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Wochenrückblick

12. Juni 2021

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / wir brauchen Geduld. / Die Eltern mit ihren Kindern. Die Kinder mit ihren Eltern. Das Volk mit denen, die politische Verantwortung tragen. Die öffentlich Verantwortlichen mit denen, die sie stören, ärgern und enttäuschen. / Geduld heißt: tragen und ertragen können.  / Wir können das kaum noch. / Andere Meinungen werden skandalisiert. Fehler nicht verziehen. Ecken und Kanten misstrauisch beäugt. / Trotz der allherrschenden Individualität sind Abweichler unerwünscht. / Geduld heißt: tragen und ertragen können. / Ob wir das noch schaffen: darunter bleiben? / Wir müssten ja ausscheren aus der Diktatur des „Über“: Überforderung, Über-Information, Überorganisation, Übermaß, Übermut, Überfluss. / Das „Über“ prägt uns. / Wie schwer ist es da, geduldig zu sein. / Lehre uns diese Kunst. / Die Kunst der kleinen Schritte. / Die Kunst des Schweigens. / Hilf uns, dass wir auf Dich warten und uns dafür Zeit nehmen. / Vielleicht tut das anderen gut, wenn wir unaufgeregt sind. / Wenn wir die Pausenlosigkeit nicht mitmachen. / Wenn wir Dir stille halten. / Vielleicht finden sich Menschen neben uns ein dazu. / Ja, das gib. / Und segne uns. / Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim