Immer wieder neu eröffnest Du uns Dein Wort. / Immer wieder neu rufst Du uns als Deine Gemeinde zusammen. / Lass uns auf der Suche bleiben, / jeden Tag neu. / Lass uns die Gemeinschaft suchen, / im Hören und Sprechen, jeden Tag neu. / Daraus erwächst uns Orientierung und Halt für unser Leben. //
Mit Deinem Wort rufst Du uns auch in den Widerspruch. / Gegen das Unrecht und Leiden dieser Welt, / gegen Fremdenhass und Antisemitismus, / gegen Gewalt und Kriege, / Habgier und Hunger. / Lass uns Deinen Ruf hören / und gib uns Kraft und Mut, / und immer wieder neu die Achtsamkeit / zum genauen Hinhören und Hinsehen, / dass wir einstehen für unseren Nächsten in der Not. // Und wo wir zu verzweifeln drohen / an der Unabänderlichkeit der Dinge, / an Krankheit und Katastrophen, / an Einsamkeit und verworrenen Beziehungen, / Unglück und Schmerz. / Da schenke uns Trost / und lass unser Vertrauen nicht sinken, / dass Du uns jeden Tag zu einem neuen Anfang rufst / durch Dein Wort / und durch das Mahl der Versöhnung.
Simon Froben, Bayreuth
Georg Rieger, Nürnberg
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / Hab Dank, dass wir glauben dürfen: wir sind nicht allein. / Du hörst uns. Du hörst alle, die zu Dir rufen. / Du hörst das Seufzen der Kreatur. / Auch wir selbst seufzen. / Denn zu Klugem sind wir nicht in der Lage. //
Es geschieht so vieles. / Und dies so viele ist zu viel für unsere Seele. / Wir haben das Gefühl: der Irrsinn ist überall. / Bösartige und Wirrköpfe sind an den Hebeln der Macht. / Und was die Bewahrung der Natur angeht, hieß es bereits vor Jahren, / es sei fünf vor zwölf. / Es muss also inzwischen schon viel später sein. //
Dennoch kommt es zu keiner wirklichen Umkehr. / Eine wirkliche Umkehr hieße ja: Zumutung. / Das Unbequeme zumuten. / Aber unsere Art des Zusammenlebens gibt das nicht her. / Denn wer wiedergewählt werden will, braucht eine Mehrheit. / Und Mehrheiten scheuen das Unbequeme. //
So wird er immer stabiler: / der Kreislauf des Verderbens – / befeuert von der Überzeugung, / dass nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf, / und am Laufen gehalten durch das Tiki-Taka der Meinungen, / die heute ausgesprochen und morgen schon vergessen sind. //
Da kommt uns ein Einzelschicksal ganz recht: der Tod von Laura Dahlmeier. / Die lässt sich ehrlich betrauern. / Ihr Geschick geht uns nahe, / während anderes in der Routine der Nachrichten schon begraben ist, / noch bevor wir es hören, / wenn wir es überhaupt noch hören wollen: / der Krieg in der Ukraine und die Zerstörung des Gaza-Streifens. //
Die Vision eines guten Endes ist uns ferngerückt. / Die Angst vor einem bösen Ende ist uns nahe. / Nein, zu Klugem sind wir nicht in der Lage. / Auch nicht zu klugem Flehen. / Aber wir seufzen. / Und wir bitten Dich, dass Du unser Seufzen erhörst / und Dich erbarmst über uns und / über alle, die im Elend sind. / Amen.
Klaus Bröhenhorst
