Wochenrückblick
10. Dezember 2022
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / es geht auf Weihnachten zu. / Die Weihnachtsmärkte laden ein. / Die Geschäfte ebenso. / Man feiert. Man trifft sich. Man plant. / Manche schauen die Fußball-WM. / Wenn die deutsche Mannschaft auch aus- / geschieden ist – andere sind wirklich gut. / Darf das alles nicht sein? Müsste Protest / sein? Kritik? Warnungen? / Ist das alles eine große Betäubung nur? / Ein Sich-Ablenken von dem, was droht? / Ein Nicht-Hören-Wollen auf die SOS-Rufe / in unserem Land, in der Ukraine, in Syrien? / Kann sein. Vermutlich ist das so. / Aber wer kann vollmächtig mehr verlangen? / Wie scheinheilig wäre das, wenn wir das täten. / Denn wie unbrauchbar sind wir doch für Dein Reich, / das kommt. Und wie wenig gelingt es uns, Deinen / Namen so auszusprechen, dass er Hoffnung schenkt / und Wege zum Guten ebnet. / Aber vielleicht übersehen wir auch etwas: / Die eine Aufgabe, die wichtig ist und die zu schaffen / für uns kein Problem ist. / Die eine Hand, die zu füllen / uns nicht schwerfällt. / Den einen Menschen, der auf uns wartet und / der bereits schon neben uns ist. / Lass uns sehen, was wir übersehen. / Lass uns sehen, was wir können. / Lass uns nicht aufs böse Ende schauen, sondern auf / den Anfang, der möglich ist. / Dazu segne uns. Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim