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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

© Pixabay

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12. September 2022

Ich will keine großen Worte machen, Herr. / Es ist wahr, dass ich oft vergesse, dass du da bist. / Es ist wahr, dass ich dich oft erst dann anrufe, wenn es schon fast zu spät ist. / Es ist wahr, dass ich nicht immer verstehe, warum du untätig bist, / wenn alles in Bewegung ist in der Welt und in meinem Leben.

Aber du bist da, / und das ist es, was wichtig ist. / Nichts könnte dich von hier losreißen, / nichts könnte uns dir entreißen, / nichts könnte dir die Welt entwinden.

Du bist da, Herr. / Mehr als mein Glaube oder meine Angst oder meine Torheit.


Christoph Landré, Berlin
11. September 2022 König, würdig aller Kränze, / Quell der Klarheit ohne Grenze, / Komm der Seele näher, glänze! / Bleib, du längst Erwarteter.
Liederschatz 1799,17
10. September 2022 Gott, ich habe mich bis vor kurzem immer gefragt, was mit den Feinden gemeint ist, von denen in den Psalmen an vielen Stellen die Rede ist. / Ich persönlich habe keine Feinde. Noch nicht. Doch immer mehr Menschen, die sich positionieren oder für etwas stehen, werden persönlich hart angegriffen und bedroht. Sogar in den Tod getrieben. Das finde ich sehr beängstigend. / Wie fühlt es sich wohl an, so von Feinden umgeben zu sein? Ist das auszuhalten? Wer und was gibt in so einer Situation Halt?  / Gott, ich wünsche mir, dass du denen beistehst, die Hass und Häme erdulden müssen. Sie tun es auch für mich und für unsere Gesellschaft.  / Steh auch denen bei, die meinen, mit Verachtung Anderer ihr eigenes Leben aufzuwerten. Öffne ihnen die Augen für den Wert des Lebens, den du schenkst. Dieses Geschenk verbindet uns Menschen und macht uns gnädig miteinander. Den Glauben daran schenke uns allen jeden Tag neu. Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
9. September 2022

Allmächtiger Gott, / wir danken dir für dein Wort. / Es ist gesagt, es ist geschrieben, / es ist gedruckt, als wäre es ewig unveränderlich. / Doch Du bist anders. / Du bist lebendig. / Lass uns das nie vergessen! / Daraus erwächst uns Hoffnung!

Immer wieder neu eröffnest Du uns Dein Wort. / Immer wieder neu rufst Du uns als Deine Gemeinde zusammen. / Lass uns auf der Suche bleiben, jeden Tag neu. / Lass uns die Gemeinschaft suchen, / im Hören und Sprechen, jeden Tag neu. / Daraus erwächst uns Orientierung und Halt für unser Leben.

Mit Deinem Wort rufst Du uns auch in den Widerspruch. / Gegen das Unrecht und Leiden dieser Welt, / gegen Fremdenhass und Antisemitismus, / gegen Gewalt und Kriege, / Habgier und Hunger. / Lass uns Deinen Ruf hören und / gib uns Kraft und Mut, / und immer wieder neu die Achtsamkeit / zum genauen Hinhören und Hinsehen, / dass wir einstehen für unseren Nächsten in der Not.

Und wo wir zu verzweifeln drohen / an der Unabänderlichkeit der Dinge, / an Krankheit und Katastrophen, / an Einsamkeit und verworrenen Beziehungen, / Unglück und Schmerz. / Da schenke uns Trost / und lass unser Vertrauen nicht sinken, / dass Du uns jeden Tag zu einem neuen Anfang rufst / durch Dein Wort / und durch das Mahl der Versöhnung.


Simon Froben, Bayreuth
8. September 2022 Gott, / Warum bist du eigentlich in den entscheidenden Momenten so weit weg? / Warum fühle ich mich dir so fern? / / Das ist unfair. / Du hast versprochen, da zu sein. / Vor allem wenn es hapert. / / Lass mich nicht allein. / Ich will ja auf dich vertrauen. / Ich versuche es. / So wie der Beter des Psalms 42. / / Aber komm mir doch auch ein Stück entgegen. / / Amen.
Selma Dorn, Jerusalem
7. September 2022 Gott, / du suchst uns mit deinem Wort, / wir wollen uns von dir finden lassen. / Du hüllst uns ein in deinen Trost, / wir wollen uns bei dir fallen lassen. / Du sprichst uns deine Liebe zu, / wir wollen uns von dir stärken lassen. / Du weist uns zurecht, / wir wollen uns von dir ändern lassen. / Rede, Gott, / wir wollen hören. Amen.
RefLit
6. September 2022 Gott der grenzenlosen Liebe, / in deinem Namen und in deiner Kraft will ich heute Mauern abtragen, / Stein für Stein, Vorurteil für Vorurteil. / Ich bekenne dir, dass ich deine Liebe oft vergessen habe, / dass ich mit meinen Mitmenschen kleinlich war und für sie höhere Massstäbe gesetzt habe als für mich selbst. / Dass ich voreilig ein Urteil über sie gefällt habe. / Du bist aber da bei mir, um mich in der Liebe anzuleiten, auch heute. / Öffne mich für dich. Amen. 
Catherine McMillan, Schweiz
5. September 2022

Der Fluss vertrocknet

Sein Bett liegt bar in der Sonne / Wir wünschten Regen Regen ist nicht in Sicht / Wolken lösen sich auf sobald sie erscheinen / Wenn Fische weinen könnten sie würden weinen / Wir stehen am Fluss mit unseren Angeln und den Würmern in kleinen Büchsen / Wir sind entsetzt am falschen Ort so hilflos / Was können wir jetzt für die Fische tun / Unser Duschwasser ins Flussbett leiten / Unsere Wäsche nicht mehr waschen / Unsere Tränen nicht mehr weinen / Was kannst du tun Gott / Für die Fische und für uns / Und für das Leben das eben austrocknet / Du weinst mit den Fischen


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
4. September 2022 Ueberm Lieben wird die Last / Auf dem Rücken, / Welche unsre Schwachheit fast / Möcht’ erdrücken, / Wie ein leichtes Federchen; / Man kann fragen: / Giebt’s noch was zu tragen?
Liederschatz 1797,2
Wochenrückblick

Allmächtiger Gott!

Die große Welt bedroht / mein kleines Leben: / Krieg und Hunger, / Klimawandel und Katastrophen. / Das große Wechselspiel / von menschlicher Allmacht und Ohnmacht / legt dunkle Schatten auf meine Tage.

Rüttle mich auf, Gott, / wecke mein Vertrauen neu: / Mit dem Genießen des ersten Sonnenstrahls am Morgen, / mit der Dankbarkeit für die Lebensfülle am Mittag / mit dem Staunen beim Zählen der Sterne am Abend. / So groß und wunderbar ist diese Welt, / die Du geschaffen hast! / Du kennst auch all meine Sorgen / und die Schatten unserer Tage. / Du bist nicht fern, / schenke mir Zuversicht!

Amen!


Simon Froben
2. September 2022 Gott, der du uns die Augen öffnest für das Leben: Lass uns genießen, was du uns zum Leben schenkst: die Zeit, die wir miteinander haben, die Natur, die uns umgibt und uns Kraft schenkt; die Menschen, die uns Freude machen – uns auch herausfordern und bereichern. Gott, der du uns die Augen öffnest für unsere Verantwortung: Stärke uns als Gemeinde, als Kirche, als Christen und als Menschen in unserer Gesellschaft und bring uns dazu, dass wir deinem Bild entsprechen. 
Georg Rieger, Nürnberg
1. September 2022

Mein Trauergewand lösen -
mich mit Freude gürten -
Klage in Lob verwandeln -
Zorn durch Güte mildern
Du kannst das.
Du hilfst mir dabei.
Heute und Morgen.
Danke dafür.


Kathrin Rehmat, Zürich
31. August 2022 Wach auf meine Seele und spüre / die zärtliche Nähe Gottes. / Wach auf meine Seele und höre / auf die unendliche Stille der Schöpfung. / Wach auf meine Seele und singe / trotz des Missklangs unserer Zeit. / Wach auf meine Seele und lebe / in der Gewissheit, dass deine Melodie / einzigartig und unverzichtbar ist. / 
Brigitte Wedderburn, München
30. August 2022 Allwissender Gott, / du lässt dich nicht täuschen / von den schönen Fassaden, / die wir voreinander aufrichten: / Nach außen geben wir uns gern bescheiden, / aber insgeheim sehen wir auf viele herab, / dünken uns moralisch besser, / glauben zu wissen, / was andere tun oder lassen sollten. / Vielleicht merken wir selbst gar nicht, / wie überheblich wir manchmal sind! / Aber du, Gott, / entlarvst auch den verborgenen Hochmut. / Du widerstehst jeder Scheinheiligkeit. / / Wir bitten dich: / Reinige uns gnädig / von eitler Selbsttäuschung / und gib uns den Mut / zu echter Demut / und zu einem gesundem Stolz.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
29. August 2022 Gott, / lass dich finden, wenn wir dich suchen, / rede mit uns, wenn wir dich fragen, / höre uns an, wenn wir mit dir reden wollen, / suche uns, wenn wir uns verstecken, / frage uns, wenn wir antworten sollen, / heile uns durch dein Wort. Amen.
RefLit
28. August 2022 Lass unsre Tage dir geheiligt werden! / Das Loblied unsrer Lippen, unser Herz, / Das arme Opfer nach dem Mass der Erden, / Das hebe deine Flamme himmelwärts! / Lass unsre Seelen / Von dir erzählen / Und nichts verhehlen / Von deiner Treu’.
Liederschatz 1703,3
Wochenrückblick

Barmheriger Gott, / nach Wochen der Dürre kündigt sich heute nun der erste Regen an. / In der Ferne grollt das Wetter, / Wind zieht auf, / erste Tropfen benetzen das ächzende Feld. //
Nach Tagen der sengenden Hitze steht nun der Sturm bereit, / das Land zu plagen. / Begleitet von Gewitter, Hagel und Regen ertrinkt das verdorrte Land. / Wassermassen fluten Keller und Straßen. //
Ist das schon das Ende des unerträglichen Sommers? / Kommen nach der Hitze nun die Tage des Fröstelns? / Der ängstliche Blick auf den Gas- und Stromzähler? / Die Tage der Wolldecken und Waschlappen? // 
Barmherziger Gott, / wohin wird das alles führen? / Zerrt es uns auseinder, / die VerliererInnen und GewinnerInnen der Krise? / Bringt es uns wieder zueinander? / Entsteht neue Solidarität und Hoffnung unter uns Menschen / - nach all den entmutigenden Schlagzeilen der letzten Jahre? //
Guter Gott, / wir alleine schaffen das nicht, / noch einmal neu anzusetzen, / unsere Lebensentwürfe neu zu zeichnen. / Wir warten, / bis die anderen beginnen, / und verharren aus diese Weise im Weiterso. //
Führe uns da heraus! / Begleite uns! / Zeige uns, / wo wir gebraucht werden. // Amen.  


Achim Detmers, Hannover
26. August 2022

„Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt …“

Gott – du hast deine Welt uns Menschen anvertraut. / Unsere Vorfahren im Glauben erzählen davon und machen uns Mut. // Wir müssen keine Heiligen sein. Du kannst uns brauchen mit all unseren Eigenheiten und Schwächen. // Manchmal schämen wir uns / Manchmal sind wir träge / Manchmal versagen wir / Manchmal sind wir ungeduldig / Wir stolpern auf dem Weg der Gerechtigkeit. // Bitte lass uns nicht allein. Sei du mit uns und schick uns Begleiterinnen und Begleiter. / Wir wollen gemeinsam an der Hoffnung festhalten, dass Gewalt und Betrug und Selbstsucht nicht siegen werden. // Hol uns aus der Tiefe zum Leben / Weise uns neue Wege zum Handeln / Und wenn wir aufgeben und umkehren wollen: Trockne unsere Tränen!

Vertreibe unsere Angst!

AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
25. August 2022 Lord, listen to the babies crying! They were ripped from their mother’s arms, pulled off their father’s laps and locked up with strangers - as a warning, as a weapon of war.  Lord, listen to those babies. Jesus showed us your heart for children. He told us that if any of us put a stumbling block before one of these little ones, we might as well have a great millstone fastened around our necks and be drowned in the depths of the sea. That’s what he said. Lord, listen! Yes, I’m listening, too. I won’t shut my ears. There are babies in my life, babies at the borders of Europe. There are babies on sinking boots in the Mediterranean. Lord…
Catherine McMillan, Schweiz
24. August 2022

Matthäus 10, 16 "Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Seid aber klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!"

Gott, immer wieder sendest du uns aus, im Sinne deines Sohnes Jesus Christus zu wirken. / / Wir danken dir, dass wir dabei auf dich vertrauen dürfen, wie Schafe ihren guten Hirten. Sei bei uns, auch wenn du uns unter Wölfe schickst - und hilf uns, zu erkennen, welche Aufträge du uns anvertraust. / / Klug wie die Schlangen sollen wir sein. Und wir bekennen: Manchmal halten wir uns selbst für klüger, als wir sind. Hilf uns zu erkennen, was klug ist und was nicht - und hilf uns, Möglichkeiten zu erkennen und kluge Entscheidungen zu treffen / / Gott, verleih uns auch die Aufrichtigkeit der Tauben: anderen und vor allem uns selbst gegenüber. Dass wir uns nicht irgendwo herum winden, dass nicht giftig wirkt, was wir sagen und tun - also, dass wir in deinem Geist und bei deinem Auftrag bleiben.


Friederike Ursprung, Leipzig
23. August 2022 Gott, du guter Hirte! / Du suchst mich, wenn ich mich verirrt habe. Du suchst mich, wenn ich mich entfernt habe von dir. Viel mehr, als ich dich suche, suchst du mich. / Und: Du findest mich. Ich gehe nicht verloren. / Ich bitte dich: Suche weiter! Suche mich hier und heute, und morgen und in fernen Zeiten. Ich will mich von dir finden lassen, wo immer ich bin. / Und: Nimm mich mit auf der Suche nach den Verlorenen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
22. August 2022 Gott du Hafen der Geborgenheit
Bei dir will ich anlegen ausruhen und neue Entscheidungen treffen / Ich bin voll Sorgen und meine ich müsse sie alle auflösen können / Wie Salz in Wasser / Das geht nicht / Es werden doch nur Tränen daraus bittere / Deshalb bin ich hier um abzuladen und sie vor dir zu betrachten / Mit deinen Augen von deiner Warte aus / Damit sich der Horizont weite und die Geduld wachse / Hernach wage ich es wieder in See zu stechen / Und dem Sturmwind zu trotzen / Auf Hoffnung hin / Danke Gott für die gute Ruhe für die Erholung / Amen / 
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
21. August 2022 Heiliger, Heiliger Herr Zebaoth! / Lass dein hohes Lob ertönen! / Tilger aller unsrer Not, / Gieb den Töchtern und den Söhnen, / Die du aufnahmst, stets in dieser Zeit / Freudigkeit.
Liederschatz 1657,1
Wochenrückblick

20. August 2022

Seit Tagen klebt mir die Zunge am Gaumen.
Durstig, erschöpft, sehnsuchtsvoll. 
Schwer fällt mir mein Gebet. 
Und wie auch reden, wenn die Zunge am Gaumen klebt?! 
Vielleicht musst du dieser Tage besonders gut hinhören, Gott.
Verstehst du, was ich müde nuschele?
Verstehst du, was meinem Herzen zu schaffen macht?

Zu viel Hitze für Mensch und Tier.
Zu viel Hitze in manch politischen Debatten.
Zu viel Hitze in Diskussionen.
Zu viel Hitze in unserm Gemüt.
Hitzig geht’s zu und vielerorts brennt es bereits.

Ach, lass es doch regnen, Gott.
Lass regnen Segen und Liebe.
Lass regen Nachsicht und Weitsicht.
Lass regnen Visionen und Träume.
Lass es regnen, Gott.

Keinen strömenden Regen.
Lieber einen feinen, beständigen Sommerregen,
der einsickern kann in die ausgetrockneten Böden.
Ein warmer Sommerregen, der die Herzen erweicht.
Ein Regen, der uns wie die Kinder durch die Pfützen tanzen lässt.
Lass es regnen, Gott.


Carolin Springer, Leer
19. August 2022

Gott, Geber aller Gaben, / du hast uns reich gemacht / an Erfahrungen und Möglichkeiten, / an Beziehungen und auch an Besitz. / Wir möchten anderen Anteil geben / an dem, was wir haben und was wir können, / aber wir sind oft ratlos, / auf welche Weise. / Wir haben Sorge, / dass unser Geld / nicht bei den Richtigen ankommt. / Wir wollen wir niemanden / mit unserer Hilfe beschämen, / nicht lästig fallen / mit klugem Rat.

Bewahre uns davor, / uns aus übertriebener Vorsicht / lieber aus allem herauszuhalten. / Gib uns Weisheit, / richtig zu entscheiden / und unseren Reichtum / sinnvoll zu teilen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
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