BildBibelPsalmWortklaubereiChronikGebetImpulsProvokationGlaubensfragenImpressum und Archiv InstagramWas ist das?Datenschutz
weiter ...

Wochenrückblick

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / das kriegen wir schlecht zusammen: / unsere kleine Welt – / in der Familie, im Kollegenkreis, im Sportverein, im Chor – / und die große Welt mit ihren Schlagzeilen und Bedrohungen, / mit entsetzlichen Kriegen und entsetzlichen Machthabern. // Das kriegen wir schlecht zusammen: / die Planungen, die uns beschäftigen und erfreuen – / für das Jubiläum, für den Geburtstag, für die Abschlussfeier – / und die Zukunftsängste, die uns beschleichen, / weil die Rücksicht auf das Klima dann doch nicht so wichtig ist, / weil der Widerstand gegen die Diktatoren dann doch nicht so entschieden ist, / weil die Stimmen der Opfer dann doch nicht so laut sind, / als dass man die Täter aufspüren und zur Rechenschaft ziehen wollte. //

Merkwürdig: Wir verlieren uns an die Dinge, / die nicht wichtig sind. / Prinz Andrew ist ein Thema. / Und die Royals allüberall. / Die Champions League und ihre angeblichen Dramen. / Der Medaillenspiegel, der enttäuschend war. / Und die Schuldzuweisungen danach. / Aber was ist mit dem Altersheim gleich nebenan? / Muss es auch schließen? / Und der kleine Betrieb zwei Straßen weiter? / Ist er auch pleite? / Und der Schulhof in Hörweite? / Ist der sicher vor Messern und Drogen? // Merkwürdig: Wie sehr Wichtiges und Unwichtiges bei uns durcheinander gehen. / Und wie sehr Unwichtiges wichtig wird. / Und Wichtiges unwichtig. / Merkwürdig: Wie schwer es die Vernunft bei uns hat. / Weil Emotionen hochkochen./  Weil es um Macht und Einfluss geht. / Weil Menschen gewählt werden wollen. / Weil Schlagwörter herrschen. // 

Und die Wahrheit, Herr? / Deine Wahrheit? / Gib, dass sie es nicht schwer bei uns hat. / Gib, dass sie uns freimacht. / Gib, dass wir sie so bezeugen können, / dass Menschen getröstet sind. / Gib, dass sie viele zusammen mit uns auf dem Weg zu Dir hält. / Noch ist das Jahr nicht alt. / Noch kann in den nächsten Monaten vieles geschehen. / Und vor manchem, was geschehen kann, / haben wir Angst. / Da sei Du vor. / Darum bitten wir Dich. / Amen. 


Klaus Bröhenhorst