Wochenrückblick
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / ein neues Jahr. / Es ist erst zwei Wochen alt. / Aber es ist keine neue Zeit angebrochen. / Gewiss: Es gibt Neuerungen. //
Bei jeder Industriemesse gibt es die. / Wir werden geradezu überschüttet mit Ideen, die neu sind. / Und gewiss, wer würde sich nicht freuen über Fortschritte - / etwa auf dem Gebiet der Medizin? / Oder auch der Technik? / Der alte Waschtag – wer wollte den wiederhaben? / Und ist ein Computer nicht eine wunderbare Sache, / wenn man daran denkt, / wieviel Arbeit es machte, / Texte im Zeitalter der Schreibmaschine zu vervielfältigen und zu korrigieren? / Und mal schnell eine SMS zu schicken, / ist doch auch ganz gut, oder? // Ja, es ist vieles leichter geworden durch Neuerungen. //
Aber es ist keine neue Zeit angebrochen. Der alte Irrsinn ist immer noch da. / Und die vormals Irrsinnigen sind es auch. / Die Fratze des Bösen zeigt sich ohne Scham und versucht kaum noch, sich zu tarnen. //
Wir haben das Gefühl: Es sind die Falschen stark. / Und die Menschen guten Willens sind schwach. / Es sind die Falschen, / die sich über Regeln des Anstandes hinwegsetzen. / Und die Menschen guten Willens treten auf der Stelle. / Es sind die Falschen, denen es gelingt, Menschen zu verführen. / Und den Menschen guten Willens fällt es schwer, / Herzen zu gewinnen. //
Und doch glauben wir, / dass das Ziel dieser Welt im Lobpreis Deines Namens besteht. / In Deinem Reich, das kommt. / In Deinem Neumachen, / das nicht wieder alt werden kann. / Erhalte in uns diese Zuversicht. / Und lass Gleichnisses Deines Himmelreiches da sein. / Dass allen, die Dich suchen, / das Herz auflebt. / Und dass die Elenden sich freuen. // Amen
Klaus Bröhenhorst