Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Annegret Lambers, Osterwald
Gott, es gibt so viel ungestillte Sehnsucht,
Sehnsucht nach Beachtung, nach Anerkennung, nach Liebe,
Sehnsucht nach dir.
Es gibt so viele unbeantwortete Fragen,
Fragen nach dem Sinn des Lebens
und nach dem Sinn unbegreiflichen Sterbens,
Fragen nach unserer Zukunft,
Fragen nach dir.
Es gibt so viel Schuld,
Schuld, die wir wissen,
Schuld, die wir verdrängen,
Schuld, die uns verzweifeln lässt,
weil sie uns trennt von anderen Menschen
und von dir.
Gott, wir bitten dich,
sieh uns an,
sieh hinter die Masken, die wir tragen,
und trenne dich nicht von uns. Amen.
RefLit
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
We thank you, O God for your love for us. / Love that reaches out to accept us, wherever we are, whoever we are. / Love that demands a lot, but at the same time, somehow, amazingly, enables us to meet those demands. / Love that reassures, affirms, prompts, challenges, and overwhelms us with the completeness of its response. / Help us, your people, held within the security of your love, to risk showing that same love to others. / May our love, too, be known for its abundance, its readiness to speak out and its healing power. / Amen.
Presbyterian Church of Aotearea, Prayers of Thanksgiving, Homepage 10.3.20
12. Juni 2021
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / wir brauchen Geduld. / Die Eltern mit ihren Kindern. Die Kinder mit ihren Eltern. Das Volk mit denen, die politische Verantwortung tragen. Die öffentlich Verantwortlichen mit denen, die sie stören, ärgern und enttäuschen. / Geduld heißt: tragen und ertragen können. / Wir können das kaum noch. / Andere Meinungen werden skandalisiert. Fehler nicht verziehen. Ecken und Kanten misstrauisch beäugt. / Trotz der allherrschenden Individualität sind Abweichler unerwünscht. / Geduld heißt: tragen und ertragen können. / Ob wir das noch schaffen: darunter bleiben? / Wir müssten ja ausscheren aus der Diktatur des „Über“: Überforderung, Über-Information, Überorganisation, Übermaß, Übermut, Überfluss. / Das „Über“ prägt uns. / Wie schwer ist es da, geduldig zu sein. / Lehre uns diese Kunst. / Die Kunst der kleinen Schritte. / Die Kunst des Schweigens. / Hilf uns, dass wir auf Dich warten und uns dafür Zeit nehmen. / Vielleicht tut das anderen gut, wenn wir unaufgeregt sind. / Wenn wir die Pausenlosigkeit nicht mitmachen. / Wenn wir Dir stille halten. / Vielleicht finden sich Menschen neben uns ein dazu. / Ja, das gib. / Und segne uns. / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Gott, gute Mutter, lieber Vater,
unter deinem Schirm kann ich die Masken fallen lassen, brauche mich nicht zu verstecken, muss nicht mehr aus mir machen, als ich bin. Denn da ist nicht viel, nichts, das der Rede wert wäre, nichts, was ich mir zugutehalten könnte. Ich kann nichts aus mir machen, das muss ich dir bekennen. Du wirst mich darum nicht verdammen, das glaube und das weiß ich. Du wirst mehr aus mir machen, das glaube und das hoffe ich. Erneuere mich, erneuere uns, mach aus uns bessere Menschen, mach aus uns neue Menschen, die dich loben und preisen. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Unser Vater!
Wir wollen glauben, aber das ist nicht leicht.
Wir wollen vertrauen, das aber fällt uns unglaublich schwer.
Wir möchten im Glauben zuversichtliche Schritte gehen,
aber unsere Beine sind manchmal bleischwer.
Ob es an dem „WIR“ liegt? WIR wollen, WIR möchten…
Hilf uns, uns beschenken zu lassen. Nicht WIR, sondern DU!
DU schenkst und DU gibst umsonst!
DU gehst so wunderbar behutsam auch mit unserem Unglauben,
mit unserem Unvermögen und mit unserem Zweifel um – fast zärtlich.
Danke. Wir stehen leer vor dir und bitten dich: Fülle du uns neu!
Amen
Annegret Lambers, Osterwald
Vater im Himmel, du hast die Welt erschaffen und uns erschaffen, aber wir machen die Welt kaputt. Da ist der Gott nicht zufrieden. Christian, Hünenberg (8 J.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
Komm, du lebendiger und lebenschaffender Geist –
Hilf unserer Schwachheit auf, wenn wir beten.
Komm du liebender und liebestiftender Schöpfer –
Sei unser Atem, wenn wir beten.
Komm du menschlicher Christus –
Mach uns zu wahren Menschen.
Wir wollen es akzeptieren, Gott,
dass wir dich nicht begreifen.
Du fehlst uns oft so sehr.
Du scheinst taub für unsere Bitten
um das Wohl aller
um Frieden
um eine gerechtere Welt.
Wir wollen es akzeptieren, Gott,
dass du uns so viel Verantwortung übertragen hast.
Wir versagen oder verzagen oft.
Dabei sollen wir doch das Unsere tun
für das Wohl aller
für den Frieden
für eine gerechtere Welt.
Wir wollen uns hineinnehmen lassen
in die Zuversicht Jesu,
der seinen Weg im Einklang mit dir ging.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig, hast Du zu Paulus gesagt. Wenn Du soviel Geduld mit meiner Schwachheit und meinem Versagen hast, dann kann ich das wohl auch etwas gelassener nehmen? Bleib in meiner Nähe und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Dann wird so etwas entstehen wie Frucht, oder Segen. Für meine Lieben, meine Nächsten und auch für mich. Darum bitte ich für heute, mein Herr und mein Gott. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
O Lord, we’re playing Pharisee again, / More interested in the Sunday morning count / Than in the feeding of your sheep, / More interested in stars of our crowns / Than in that cup of cold water, / More interested in tradition and appearance / Than in the following of our Lord. / Forgive us. / Amen.
Ann Weems, The Lord of Life 1980
5. Juni 2021
Wunderbarer Gott!
Das Leben blüht auf.
Lass es auch neu aufblühen
in uns
und unter uns,
für uns
und für alle Menschen.
Lass uns das Wunder des Lebens neu entdecken
und Wege der Achtsamkeit finden,
um Deine gute Schöpfung
und unser Miteinander
vor weiterer Zerstörung zu bewahren.
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Gott – du Geheimnis des Seins
Schwierig ist es, über dich nachzudenken.
So viele Worte aus Gegenwart und Vergangenheit
wollen dein Geheimnis lüften.
Aber du bleibst verborgen.
Danke, dass wir manchmal deine Nähe spüren.
Gott – du Geheimnis des Seins
Schwierig ist es, dich anzusprechen..
Wir sollen uns kein Bild machen.
Aber wir können nicht ins Nichts hinein rufen.
Wir suchen ein Ohr und einen Blick, wir warten auf eine Antwort.
Danke, dass wir darauf vertrauen, dass du uns hörst.
Gott – du Geheimnis des Seins
Schwierig ist es, deinen Spuren in der Heiligen Schrift zu folgen.
Fremde Sprachen, veraltete Vorstellungen, widersprüchliche Aussagen.
Wir wissen oft nicht, was wir glauben können.
Danke, dass Schätze aus der Tradition uns immer wieder Halt geben:
ermutigende Worte, trostreiche Musik, aktivierende Geschichten –
Danke für unsere Heimat in der Kirche.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott des Himmels und der Erde!
Wir danken dir,
dass du mitten in der Zeit der Welt
diesen Tag für uns gemacht hast.
Wir danken dir,
dass du uns an ihm erinnerst,
wie freundlich du uns rufst
und wie du uns an der Ruhe teilgibst,
die Leib und Seele erfrischt.
Dein Wort hat die Welt geschaffen.
Mit deinem Wort erhältst du uns.
Von deinem Wort leben wir.
Vor dir breiten wir aus,
wodurch wir dich vergessen,
was uns erschreckt,
wo wir meinen, uns sei Unrecht geschehen,
und wo wir Unrecht an anderen getan haben.
Lass uns Abstand gewinnen von dem,
was hinter uns liegt,
und neues Vertrauen zu dir fassen.
Überströme uns mit deinem heiligen,
heilmachenden Geist. Amen.
RefLit
Komm, Heiliger Geist, / es wird Zeit, das du kommst und uns milde stimmst, und versöhnlich und nachgiebig und hoffnungsfroh. Es wird Zeit das du kommst und uns den Glauben stärkst und auch die Liebe, denn ohne die Liebe ist doch auch der Glaube nichts.
Komm, Heiliger Geist, und bete du in uns. Dein unaussprechliches Seufzen wird von Gott erhört. Rücke uns die ins Blickfeld, die wir übersehen, bring uns ins Gedächtnis die, die wir vergessen haben, entwirre unsere verworrenen Gedanken, korrigiere unsere unbeholfenen Ausdrücke, ergänze unsere unvollständigen Sätze, weite unsere engen Wünsche.
Komm, Heiliger Geist, lehre uns, deine Worte zu weiterzusagen, so, dass sie verstanden werden, so, dass sie geachtet werden, so, dass sie beherzigt werden, so, dass sie neue Wege eröffnen, dass sie versöhnen, wo man hasst, und Vertrauen geben, wo man zweifelt.
Komm, Heiliger Geist, es wird Zeit, die Seelenfenster stehen offen für ein bisschen frischen Wind. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
manchmal hören wir
ein Echo des himmlischen Lobgesangs:
Es tönt uns entgegen
aus dem Geäst der Bäume,
und dem Sirren der Gräser,
aus dem Meeresrauschen
oder dem Wind,
denn deine ganze Schöpfung
gibt dir die Ehre.
Wir stimmen mit ein
und preisen dich,
von ganzem Herzen,
von ganzer Seele,
mit aller Kraft.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
O Jesus, you were real / And we made you saccharine and / hung you on the church school wall / And told all the little children / you wanted them to sit still. // O Jesus, you were here and now / And we made you something in the sweet by and by / And told all the people in need / to see you in heaven. // O Jesus, you walked in our shoes in our marketplace / And we told you to stay in your sandals, / In a faraway place, in a long ago time, / Stay back in the Bible. / Forgive us. / Amen.
Ann Weems, The Lord of Life 1980
Barmherziger Gott, / Unsere Welt hat sich in den zurückliegenden Monaten verändert, / sie hat einen Schub bekommen, / die Krankheit wird von Mal zu Mal sichtbarer. / Wir dringen immer tiefer in den Lebensraum von Tieren ein, / in unseren Labors sind wir den Geheimnissen des Lebens auf der Spur. / Ist da das Virus entstanden, das uns so lange gelähmt hat? / Oder ist es nur eine Spielart Deiner Schöpfung? / Ebenso wie der riesige Eisberg, der sich in der Antarktis gelöst hat? //
Treuer Gott, / wir lesen diese Nachrichten, / sie machen uns dünnhäutig, rauben uns die Zuversicht. / Wohin wird das alles führen? Was bedeutet das für unsere Nachkommen? / Was bedeutet das für unser Verständnis Deiner Schöpfung? / In sieben Tagen hast Du das alles geschaffen, / am sechsten den Menschen und danach als Krone den Ruhetag. / Hilf uns, diesen Ruhetag wieder zu würdigen als einen Tag für Dich, als einen Tag für die Schöpfung, als einen Tag für uns – mit Umarmungen, Gesang, Predigt, Gebet, Abendmahl und Segen. // Amen.
Achim Detmers, Hannover
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Mein Schöpfer, Erlöser und Quelle der Lebensfreude,
mit jedem Atemzug empfange ich das Leben von dir.
Mit jedem Seufzer gebe ich dir von meiner Last ab.
Öffne mich für diesen Tag.
Öffne mich für dein belebendes Wort.
Öffne mich für deine Berührung,
auch in den Menschen, dir mir heute begegnen.
Danke für deine Gegenwart.
Amen.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Jürgen Kaiser, Berlin
Annegret Lambers, Osterwald
Gott, du Atem des Lebens!
Du bist bei uns mit deinem Wort und mit deinem Geist.
Du sprichst zu unseren Herzen und zu unseren Gedanken.
Lass uns ruhig werden.
Lass uns ablegen, was uns zu schwer ist.
Lass uns annehmen, was wir nicht loswerden können.
Richte uns auf, damit wir verstehen,
dass du es gut meinst und gut machst mit uns.
Sei bei uns allen hier in der Gemeinde.
Wir bitten deinen Geist herab
auf unser Predigen, unser Reden, Singen und Beten
und auch auf unser Schweigen.
Gib unseren Gebeten Kraft.
Lass uns erkennen, wieviel Gutes
du uns für unser Leben gibst. Amen.
RefLit
Holy Spirit of God, / who prefers before all temples the upright heart and pure, / instruct us in all truth; what is dark, / illumine; what is low, / raise and support; what is shallow, / deepen; that every chapter in our lives may witness to your power / and justify the ways of God to men. / In the name of Jesus, giver of all grace. / Amen.
John Milton, A Prayer from the Past, vor 1674
