Wochenrückblick
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, // wenn wir die Nachrichten einschalten, / wenn uns „news“ über die sozialen Medien erreichen, / dann kommen wir uns vor wie Menschen, / die ihrem eigenen Untergang zuschauen. // Und dann zappen wir meistens weg. / Wer soll das aushalten: / Die Unfähigkeit, klug zu sein? / Die Unfähigkeit, Maß zu halten? / Die Unfähigkeit zur Wahrheit und zur Einsicht in Notwendiges? / All die Lügen, die verbreitet werden? / Und die riesige Dummheit, ohne die manche Regierung und manches Wahlergebnis gar nicht möglich wäre? // Wir halten das nicht aus. / Und darum zerstreuen wir uns / und erklären anderes für wichtig: / Wen wird Jürgen Klopp in die Nationalmannschaft berufen? / Warum haben die Geissens den Sender gewechselt? / Wann finden Harry und Meghan eine Wohnung in England, die ihnen gefällt? //
Angesichts des Kriegs in der Ukraine, / angesichts der Politik Donald Trumps, / angesichts des Versagens, / den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen, / sind das eigentlich völlig belanglose Fragen. / Aber wir können dieses „eigentlich“ nicht durchbrechen. / Und fehlen dazu Kraft und Möglichkeiten. //
Darum bitten wir Dich besonders für die, / die das mit kleinen Schritten und Schrittlein dennoch versuchen. / Wir bitten Dich für die Menschen guten Willens, / die ihrer Verantwortung gerecht werden, / dass Du sie segnest. / Wir bitten Dich für alle, die bereit sind, / im Dienste zu stehen und nicht im Raub. / Und wir bitten Dich, dass die Menschen-, Tier- und Naturquäler dieser Welt / Grenzen erfahren und sie nicht weiter durch ihr böses Tun / Zukunft, Leben und das Lob Deines Namens ersticken dürfen. // Wir bekennen Dir, / dass wir in das, was wir beklagen, / mehr hineinverstrickt sind, als es uns lieb ist. //
Die Grenze zwischen Gut und Böse geht durch uns selbst hindurch. / Darum beten wir zu Dir nicht mit einem Gewissen, / dass sich überlegen dünkt, / sondern mit einem tiefen Seufzen, / dessen Du dich erbarmen magst. / Amen.
Klaus Bröhenhorst