Wochenrückblick
Barmherziger Gott, / das Neue Jahr ist nun nicht mehr weit. / Die Jahresrückblicke prasseln auf uns herein. / Sie bohren sich tief in unsere offenen Wunden, / die König Goldfinger und seine Schergen geschlagen haben. / Angeschlagen ist nun auch er selbst: / gesundheitlich und moralisch schon längst, / erste Gefolgsleute wenden sich angewidert ab. / Wie ein getroffene Löwe schlägt er um sich, / greift nach Grönland und zielt auf Venezuela. / Er droht den Aufrechten mit Tod, / in seiner Weihnachtsansprache verspritzt er Gift und Galle. //
Wird es da nicht Zeit, / seinen Abgang vorzubereiten? / Haben nicht alle jetzt genügend gelernt, / was es heißt, / einen Clown an die Macht zu wählen? / Einen Clown, der Unterhaltungswert hat wie keiner sonst, / aber um welchen Preis? / Alles kann er mit in den Abgrund ziehen, / aus dem er selbst gekrochen kam. //
Wäre es nicht Zeit, / den selbsternannten ›Friedefürsten‹ in den ungeschwärzten Spiegel schauen zu lassen bis ans Ende seiner Tage? / Welche Enthüllungen braucht es noch, / um zu erkennen, / dass dieser Wundermann, Gold-Held, Ewig-Regent und Friedefürst kein Heilsbringer und Erlöser ist? / Haben wir zu Weihnachten nicht wieder vor Augen geführt bekommen, / dass der Gerechte und Retter demütig auf einem Esel geritten kommt (Sach 9,9)? / Dass uns ein Kind geboren ist, / und auf seiner Schulter die Herrschaft ruht? / Und nur er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst (Jes 9,5)?
Barmherziger Gott, / lass diese Botschaft nicht zu schnell verhallen in den ersten Tagen des Neuen Jahres, / wenn wir an Epiphanias des 6. Januar 2021 gedenken. / Amen.
Achim Detmers, Hannover