Gebet
Tagesaktuelles Gebet
RefLit
Georg Rieger, Nürnberg
HERR, unser Gott / um Jesus Christus willen, auch unser Vater und unsere Mutter im Himmel. / Was wir sind und was wir haben, / unsere Talente und unser Besitz, / sind deine Gaben an uns, / empfangen wir aus deiner Hand.
Wir danken dir für die Schuhe an unseren Füßen / und bitten dich für die, deren Schuhe sich auflösen / auf der langen Wanderung in ein Land in dem die Freiheit wohnt, / und die Hoffnung auf ein besseres Leben begründet ist.
Wir danken dir für die Kleidung und den warmen Mantel / und denken an alle die jetzt schon wieder frieren / in den Nächten auf der Parkbank oder unter der Brücke. Wir danken dir für die Wohnung, für Küche und Bad / für den Sessel und das Bett / und denken an alle, die ohne ein dichtes Dach über dem Kopf ihrer Wege gehen.
Wir danken dir für den gut gefüllten Kühlschrank, / für Lebensmittelmärkte in der Nähe / für den Landwirt und den Bäcker / und denken an alle, die hungern, / weil der Boden keine Frucht mehr bringt / und der Bäcker den Ofen nicht mehr anmacht, weil der Brennstoff fehlt.
Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön, / dem welchen alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. / Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd, / ich will ihn herzlich loben, solang ich leben wird. / Ja, Lobe den Herrn meine Seele / und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. / Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
George Herbert, The Temple 1633
16. Oktober 2021
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / wie gut, dass Du ein Gedächtnis gestiftet hast Deiner Wunder! / Wir vergessen immerzu, wofür wir Dir danken können. / Es ist so vieles und es sind so viele, die uns Deine Güte / erfahrbar machen: ein Zuhause haben, liebe Menschen, Arbeit, / Austausch, Pläne-Machen-Dürfen, gesund sein. / Es geht uns gut. Danke. / Umso mehr stellt uns die Not der Welt in Frage. / Wie oft sagen wir: Das darf doch nicht wahr sein! Und doch ist es das: / Dass der Hunger in der Welt zunimmt. Im Jemen ganz schlimm. Auf Madagaskar. / Dass ständig neue und tödlichere Waffen entwickelt werden: in den USA, in Russland, in China, / in Korea. Auch bei uns. Wie viel das kostet an Geld und an Intelligenz./ Just das, was wir brauchen, um unsere Welt als Lebensort zu erhalten. / Aber ob das überhaupt noch möglich ist? / Ob nicht doch die Schritte zum Erhalt dieser Welt zu klein sind? Die Maßnahmen zu kurz greifen? Eine Politik des Kompromisses zu langsam ist? / Essen, trinken, leben wir uns selbst das Gericht? / Manche sagen, es sei schon fünf nach zwölf. / Das heißt: unsere Welt wird unwirtlich werden. / Keine Heimstatt mehr. / Eine Wüste. / Ist das so? / Um unserer Kinder und Enkel willen bitten wir Dich, dass das nicht so ist. / Dass es noch eine Chance gibt. / Die Chance, dass die Ehrfurcht vor dem Leben die Menschen verbindet und Nachdenklichkeit und Nachhaltigkeit das Antlitz der Erde gestalten. / Wie aber soll das geschehen? / Da müsste wirklich ein Wunder her. / Wer anders könnte das geben als Du? / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
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Du, Gott, wir preisen und loben dich und danken dir. / Wir danken dir für das Leben, dass du uns schenkst. / Wir danken dir für das Wort, das du zu uns sprichst. / Wir danken dir für die Freude und die Kinder, für die Sonne und das Lachen. / Du, Gott, hilf und erhöre uns, wir bringen vor dich unsere Not. / Wir leiden an Unrecht, Ungerechtigkeit und Gewalt in der Welt. / Wir leiden unter der Einsamkeit, der Trauer und der Angst. / Wir leiden unter der Unsicherheit und unserer Schuld. / Du, Gott, wir sagen danke! und wir sagen hilf! / Erbarme dich unser. / Amen
Meike Waechter, Berlin
Du, unser Heiland, / wir wünschen uns / vor allem Gesundheit, / fürchten Unfälle, / möchten nie angewiesen sein / auf fremde Hilfe. / Aber du zeigst uns / an vielen kranken Menschen, / dass das Leben seinen Wert nicht verliert, / wenn nicht mehr alles möglich ist, / und dass die Seele stark sein kann / auch in einem schwachen Körper.
Gott, heile uns von falschen Maßstäben / für gelingendes Leben. / Hilf uns, / deiner Güte zu trauen / und die Zerbrechlichkeit unseres Lebens / getrost anzunehmen. / Lass uns einander ergänzen / und gute Weggefährten sein / in deiner Nachfolge.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Lebendiger Gott, um deines Sohnes Jesus Christus willen / auch für uns Vater und Mutter im Himmel. / Wir danken dir für die Menschen, die erkennbar aus deiner Vergebung leben, / die erfahren haben, das Du retten kannst / aus Lebensgefahr und völlig verfahrenen Lebenswegen, / und uns Vorbild sind im Vertrauen darauf, dass Du es gut mit uns meinst, / auch wenn das, was vor Augen steht, eine andere Geschichte erzählen will.
Wir bitten dich, dass Du uns in Menschen verwandelst, die Wegweiser zur dir hin sind, / zu glaubwürdigen Zeugen deiner Liebe zu allen Menschen, / aber vor allem zu denen , die mühselig und beladen sind. Wir bitten dich für die Machtlosen, die den Aufstand wagen, und wir bitten dich, dass du die Mächtigen, rechtzeitig an die Gefahren der Macht erinnerst.
Zeig, dass du da bist, Herr der Welt, / und schaffen kannst, was dir gefällt. / Du bist nicht, wie die toten Götzen / aus Gold und Silber Menschenwerk. Du bist die Zuflucht im Entsetzen / und richtest treu dein Augenmerk / auf Lob und Bitte, Qual und Schrei / und stehst uns hundertfältig bei. / Lobe den HERRN, meine Seele / und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. / Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Hilfe
Ich gehe verloren
Verliere Wörter
Vergesse mich
Suche ohne Ende
Hilfe
Sehe Gesichter verschwommen grau
Namen sind Fähnchen für nichts
Stuhl ist Stuhl sei Stuhl wofür
Stoff ist Stoff sei was
Und du
Wer wo bist du
Lass mich nicht
Da da bin ich
Halt mich fest
Hilfe
Wir gehen unter
Jesus Gott
Hilf, Herr Gott, hilf in dieser Not!
(H. Zwingli, 1525)
Marianne Reifers, Luxor
Nicola Slee, Praying like a Woman 2004
9. Oktober 2021
Gerade passiert es ziemlich oft, lieber Gott, dass uns Ereignisse ratlos machen. Manches, was wir hören, hinterlässt uns sprachlos. Wir wundern uns, dass Andere nicht die Dringlichkeit sehen, die uns so deutlich scheint.
Aber genau so, wie wir das bei Anderen sehen, geht es uns selbst: Wir sind schlicht überfordert. Es gibt keine naheliegenden Lösungen mehr für so viele Probleme. Wir geben uns Mühe, aber wir wissen oft nicht mehr, was gut und was schlecht ist.
Und wenn wir es wissen – oder jedenfalls ahnen – dann sind wir immer noch zu bequem. Kann nicht einfach alles so weitergehen, wie es noch vor kurzem war? Wir sehnen uns nach der Unbeschwertheit zurück.
Wir bitten dich, Gott, dass du uns frei davon machst zu glauben, wir müssten alles schaffen. Nimm uns die Schuld für unser Versagen und Versäumen bitte ab und schenke uns die Kraft, weiter mitzudenken und mitzutun.
Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
Lieber Vater im Himmel,
Dir nahe zu sein, ist gut.
Deine Nähe suchen wir
heute Morgen.
Sich von Dir sagen zu lassen,
wer Du bist und wie Du zu uns stehst, ist gut.
Auf Deine Stimme wollen wir hören
heute Morgen.
Unsere Wege sind oft dunkel
und wir wissen nicht weiter –
dass Dein Licht uns das Dunkel erhellt
erbitten wir heute Morgen
Du bist der Gott allen Trostes
ihn suchen und erhoffen wir
heute Morgen.
Aus deiner Hand empfangen wir alles Gute,
um Dir dafür zu danken
und dich zu loben sind wir hier
heute Morgen.
Lass Dir unser Lob gefallen!
Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
aber auch deine Leutseligkeit und Güte, / auf daß wir ehrerbietig und auch zuversichtlich dich als unsern Gott verehren.
Gerhard Tersteegen (1697-1769)
Herr, der du mich geschaffen und es gefügt hast, dass ich getauft wurde, / Du kennst mich. Gut kennst Du mich, nur zu gut, besser als ich selbst mich kenne, weißt alle Worte auf meiner Zunge. / Doch erst das Wort aus deinem Munde bringt mich zurück zu mir selbst. Am Morgen bringt es mich zurück aus den Träumen der Nacht, die mich entführt haben, am Abend bringt es mich zurück aus der Arbeit des Tages, die mich entfremdet hat. / Es ist wunderbar, von dir, lieber Gott, geliebt zu werden. Sag es mir in tausend Worten durch Jesus Christus. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
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Lieber Gott, bitte hilf mir in der Matheschulaufgabe, denn ich habe den Stoff nicht verstanden. Lieber Gott, bitte hilf auch den Lehrern, daß sie nicht alles so ernst nehmen sollen, was wir sagen. Amen. Barbara, Nürnberg (12 J.)
aus: Regine Schindler
Ann Weems, Celebrate the Children 1980
2. Oktober 2021
Treuer Gott! / Wie gut, / dass ich mit Dir nicht verhandeln muss / um die Zukunft, / um eigene Vorteile und Kompromisse!
Du kennst ja meinen Wankelmut, / meine Halb- und Hartherzigkeiten, / meine Hoffnungen genauso wie meine Hoffnungslosigkeiten. / Du bist nicht Partei / und hast Dich doch schon ganz auf meine Seite gestellt.
„Ich bin da!“ ist Dein Name, / „Fürchte Dich nicht!“ ist Dein Wahlruf, / „Ich habe Dich erlöst!“ ist Dein Versprechen. / Um diesen Bund muss ich nicht handeln / und doch ist mir alles gegeben.
Ach, wenn nur ich / auch immer wüsste, / vertraute und bedächte: / `Gott sitzt im Regimente!` / Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Georg Rieger, Nürnberg
Barmherziger Gott, der du Leben schenkst, wir danken dir für alle neugeborenen Kinder, diese kleinen zarten, wunderschönen, hungrigen Wesen. Wir bitten dich, beschütze sie. Lass sie vom ersten Tag ihres Lebens geliebt, versorgt und behütet werden. Lass sie in Frieden aufwachsen und deine Herrlichkeit kennenlernen. Amen
Meike Waechter, Berlin
Ach Gott – / Nimm dich unserer Schwermut an! / Erhelle unsere finsteren Gedanken!
Ach Gott – Durchbreche unsere Resignation! / Lass uns nicht in Gleichgültigkeit versinken!
Ach Gott – / Mäßige unsere Selbstvorwürfe! / Zeige uns Wege der Veränderung!
Ach Gott – / Ende unsere Erstarrung! / Begleite unsere zaghaften Schritte nach vorne!
Ach Gott – / Enthülle uns dein Für-uns-Sein! / Bleib nicht verborgen!
Ach Gott – / Ruf uns auf den Plan! / Lass uns unsere Stimme erheben angesichts von Unrecht! / Lass uns gegen den Strom schwimmen. / Lass uns das Menschenmögliche tun, wo du uns hinstellst und brauchen kannst.
Und wenn wir selbst müde und einsam und krank werden, dann lass uns deine Nähe spüren. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Barmherziger Gott
wir alle leben von deiner Vergebung
und von deiner Großherzigkeit.
Aber wie kleinlich rechnen wir anderen oft vor,
was sie alles falsch gemacht haben!
Wie lange tragen wir ihnen ihre Schuld nach
und sind nicht bereit,
ihnen eine neue Chance zu geben.
Unser Urteil ist oft so endgültig,
und unser Verhalten so unversöhnlich!
Gott, befrei uns von dem Aufrechnen!
Nimm uns die Angst,
durch Nachsicht und Entgegenkommen
das Gesicht zu verlieren,
und lass uns das Glück der Versöhnung mehr schätzen
als das eigene Rechtbehalten.
Erweiche unser hartes Herz
durch dein Erbarmen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Tischgebet
Ein Tisch voller Köstlichkeiten / Grünzeug neben dem Forellenbach gepflückt / Tomaten vom Hof Specie rara / Karotten Randen Gurken Erbsen Bio aus dem Garten / Eier von den eigenen Hühnern / Vollkornbrot vom Bäcker um die Ecke / Ravioli gefüllt mit Frischkäse selbstgefertigt / Kirschen heute vom Baum geerntet / Alles mit essbaren Blüten überstreut
Die Tafel ist bereit für uns / Wir Auserwählten danken dir für die Vielfalt deiner Schöpfung / Gütiger Vater im Himmel / Und wir bitten dich / Speise auch die Hungernden in Afrika und Indien / Amen.
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
God of all glory, / on this first day you began creation, bringing light out of darkness. / On this first day you began your new creation, raising Jesus Christ out of the darkness of death. / On this Lord’s Day grant that we, the people you create by water and the Spirit, may be joined with all your works in praising you for your great glory. / Through Jesus Christ, in union with the Holy Spirit, we praise you now and forever. / Amen.
Presbyterian Church U.S.A., Book of Common Worship, Opening Prayer
