from...BildBibelPsalmWortklaubereiChronikGebetImpulsAbgedrehtProvokationImpressum und Archiv
weiter ...

Gebet

Tagesaktuelles Gebet

© Pixabay

Täglich finden Sie in dieser Rubrik ein Gebet, das auch in der from... App zu finden ist.

26. August 2025

Lord, listen to the babies crying! / They were ripped from their mother’s arms, / pulled off their father’s laps / and locked up with strangers - / as a warning, as a weapon of war. // Lord, listen to those babies. / Jesus showed us your heart for children. / He told us that if any of us put a stumbling block / before one of these little ones, / we might as well have a great millstone / fastened around our necks / and be drowned in the depths of the sea. / That’s what he said. // Lord, listen! / Yes, I’m listening, too. / I won’t shut my ears. // There are babies in my life, / babies at the borders of Europe. / Lord…


Catherine MacMillan
25. August 2025 Es gibt einen Raum  / In der Liebe / Dort wohnst du / Gott / Er ist ortlos / Zeitlos / Ewig // Wir betreten ihn / Und nehmen unseren Platz / 
Bei dir / Im Gebet // Das ist der Himmel / So stelle ich mir ihn vor / Ein freier Raum / Wo alles seinen Platz findet. / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
24. August 2025

Lebensmächtiger und barmherziger Gott, / du hast dich mit dem jüdischen Volk auf ewig verbündet, / begleitest es durch alle Zeiten, / lehrst es Gerechtigkeit und Güte, / bist sein Trost in Verfolgung und Schmerz, / und Quelle von Hoffnung auf Erlösung. //

Wir danken dir, / dass du uns die Augen öffnest / für deine Treue zu Israel / und für das Viele, das uns verbindet. / Wir lernen aus der jüdischen Weisheit, / und haben begonnen, Jesus, den Juden, / neu zu verstehen. / Nach jahrhundertelanger Feindschaft / erkennen wir uns endlich als Geschwister / im Glauben und Hoffen. //

Auch deshalb lässt uns nicht kalt, / was jüdischen Menschen widerfährt: / wenn sie in unserem Land angegriffen werden, / mit giftigen Worten und mit körperlichen Attacken, / wenn ihre Friedhöfe geschändet werden, / und ihre  Synagogen Polizeischutz brauchen. //

Wir nehmen Anteil an dem, was in Israel geschieht, / dem kleinen Land mit so vielen Feinden, / und können nur ahnen, / was das Massaker des 7. Oktobers ausgelöst hat, / dort und in der weltweiten jüdischen Gemeinschaft: / wieviel Trauer um die Toten, / wieviel alte Angst vor Vernichtung, wieviel Wut, / und wieviel unerträgliches Bangen / um das Leben der Geiseln. //

Die harte Antwort Israels / hat nun so viel Leid in Gaza geschaffen, / so viel Zerstörung, soviel Verzweiflung, / soviel neuen Hass. //

Unser Herz schlägt für die zahlreichen Israelis, / die Woche für Woche auf die Straße gehen / für die Befreiung der Geiseln, / und für das Ende dieses Krieges, / der auch Israel mit in den Abgrund reißt. / Schaff diesen Menschen Gehör bei den Mächtigen / und erhalte ihnen die Widerstandskraft. //

Erbarme dich der Familien in Gaza, / die so viel verloren haben, / die keine sichere Bleibe mehr haben, / die ihre Kinder nicht schützen können / und ihr Leben riskieren, / wenn sie um Nahrung anstehen. / Ihr Schmerz schreit doch zu dir in den Himmel / und fordert Hilfe, auch von uns. //

Gott, gebiete du all denen Einhalt, / die immer weiter zu Hass aufrufen / und Gewalt ausüben, / sei es gegen Menschen in Israel, / oder gegen Menschen in Gaza / und im Westjordanland. / Schaff in ihnen ein mitfühlendes Herz / und gib ihnen einen neuen, friedlichen Geist. //

Stärke die Tapferen auf beiden Seiten, / die sich immer noch weigern, / Feinde zu sein, / und die nicht aufhören, / an Versöhnung zu glauben. / Breite deinen Frieden aus, / wie du versprochen hast, / über Israel und seine Nachbarn / und über alle Völker unserer zerrissenen Welt. // Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Barmherziger Gott, / Gipfeltreffen und Krisendiplomatie standen in der zurückliegenden Woche auf dem Spielplan. / An der Choreografie wurde intensiv gearbeitet. / Schöne Bilder sollten in die Welt hinausgehen: / Kampfjets, rote Teppiche, Handshakes, Outfits und ein Brief der First Lady. / Und mittendrin der selbstermächtigte König mit den überhängenden Krawatten. //

Hast Du auch zugeschaut, Gott, wie König Goldfinger Lord Voldemort die Aufwartung machte? Wie er seine Seele an den Kriegsverbrecher und Massenmörder verkaufte für nichts? / Die verstörenden Bilder aus Alaska haben sich ins Gedächtnis eingebrannt / so wie die Bomben, die Tag für Tag in der Ukraine einschlagen. //

Und, Gott, hast Du auch gesehen, wie die europäische Notdelegation zu König Goldfinger reiste, / damit der kleine Mann in ihrer Mitte nicht erneut im golddrappierten Darkroom der Hauptstadtjournaille zum Fraß vorgeworfen wird? / Hast Du gesehen, / wie sie versuchten, König Goldfinger mit Ehrerbietung und Lobhudelei zu besänftigen? //

In was für Zeiten lässt Du uns da leben, Gott? / Das sind Szenen wie gemacht dafür, / später in den Geschichtsbüchern auf die nachfolgenden Katastrophen zu verweisen. / Ist der Wahnsinn nicht schon genug? / Warum, Gott, warum setzt Du dem kein Ende? / Warum gibst Du denen Recht, / die bei sich denken: / »›Auch das hat Gott bereits vergessen! / Er hat ja sein Gesicht bedeckt, / die ganze Zeit schon nichts gesehen!‹ Steh auf, Herr! Greif ein, Gott! / Vergiss die Elenden nicht! (Ps 10,11f).  Amen.


Achim Detmers, Hannover
22. August 2025 Jesus – du ganz Anderer // Sorgt euch nicht, sagst du. Wir aber sind voller Zukunftsangst. / Liebt eure Feinde, sagst du. Wir aber wissen nicht, wie wir mit den Unvernünftigen und Gewalttätigen umgehen können. / Übt Verzicht, sagst du. Wir aber hängen an unserem Besitz. / Strebt nach Gerechtigkeit, sagst du. Wir aber sehen auf unseren Vorteil. / Fürchtet euch nicht, sagst du. Wir aber haben Angst. / Folgt mir nach, sagst du. Wir aber haben deine Spuren verloren. / Bleibt in mir, sagst du. // Jesus – du ganz Anderer // Wir möchten so gerne ein wenig anders werden. Mit Gottes Hilfe. Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
21. August 2025 Du Ewige/r forderst es heraus: / Ich denke an dich, / und daran dir zu gefallen. / In der Weise wie du mir gefällst, / unerreichbar und annäherungswürdig / wie nichts Anderes. // Am Morgen und am Abend, / beim Blick in die Weite des Landes, / wenn ich die Berge in der Ferne betrachte / und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, / wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, / die weint um ihren Sohn / und um alles was in ihrem Leben nicht so wurde, / wie sie es gehofft hatte. // Komm bitte, / halte dein Versprechen: / Wisch die Tränen ab, / weck die erkaltete Liebe, / lass die Schönheit der Schöpfung / in allen Farben und Zeiten leuchten / und Gerechtigkeit erfahren. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
20. August 2025

Im Gebet stehen wir vor Dir / Du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs / und durch Jesus Christus auch für uns Vater und Mutter im Himmel. / aber ehrlich gesagt: mir gehen die Worte aus; / was sollen wir noch beten HERR? //

So lange schon der Krieg in und um die Ukraine, / viel zu viel Tote und Verletzte, / zerstörter Lebensraum / und jeden Tag und jede Nacht / Angst vor neuen Bomben und Explosionen. //

So lange schon der Krieg in Israel und Palästina; / unzählige Gebete für die Geiseln / in den Tunneln der Hamas-Faschisten, / für die Palästinenser, / die von ihrer eigenen Regierung geopfert werden. / der Bürgerkrieg im Sudan, die Hungersnot im Jemen... / ...mächtige Männer, die handeln, / als wären sie Götter. //

Wie lange willst du noch schweigen HERR? / wie lange noch? //

Ach wenn es doch mehr Menschen gäbe, / von denen man hört, das du mit ihnen bist, / denen man sich gerne anschließen möchte. *) / weil das so eine Art Keimzelle ist für ein zeichenhaftes Leben, / weil dort Ströme lebendigen Wassers fließen und Brot des Lebens zu finden ist. //

Menschen bei denen man Trost findet, wenn einem das Leben schwer wird. / Kraftorte, an denen man zur Ruhe kommt / und sich sammeln kann. / Lebensraum, den Du regierst. // Dass deine Kirche wieder zu etwas wird, / dem man sich gerne anschließt, / weil dort deine heilsame Nähe erfahren werden kann, / daran wollen wir gerne mitarbeiten. //

All das Leid und den Krieg in dieser Welt, / können wir nicht verhindern, / das kannst alleine Du – / und daran werden wir dich immer wieder erinnern. / Aber wenn Du mit uns bist / – und darum bitten wir dich – / werden wir zu einer Gemeinde, der man sich gerne anschließt. //

Dein Wille geschehe HERR! Dein Wille geschehe! / Amen


Gerhard von der Heyden
19. August 2025

Gott, / Warum bist du eigentlich in den entscheidenden Momenten so weit weg? / Warum fühle ich mich dir so fern? // Das ist unfair. / Du hast versprochen, da zu sein. / Vor allem wenn es hapert. // Lass mich nicht allein. / Ich will ja auf dich vertrauen. / Ich versuche es. / Aber komm mir doch auch ein Stück entgegen. / Amen. 


Selma Dorn, Leer
18. August 2025 Gott – du hast deine Welt uns Menschen anvertraut. / Unsere Vorfahren im Glauben erzählen davon und machen uns Mut. // Wir müssen keine Heiligen sein. Du kannst uns brauchen / mit all unseren Eigenheiten und Schwächen. // Manchmal schämen wir uns / Manchmal sind wir träge / Manchmal versagen wir / Manchmal sind wir ungeduldig / Wir stolpern auf dem Weg der Gerechtigkeit. // Bitte lass uns nicht allein. Sei du mit uns und schick uns Begleiterinnen und Begleiter. / Wir wollen gemeinsam an der Hoffnung festhalten, dass Gewalt und Betrug und Selbstsucht nicht siegen werden. // Hol uns aus der Tiefe zum Leben / Weise uns neue Wege zum Handeln / Und wenn wir aufgeben und umkehren wollen: Trockne unsere Tränen! // Vertreibe unsere Angst! / AMEN
Gudrun Kuhn
17. August 2025 Barmherziger Gott, / von deiner Güte leben wir. / Dein Segen lässt unsere Arbeit gelingen. / Aber oft bilden wir uns ein / wir müssten alles alleine schaffen, / und alles selbst in den Griff bekommen. / Wir stehen manchmal so stark unter Druck, / dass wir zu zerbrechen drohen, / und wenn wir zur Ruhe kommen, / fühlen wir uns ausgebrannt und leer. // Auf die Frage: »Wofür das alles?«, / wissen wir oft keine Antwort, / sondern fallen in ein tiefes Loch. // Ja, es ist umsonst, / dass wir früh aufstehen / und hernach lange sitzen / und unser Brot mit Sorgen essen. / Es ist umsonst, / wenn wir nicht unsere Grenzen erkennen / und auf deinen Segen trauen. / Gott mach du uns des Sinns unseres Lebens gewiss. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Ach, Gott, // es ist zu heiss. / Die Erde glüht / und auch so viele Gemüter sind überhitzt. / Es wird gestritten und verletzt. / Sogar Menschenleben / werden in Kauf genommen. / Warum? / Weil Macht, Geld und Ego scheinbar wichtiger sind?! //

Ach, Gott, // ich sehne mich so nach deinem Geist, / deinem Windhauch. // Wir brauchen ihn / an so vielen Orten / und in so vielen Herzen. / Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort des Friedens / in die Ohren der Politiker haucht, / die dieser Tage wieder / über Menschenleben entscheiden. //

Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort der Hoffnung und des Trostes / in die Ohren der Verzweifelten haucht. // Wir brauchen diesen Wind, / der dein Wort der Verantwortung und Liebe / in unser aller Ohren haucht. / Und weiter weht mit aller Kraft, / unser Innerstes durcheinanderwirbelt / und uns mitten ins Herz trifft. //

Ja, / vielleicht brauchen wir / längst mehr als einen Hauch. / Also lass deinen Geist kräftig stürmen. // Amen


Carolin Springer
15. August 2025 Wir verstehen vieles nicht / Gott / Wir verstehen uns selber nicht / Reaktionen unserer Kinder verstehen wir nicht / Wir verstehen unsere Mitmenschen nicht / Wir missverstehen dich // Wir machen aus dir so etwas wie Künstliche Intelligenz / Die das regeln soll was wir nicht verstehen // Du bist aber nicht künstlich / Du bist keine Erfindung die das Leben erleichtern soll / Du bist des Lebens Kern / Du bist der Liebe Kern / Du wärmst uns und stärkst uns für Taten / In welchen du dich erkennst / So erkennen wir uns selbst / Und erfahren / Dass du bist / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
14. August 2025 Nicht nur du, Gott, kommst auf uns zu, / sondern auch so vieles Andere im Leben. / Wie können wir das richtig einordnen? / Was fördert uns und was fordert uns? / Was tut uns gut und was überfordert uns? // Wir wollen uns dem stellen, / was wir an Erwartung spüren, / uns aber auch trösten lassen, / dass wir nicht allen Erwartungen / gerecht werden können. // Hilf uns dabei, / indem du bei uns bist / und mit uns gehst. // Amen
Georg Rieger, Nürnberg
13. August 2025

Gott – du Anfang und Ende der Schöpfung // ich suche dich – ich brauche dich / Wie sehr würde ich mir wünschen, / dass du wie der König im Märchen / losziehen würdest, / gegen alles, was mir Angst macht. / Gegen alles und gegen alle. // Jesus – du Ebenbild ewiger Liebe / ich suche dich – ich brauche dich / Wie sehr würde ich mir wünschen, / dass alle so leben würden, wie du es gezeigt hast, / dass ich so leben würde / und alle, die mir Angst machen. //

Heilige Geistkraft – du Vollendung von allem, was ist / Ich suche dich – ich brauche dich / Wie sehr würde ich mir wünschen, / dass du die Welt veränderst. / Überall. Und sofort. // Du Gott – vielfältig und unbegreiflich / Lass mich verstehen, / dass du dich dort finden lassen willst, / wo wir unsere Erwartungen sein lassen / und auf dein unvorhersehbares Kommen vertrauen. / Mitten im Alltag, / wo wir gesucht und gebraucht werden. / Mit unserer Tatkraft oder mit unserer Geduld. / Oder mit beidem. // Amen


Gudrun Kuhn, Nürnberg
12. August 2025

Wir danken dir, Gott, wir danken dir. / Vater von uns allen, / in Jesus Christus deinem Sohn, / unserem Bruder. / Wir danken dir für die Erfahrungen deiner heilsamen Nähe, / für die Wunder, die du immer wieder tust. // Paulus fordert uns auf zu prüfen, / das Gute zu behalten und zu tun, / und uns auf das Böse nicht einzulassen. / Er fordert uns auf, /zu unterscheiden / zwischen Wahrheit und Irrtum. // Unser Vater im Himmel: / das ist alles andere als eine leichte Aufgabe, / das ist Arbeit, / manchmal mühsam, / öfter mal mit streiten verbunden und Konflikt. / Du traust uns das offensichtlich zu. // Du traust uns das zu, / wenn wir darüber streiten, / wie Kirche sich ändern muss, / damit sie Salz und Licht bleibt und wird. // Amen


Gerhard von der Heyden
11. August 2025

Wach auf meine Seele und spüre / die zärtliche Nähe Gottes. / Wach auf meine Seele und höre / auf die unendliche Stille der Schöpfung. / Wach auf meine Seele und singe / trotz des Missklangs unserer Zeit. / Wach auf meine Seele und lebe / in der Gewissheit, dass deine Melodie / einzigartig und unverzichtbar ist.


Brigitte Wedderburn
10. August 2025 Gott, / warum lassen wir uns immer wieder / so sehr von Menschen beeindrucken, / warum versuchen wir um jeden Preis, / ihnen möglichst zu gefallen / und machen uns abhängig / von ihrer trügerischen Macht! // Wir könnten es doch besser wissen, / könnten die Nichtigkeit ihres Ruhms durchschauen / und uns lieber festmachen an dir! / Denn du gibst uns unvergängliche Würde, / du machst uns wichtig trotz unserer Begrenztheit, / du hast Großes mit uns vor:  die ganze Welt willst mit uns verändern / und ihr ein menschlicheres Antlitz geben. / Gott, mach uns los / aus unseren verkehrten Abhängigkeiten. / Gründe uns / allein in dir. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick Danket dem Ewigen, denn er ist freundlich!// An einem anderen Ort, an dem ich nicht sein wollte, schon gar nicht zu dieser Zeit./ Die Schreckensnachrichten und Hoffnungsschimmer, Herausforderungen und Ratlosigkeiten dieser Wochen bringe ich mit.// Und hier: Freundlichkeit. Der vielen, die für mich und die anderen arbeiten. In Gesichtern, Lächeln, Grüßen. In Aufmerksamkeiten und gegenseitiger Rücksichtnahme./ Und auch ich werde freundlicher.// Freundlichkeit. Ich nehme sie als Geschenk und Zeichen, als Chance und Auftrag von dir, meinem Gott./ Und ich will sie nicht vergessen, wenn ich wieder an meinem Ort und bei meiner Arbeit bin.// Danket dem Ewigen, denn er ist freundlich!./ Durch Jesus Christus. Amen. 
Stefan Maser, Hoerstgen
8. August 2025 Du Gott der Wahrheit, / wir erinnern uns an unsere Aufgabe / als Christinnen und Christen in unserer Welt, / und auch an die Verirrungen der christlichen Kirchen / in der Geschichte und in der Gegenwart. // Lass uns glaubwürdig sein und uns an dein Wort halten. / Wir bitten dich für die vielen partnerschaftlichen Beziehungen / von Kirchen und Gemeinden nach Osteuropa, / in Begegnungen, Projekten und diakonischer Hilfe. // Lass die Verbindungen nicht abreißen, / zeig uns gerade jetzt, wo wir helfen können. / Wir bitten dich für alle Kirchen und Gemeinden dort, / wo jetzt Krieg ist, dass sie trotz allem Orte der Hoffnung bleiben. // Die reinen Herzens sind, werden dich schauen, / die Lügner und Frevler aber werden vergehen. // Amen
Kathrin Oxen, Berlin
7. August 2025 Du Gott / Wir dürfen dich um alles bitten / Lieber Gott bitte / Du hast ein Ohr für uns / Du hast ein Auge auf uns / Du tust deine milde Hand auf / Und sättigst alles was da lebt // Aber du verwöhnst uns nicht / Du nimmst uns das Leben nicht ab / Du nimmst uns das Lernen nicht ab // Du wohnst im Allerheiligen / Wir haben keine Ahnung weshalb du gibst oder nimmst / Uns bleibt das Vertrauen in dich / Und die Freude am Gelingen der Liebe / wenn wir sie wagen / trotz aller Zweifel und Zweiflern / Wir schaffen das mit dir / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
6. August 2025 Ach, Gott, wir haben so viele Sorgen – eine ärztlichen Diagnose / ein drohender Verlust des Arbeitsplatzes / vergebliche Wohnungssuche / das Ende einer Liebe / Streit in der Familie / die Zukunft unserer Kinder und Enkel / und noch viel mehr … // Ja, Gott, wir sollen und dürfen unsere Sorgen auf dich werfen. / Aber wir zögern – sind unsere Wünsche erfüllbar? / kreisen wir zu viel um uns selber? / sind wir zu tatenlos? / machen wir uns Illusionen? / können wir überhaupt mit dir rechnen? // Bitte zeig uns, dass du für uns sorgst! / Vielleicht ja ganz anders als wir es erwarten. / Und bitte zeig uns, wie wir für andere sorgen können.
AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
5. August 2025

Allmächtiger Gott, / wir danken dir für dein Wort. / Es ist gesagt, es ist geschrieben, / es ist gedruckt, als wäre es ewig unveränderlich. / Doch Du bist anders. / Du bist lebendig. / Lass uns das nie vergessen! / Daraus erwächst uns Hoffnung! // Immer wieder neu eröffnest Du uns Dein Wort. / Immer wieder neu rufst Du uns als Deine Gemeinde zusammen. / Lass uns auf der Suche bleiben, / jeden Tag neu. / Lass uns die Gemeinschaft suchen, / im Hören und Sprechen, jeden Tag neu. / Daraus erwächst uns Orientierung und Halt für unser Leben. //

Mit Deinem Wort rufst Du uns auch in den Widerspruch. / Gegen das Unrecht und Leiden dieser Welt, / gegen Fremdenhass und Antisemitismus, / gegen Gewalt und Kriege, / Habgier und Hunger. / Lass uns Deinen Ruf hören / und gib uns Kraft und Mut, / und immer wieder neu die Achtsamkeit / zum genauen Hinhören und Hinsehen, / dass wir einstehen für unseren Nächsten in der Not. // Und wo wir zu verzweifeln drohen / an der Unabänderlichkeit der Dinge, / an Krankheit und Katastrophen, / an Einsamkeit und verworrenen Beziehungen, / Unglück und Schmerz. / Da schenke uns Trost / und lass unser Vertrauen nicht sinken, / dass Du uns jeden Tag zu einem neuen Anfang rufst / durch Dein Wort / und durch das Mahl der Versöhnung.


Simon Froben, Bayreuth
4. August 2025 Herr, unser Gott, // wir danken dir, / dass du uns dein Kommen ankündigst. / Aber in dieser Zeit / merken wir auch besonders deutlich, / dass die Erfüllung der Zeit noch aussteht: // Wir hoffen auf den Frieden, / der mehr als das Ende aller Kriege ist, / aber es brechen nur immer wieder neue Krisenherde auf. // Auf Gerechtigkeit warten alle, / die auf unserer Welt hungern müssen / oder in unmenschlichen Verhältnissen leben. / Und unser alltägliches Leben / fühlt sich auch alles andere als erlöst an. // Merken wir es nur nicht, / was du mit uns schon bewegt hast? / Könnten wir – / wenn wir es merken – / mehr für diese Welt tun? // Öffne uns die Augen, / bewege unsere Herzen, / sprich uns an, Gott!
Georg Rieger, Nürnberg
3. August 2025 Barmherziger Gott, / wir danken dir / für deine Liebe, / mit der du nicht geizt. / Wir machen uns manchmal gar nicht klar, / wie reich du jede von gemacht hast / an Fähigkeiten, / die wir für andere einsetzen können, / an Zeit, / die wir anderen schenken können, / an Hab und Gut, / mit dem wir fremde Not stillen können. // Die Angst, / mit allem zu kurz zu kommen, / macht uns unersättlich in unserer Gier / nach immer noch mehr, / und es gelingt uns viel zu selten, / wirklich freigiebig zu sein / mit dem, was wir empfangen haben. // Barmherziger Gott, / befrei uns mit deiner Großzügigkeit / aus der ständigen Sorge / um uns selber. / Fülle unsere ängstliche Seele / reichlich mit Vertrauen zu dir / und öffne uns Herz und Hand / für die, die uns brauchen. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / Hab Dank, dass wir glauben dürfen: wir sind nicht allein. / Du hörst uns. Du hörst alle, die zu Dir rufen. / Du hörst das Seufzen der Kreatur. / Auch wir selbst seufzen. / Denn zu Klugem sind wir nicht in der Lage. //

Es geschieht so vieles. / Und dies so viele ist zu viel für unsere Seele. / Wir haben das Gefühl: der Irrsinn ist überall. / Bösartige und Wirrköpfe sind an den Hebeln der Macht. / Und was die Bewahrung der Natur angeht, hieß es bereits vor Jahren, / es sei fünf vor zwölf. / Es muss also inzwischen schon viel später sein. //

Dennoch kommt es zu keiner wirklichen Umkehr. / Eine wirkliche Umkehr hieße ja: Zumutung. / Das Unbequeme zumuten. / Aber unsere Art des Zusammenlebens gibt das nicht her. / Denn wer wiedergewählt werden will, braucht eine Mehrheit. / Und Mehrheiten scheuen das Unbequeme. // 

So wird er immer stabiler: / der Kreislauf des Verderbens – / befeuert von der Überzeugung, / dass nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf, / und am Laufen gehalten durch das Tiki-Taka der Meinungen, / die heute ausgesprochen und morgen schon vergessen sind. //

Da kommt uns ein Einzelschicksal ganz recht: der Tod von Laura Dahlmeier. / Die lässt sich ehrlich betrauern. / Ihr Geschick geht uns nahe, / während anderes in der Routine der Nachrichten schon begraben ist, / noch bevor wir es hören, / wenn wir es überhaupt noch hören wollen: / der Krieg in der Ukraine und die Zerstörung des Gaza-Streifens. //

Die Vision eines guten Endes ist uns ferngerückt. / Die Angst vor einem bösen Ende ist uns nahe. / Nein, zu Klugem sind wir nicht in der Lage. / Auch nicht zu klugem Flehen. / Aber wir seufzen. / Und wir bitten Dich, dass Du unser Seufzen erhörst / und Dich erbarmst über uns und / über alle, die im Elend sind. / Amen.


Klaus Bröhenhorst
< 401 - 425 (3485) > >>