Gebet
Tagesaktuelles Gebet
I am your servant God. / When there is chaos around me, help me stay centered. / When those around me argue and fight, let me be your peacemaker. / Show me what’s important. / Help me keep an open mind. Help me soothe the anger of others. / Help me remember what is truly important. / Help me resolve the conflicts in my life. / Stay with me God. / Enter into the hearts of all those with whom I cannot find common ground. / Fill their hearts and fill mine. Let us stop fussing and find peace. / I am your servant, God. / Amen.
Presbyterian Church, Fredericksburg VA, Homepage 10.3.20
10. Juli 2021
Gott der Stille!
Ich suche einen Halt.
Während in den Stadien Fußballfans zu Tausenden feiern,
an den Flughäfen die Urlauber strandwärts drängen,
in den Impfzentren die Nachfrage stockt.
Ich suche einen Halt.
Während weiterhin Flüchtlinge zur Abschiebung gesammelt werden,
Bundes- und Landespolitiker auf Zuständigkeiten verweisen,
in Afghanistan die Taliban weiter vorrücken.
Ich suche einen Halt.
Während in Talkshows Parteiprogramme schöngeredet werden,
die Zukunft unserer Kinder auf Autobahnen verheizt wird,
Unwetter und Hitze ganze Landstriche verwüsten.
Ich suche einen Halt.
Für die Menschlichkeit.
Für ein Miteinander in Vielfalt.
Für den Frieden.
Für ein nachhaltiges Wirtschaften.
Für die Schöpfung.
Für ein Leben in Gerechtigkeit.
Für die Zukunft.
Ich halte inne.
Ich bete zur Dir
in der Stille.
Simon Froben, Bayreuth
Karl Barth (1886-1968)
wie reich ist dein Wort
und wie lebendig deine Wahrheit!
Unerschöpflich ist, was du uns zu sagen hast.
Gib, dass wir das erkennen,
uns freuen an der Buntheit deiner Gnade.
Wir bitten dich für alle Traurigen und Bedrückten:
Lass sie Trost schöpfen aus deiner Nähe.
Wir bitten dich für die,
denen ihre Welt zusammenbricht
durch Gewalt, Krankheit oder schmerzhafte Abschiede:
Lass sie Beistand erfahren
von dir und von Menschen, die mit ihnen tragen.
Wir bitten auch für die,
die voller Hass sind,
denen nichts heilig ist,
die andere quälen, morden oder vergewaltigen:
Rufe sie zur Besinnung
und lass sie umkehren von ihrem bösen Weg.
Gott, schütze die Liebenden.
Gib den Friedensstiftern Kraft.
Segne dein Volk Israel
und erbarme dich über deine Kirche in ihrer Not.
RefLit
Kathrin Rehmat, Zürich
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
Dass wir leben,
verdanken wir dir,
unsere Stärken sind deine Gaben,
unser Glück ist dein Geschenk,
und der Halt im Unglück Gnade.
Wir nehmen vieles zu selbstverständlich,
bilden uns ein,
wir hätten uns alles selbst verdient,
und urteilen gnadenlos über andere.
Gott, schärf uns ein,
dass wir alles deiner Güte verdanken,
hol uns herunter vom hohen Ross
und weck in uns Achtsamkeit
für andere Menschen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Make this Sabbath moment, O God, as your people come to your table. / We especially commend these little children who come to you in innocence. / Thank you for our church family. / We cherish the love and acceptance that we share here. / Keep us close to one another in Christ Jesus. / Asccept the love we offer and use it to bring in the Kingdom. / Amen.
Ann Weems, This Cup i give to You 1980
Barmherziger Gott, /
in Kanada steigen die Temperaturen ins Unerträgliche, / bei uns kommen die Fluten aus dem Nichts und spülen alles fort. / Der Sommer hat begonnen, / die Ferien stehen vor der Tür. / Endlich – nach so vielen Monaten – wollen wir raus aus unserem abgeschlossenen Leben. / Wollen die übriggebliebene Natur genießen, / bevor die nächste Welle uns zurückspült / in das Leben mit Abstand, Masken und Tests? / Was ist das für ein Leben, das wir uns da bereitet haben? / Können wir dahin ernsthaft zurückwollen? //
Barmherziger Gott, /
vieles hat sich in den letzten Jahren zum Schlechteren entwickelt. / Wo ist die Hoffnung hin und die Einsicht, die Veränderung möglich macht? / In unseren abgeschlossenen Leben denkt jeder nur an sich selbst. / Nur Du denkst das alles vom Ende her, das Du schon kennst, weil Du den Anfang gemacht hast. / Führe uns heraus aus dieser Gefangenschaft, / aus der Ungleichheit und Gleichgültigkeit. / Erlöse uns von diesem Zustand, der ohne Hoffnung ist. // Amen.
Achim Detmers
Jürgen Kaiser, Berlin
Gott – mannigfaltig und grenzenlos
Wir danken dir für die Vielfalt deiner Menschenwelt.
An vielen Orten wirst du angerufen
in ganz unterschiedlicher Weise.
Wir danken dir für die Überwindung von Grenzen.
An vielen Orten wächst die Bereitschaft,
die Konfession oder Religion der jeweils Anderen
kennenzulernen und anzuerkennen.
An vielen Orten. Nicht an allen.
Das erschreckt uns sehr und
lässt uns am Fortschritt der Menschlichkeit verzweifeln.
Gott – mannigfaltig und grenzenlos
Mach uns tolerant und gesprächsbereit.
Schärfe unsere Fähigkeit
unseren eigenen Glauben verständlich zu machen
und andere Haltungen zu verstehen.
Schütze uns vor Resignation.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
RefLit
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, Du verstehst meine Seufzer, / das Herzklopfen und jede Regung / Kennst mich besser als ich mich selbst. / In deiner Erkenntnis liegt die Erlösung unserer Beziehungen in der Welt. / Du hilfst, das Ego zu relativieren, / ohne dass es verleugnet werden muss. / Die unverwechselbare Einzigartigkeit eines jeden Menschen / ist Teil von deiner Kreativität. / Dass wir sie nicht immer sehen, / würdigen und anerkennen, / ist menschlich. / Wir sind fehlbar. / In der Verallgemeinerung geht die Liebe leider oft verloren. / Sie lebt, atmet, realisiert sich / und erfüllt ganz und gar persönlich oder manchmal auch überpersönlich. / Besonders, wenn unser grundsätzliches auf einander angewiesen sein verinnerlicht ist. / Durch einander kommen wir weiter, / ohne einander leider nicht. / Hilf uns dabei, lass uns den ersten Schritt tun, / lass uns aufeinander zugehen. / Lass uns die Strassenseite zueinander wechseln, / statt voneinander weg. / Hilf uns, einander zu erkennen / und so dir näher zu kommen. Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
O Lord, free us to thank God for each other! / Free us to click orange juice glasses clear across your Kingdom / In every family and in the larger family of the gathered church. // Here’s to you, saints who remembered to love! // Here’s to those who heal, teach, listen, comfort; / Who feed the hungry, clothe the naked, give a cup of cold water, / Weep with those who weep, rejoice with those who rejoice, / And stand by to pick us up and brush us off! // Here’s to the peacemakers and the prophets – / Their justice, their mercy, their humility, / Their strength that does not falter! // Here’s to those who have been freed to free us, / To their song that never ends, / To the saints who keep on dancing! // Here’s to you! / Amen.
Ann Weems, To You! 1980
26. Juni 2021
So vieles \"geht\" wieder in diesen Tagen, und ich gehe so richtig mit, innerlich und äußerlich. Ich lade die Konfis und die Gemeinde ein, wenigstens \"Freiluft\". Ich sitze vor dem Eiscafé und umarme die Freundin, die ich nach langer Zeit in unserer gemeinsamen Heimatstadt treffe, herzlich und noch etwas länger als sonst. Ich mache Pläne für Reisen, lasse mich einladen und sage Dienste zu. Und ich merke, wie gut mir das alles tut - und den anderen auch./ \"Geht\" das alles? Nach so vielen Beerdigungen von Erkrankten und von der Krankheit Geschädigten und dann Gestorbenen? Und die Krankheit ist noch lange nicht \"aus der Welt\"!/ Ist das weise? Bin ich weise? War ich es jemals?/ Weisheit ist nicht nur, die FFP2-Maske noch etwas länger zu tragen oder Menschen mit dem Ellbogen zu begrüßen./ Weisheit ist, nach der Schrift, die Erkenntnis Gottes, seiner Werke und seiner Wege. Das echte Mitfühlen mit den anderen und wie sie dran sind. Die echte eigene Rücksicht auf sie. Das erkennen, was anderen fehlt, was sie brauchen und worauf sie dringend warten. (Nicht bloß möglichst \"normale\" Sommerferien, wie sie sich ein gutgestellter Europäer für seine Familie erhofft.) Damit Shalom wird, etwas von dem Frieden, der das große Projekt unseres Gottes ist./ Herr, mein Gott, verlass mich nicht, wenn jetzt wieder so viel \"geht\". Gib mir von dieser Weisheit und diesem Frieden! Das bitte ich durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser, Hoerstgen
Großer, ewigreicher Gott,
zu Dir kommen wir mit unserer Armut,
an Liebe
an Hoffnung
an Glauben –
und bitten Dich:
schenk uns aus Deiner Fülle.
Barmherziger Gott,
voller Gnade und Wahrheit bist Du.
Und wir kommen zu Dir
mit unserer Hartherzigkeit
mit unsere Angst,
unseren Lebenslügen –
und bitten um Deinen Geist,
der all diese bösen Gespenster vertreibt.
Liebender Vater von uns allen,
zu Dir kommen wir mit
unserem kleinen Glück
mit unseren Kindern
mit dem Wunder der Liebe,
die wir schenken und empfangen –
und danken Dir für diese guten Gaben.
Komm Du mit Deinem heiligen Geist nun zu uns.
Segne diese Stunde,
in der wir Dir stille halten
und pflanze Dein Wort in unser Herz,
dass es Frucht bringt
zu Deiner Ehre
und uns allen zum Wohl.
Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
RefLit
Ewige/r
Du säuselst im Wind
blühst in den Blumen
schnurrst in Katzen
leuchtest in Sternen
und erfrischst im Regen.
Du zeigst dich tausendfältig in liebevoller Zuwendung. / Lässt uns zusammen reden, schweigen, lachen und weinen. / Lass mich Sorge tragen zum Leben auf Erden, / das über mich hinausgeht. Schenk mir Mut zu werden, / wie Du mich siehst und wie ich möchte. / Lehr mich zu teilen. Ich danke Dir dafür. / Amen
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
zu Psalm 103
Barmherziger Gott,
du handelst nicht mit uns nach unserer Sünde
sondern überwindest das Böse mit Gutem.
Du vergiltst uns nicht nach unserer Missetat,
sondern schenkst uns neue Anfänge.
Mach uns auch miteinander barmherzig,
nachsichtig mit Fehlern,
geduldig mit Schwerfälligen,
großherzig, einander Schuld zu vergeben.
Lehre uns,
auch mit uns selbst barmherzig zu werden,
dass wir unsere Grenzen erkennen,
und uns nicht überfordern;
dass wir loskommen
vom ständigen Grübeln über unsere Mängel.
Befreie uns dazu,
glücklich zu sein über Erfolge,
und um Hilfe zu bitten,
für unsere Schwächen.
Schenk uns Freude an unserem Leben,
auch wenn darin vieles nicht perfekt ist.
Gott, unser Vater,
umgib uns mit deiner Liebe.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott – unser Anfang und Ziel
Paulus sagt:
alles ist gut,
wenn es in Liebe geschieht.
Dann kann es auch
Streit und Meinungsverschiedenheiten,
unterschiedliche politische Haltungen,
gegensätzliche Lebensweisen geben,
ohne dass das Gemeinwohl Schaden leidet.
Hilf uns, das zu berücksichtigen
in unseren Familien,
in unserer Stadt,
in unserer Kirchengemeinde.
Paulus sagt:
alles ist gut,
wenn ihr euch um Verständlichkeit
und Verständigung bemüht.
Dann können wir auch
Nicht-Glaubenden
das Evangelium anbieten,
ohne dass wir verlacht werden
oder andere abschrecken.
Hilf uns, das zu berücksichtigen
im Gespräch mit der nachfolgenden Generation
in den Diskussionen mit Andersdenkenden
im Ringen um die richtige Form der Verkündigung.
Paulus sagt:
Ihr werdet mehr als genug bekommen.
Gott –
Wir wollen darauf vertrauen. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Blessed are you, creator God, / to you be praise and glory for ever. / As your Spirit moved over the face of the waters / bringing light and life to your creation, / pour out your Spirit on us today / that we may walk as children of light / and by your grace reveal your presence. / Blessed be God, Father, Son and Holy Spirit. / Amen.
Church of England, Prayer 2005, Morning Prayer after Ascension until Pentecost
19. Juni 2021
Es werde, heißt es in der Geschichte der Schöpfung.
Und es wurde.
Aus dem Nichts ist Leben entstanden.
Und es wird.
Du lässt deine Schöpfung nicht los, Gott!
Für dieses Werden danken wir dir.
Es wird heiß.
Die Temperaturen steigen von Tag zu Tag.
Schon sehnen wir uns nach einem kühlen Wind
und sogar nach Regen.
Und machen uns Sorgen um das Klima,
weil das Wetter immer extremer wird.
Es wird besser.
Wir können uns wieder treffen,
Essen gehen und zusammen etwas trinken.
Doch es bleibt die Unsicherheit, wie es weitergeht.
Ob uns die Pandemie wieder einholt?
Es wird gut.
Wenn du uns die richtigen Ideen,
das rechte Maß und das nötige Vertrauen
an die Hand gibst,
dann können wir etwas bewirken.
Es wird anstrengend.
Wir brauchen viele von diesen neuen Ideen, Gott.
Politik muss sich verändern und Vertrauen zurückgewinnen.
Wir müssen Gewohnheiten ändern und Einstellungen.
Es braucht Gnade und Geduld.
Darum bitten wir dich, unser Gott!
Georg Rieger, Nürnberg
Karl Barth (1886-1968)
Lieber Gott, / wir danken Dir, / dass wir die Liebe so umfänglich erleben dürfen, / dass du uns die vielen Sensoren geschenkt hast, / dass wir Liebe geben und nehmen können. / Wir bitten dich auch um die nötige Sensibilität, / wenn wir darüber ins Gespräch kommen. / Wir bitten dich um Mut / und die richtigen Worte. / Wir bitten dich auch für die, deren Erfahrungen / mit Liebe und Sexualität nicht gut waren und sind. / Wo es nicht zur Sprache kommen kann, sei du ein Gegenüber. / Wo es um Schuld und Vergebung geht, hilf du mit deiner Vergebung. / Wo Unverzeihliches geschehen ist, schenke die Möglichkeit, es zu verarbeiten. / Gott, wir brauchen dich in der geistigen Liebe wie in der körperlichen. Wir brauchen deine Hilfe, um offen und ehrlich sein zu können. / Wir brauchen dich, damit wir tolerant sein können und mit uns selbst im Reinen. / Deshalb lass uns damit nicht alleine. Misch dich in unser Leben und in unseren Umgang miteinander ein – indem du uns mit deiner Liebe großzügig und achtsam umgibst. Amen.
Georg Rieger, Nürnberg
